Aurore Baal am Weißenburger Instrument

Heute fand ein äußerst hörenswertes Konzert mit Aurore Baal aus Zug in der Schweiz statt. Nach Elise Rollin vor rund drei Wochen sind es immer wieder Damen am Instrument, die mich beeindrucken. Man hört außerdem sofort, wenn ein Organist das Handwerk auch auf einem Piano erlernt hat. DAs gilt scheinbar ganz besonders für die Rhythmik in der Interpretation.

Die Stücke von Grigny waren im Programm lediglich in Summe als “Kyrie” bezeichnet. Bis auf eines konnte ich anhand der Noten die einzelnen Stücke identifizieren. Hier das Programm:

  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – 1er Kyrie en taille a? 5
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – Fugue a? 5 qui renferme le chant du Kyrie
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – Cromorne en taille a? 2 parties
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – Trio en dialogue
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – Unknown
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Kyrie de la Messe – Dialogue sur les Grands Jeux
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Leipzig Chorales – Jesus Christus unser Heiland (BWV 666)
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Leipzig Chorales – Jesus Christus unser Heiland (BWV 665)
  • Christian Erbach (ca. 1570-1635) – Ricercar in d
  • Alexandre Boe?ly (1785-1858) – Op. 12 N° 8 – Récit de la main gauche sur jeu de tierce
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Kleine Orgelmesse – Dies sind die heiligen 10 Gebot (BWV 679)
  • Alexandre Boe?ly (1785-1858) – Domine Deus, Agnus Dei en andante, Op. 10 N° 11
  • Alexandre Boe?ly (1785-1858) – Dernier Kyrie, Versailles Ms 170
  • Alexandre Boe?ly (1785-1858) – La voix humaine avec le trembland doux et tous les fonds, Op. 10 N° 2
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Prélude et Fugue en sol mineur (BWV 535)
  • Etilmon Justus Stark (1867-1962) – Classic Rag “Kyrene”

Jean-Luc Iffrig am Weißenburger Instrument

Heute fand ein tolles Konzert mit Jean-Luc Iffrig statt. Seine Spieltechnik und saubere Rhythmik haben mich genauso beeindruckt wie die erfrischende Registrierung. Das Programm:

  • Georg Muffat (1653-1704) – Toccata Prima
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Plein Jeu (Et in terra pax)
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Petite fugue sur le cromorne
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Dialogue
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Trio à 2 dessous de chromhorne et la basse de tierce
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Tierce en taille
  • François Couperin (1668-1733) – Messe des paroisses – Dialogue sur les Grands Jeux
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Leipziger Choräle – Schmücke dich, o liebe Seele (BWV 654)
  • Alexandre Boëly (1785-1858) – Rentrée de la procession N° 14 Op. 42
  • Alexandre Boëly (1785-1858) – Prélude d’orgue à 2 clavier séparés et pédale obligé Op. 18 N° 2
  • Alexandre Boëly (1785-1858) – Andante con moto Op. 18 N° 2
  • Alexandre Boëly (1785-1858) – Tierce en taille Op. 12 N° 8
  • Alexandre Boëly (1785-1858) – Grand Chœur N°4 Op. 10

Durations of rendering a PDF on Android

I’m currently exploring the capabilities of a 12.2″ Android tablet to display sheet music in PDF format. The display provides a resolution of 2560 × 1600 Pixels. For rendering, I use the native PdfRenderer of Android. Just for the records, here are some figures of the individual operations:

  • 100-140 ms to create a bitmap to render on.
  • 50-120 ms to render a PDF page to the bitmap.
  • 130-230 ms to copy the bitmap’s pixels to an array.
  • 70-95 ms to search for cropping coordinates in the array to remove whitespace.
  • 50-120 ms to actually crop the bitmap to the found coordinates.

Those figures are valid for sheet music (which is my main interest). They vary significantly depending on the PDF’s content and size.

Elise Rollin am Weißenburger Instrument

Auch die diesjährige Saison verspricht wieder exzellenten Musikgenuss, so wie heute mit Elise Rollin. Es ist, soweit ich mich erinnern kann, das erste Mal, dass ich einen Sweelinck wirklich genossen habe. Über den sehr gut gespielten Böhm, der auch auf meiner Wunschliste steht, habe ich mich ganz besonders gefreut. Hier das Programm:

  • Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) – Sous les Verts Tilleuls – Thème suivi de trois variations
  • Georg Böhm (1661-1733) – Vater unser im Himmelreich
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Toccata und Fuge in d-moll (BWV 565)
  • Joseph Haydn (1732-1809) – 4 pieces pour une horloge à Flûte
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Antonio Vivaldi (1678-1741) – Concerto en la mineur (BWV 593) – Allegro (1er mouvement)
  • Francois Couperin (1668-1733) – Extraits de la Messe des Couvents – Plein Jeu, Chromhorne sur la taille, Duo sur les tierces, Recit de cornet et Tierce en taille
  • Claude Joseph Rouget de l’Isle (1760-1836) – Marseillaise

Techniken des (Orgel) Übens

Playing the piano

Aus verschiedenen Quellen suche ich derzeit einige Übetechniken zusammen, die ich zum Einsatz bringen möchte. Die meisten davon sind nicht instrumentenspezifisch.

Motivation

Wenn sich Menschen die Zeit nehmen, ein Musikstück zu hören, so möchten sie es genießen. Wenn ich der Instrumentalist bin, habe ich somit die Aufgabe übernommen, für genau diesen Genuss zu sorgen. Ohne diese starke intrinsische Motivation wüsste ich nicht, wie ich die enorme Energie zur harten Übearbeit aufbringen sollte.

Da ich mit dem Üben sehr viel Zeit verbringe, muss das Üben mindestens genauso viel Spaß machen wie hinterher die Aufführung. Den Übevorgang betrachte ich daher mittlerweile als willkommene Meditation in Stunden der Freizeit.

(Fern)ziel

Derzeit ist es ein enormer Unterschied, ob ich Jazz spiele oder barocke Literatur.

Bei ersterem spiele ich locker und unbeschwert. Ich habe eine Melodie, eine Harmonie oder eine Rhythmik im Kopf und mein Bewegungsapparat überträgt sie automatisch auf das Instrument. Währenddessen kann ich dabei zuhören und dadurch das Spiel kontrollieren.

Ziel ist es somit, auch die Literatur so gut einzustudieren, dass der Bewegungsapparat vollkommen automatisiert die Musik spielt, die in meinem Kopf abläuft. Es ist daher nur konsequent, dass es nicht nur im angelsächsischen Raum üblich ist, die Stücke komplett auswändig vorzutragen.

Jon Laukvik hat es sehr schön zusammengefasst:

Der Übeprozeß führt, spieltechnisch gesehen, vom bewußten Tun zum unbewussten Geschehenlassen.

Fragmente bilden

Eine der wichtigsten Techniken, die ich neuerdings anwende, ist das Zerlegen des Stückes in kurze Fragmente. Die Länge der einzelnen Fragmente wird natürlich vom Schwierigkeitsgrad des Stückes abhängen. Grundsätzlich dürfte aber eine Länge von vier bis acht Takten eine gute Richtgröße darstellen.

Jon Laukvik empfiehlt, die Fragmente überlappend zu bilden, damit auch gleich die Übergänge von einem zum nächsten mitgeübt werden kann.

Außerdem achte ich darauf, dass die Fragmente immer aus vollständigen Takten bestehen. Notfalls füge ich bei Auftakten Füllnoten ein, so dass ich das Fragment nahtlos in Schleife mehrfach hintereinander im korrekten Puls üben kann, ohne abzusetzen.

Die Konzentration lässt nach wenigen Durchläufen sehr schnell nach. Mehr als vier bis fünf Schleifendurchläufe pro Fragment übe ich daher nur noch in Ausnahmefällen. Stattdessen gehe ich zu einem anderen Fragment, dann zu einem weiteren, und komme dann wieder zum zuerst geübten zurück. Um das Kurzzeitgedächtnis zu überlisten wähle ich dabei inzwischen eine zufällige Reihenfolge der Fragmente, eine Technik, die ich in »Optimal üben« fand. Gleichzeitig achte ich darauf, jedes Fragment mehrmals pro Übesitzung zu üben, also nciht nur einen Durchlauf, sondern später erneut.

In mehreren Quellen fand ich auch die Empfehlung, die Fragmente vom Ende des Stückes her zuerst zu üben, da der Schlussteil andernfalls am wenigsten trainiert würde.

Fuß- und Fingersätze erarbeiten

Bei der Applikatur befinde ich mich in einer argen Zwickmühle. Zu Beginn des Übeprozesses weiß ich üblicherweise noch nicht, wie ich das Stück später einmal klingen lassen möchte. Also erarbeite ich erstmal einen Fingersatz, der ein weitestgehendes Legato ermöglicht. Dazu sind teils auch “Verrenkungen” wie Daumenuntersätze nötig. Jetzt beginne ich mit der Automatisierungsarbeit.

So wie ich das Stück besser kennenlerne, fange ich unter musikalischen Gesichtspunkten an, einzelne Noten kürzer als ihren Nennwert zu spielen, Ornamente wie Triller einzubauen und so weiter. Dadurch verändert sich leider der Fingersatz, der bereits automatisiert ist. Ich verliere also ein wenig des bereits geübten und muss es erneut automatisieren.

Ich gehe übrigens mit den “magischen Zahlen” im Notentext sparsam um. Fingersätze schreibe ich an Stellen, an denen eine Stimme einsetzt und an Stellen, bei denen der Fingersatz von der natürlichen Reihenfolge abweicht. Bei Daumenuntersätzen und Ähnlichem schreibe ich auch an die Note davor und danach den zu verwendenden Finger. Bei Trillern, die auf der Sekunde beginnen, schreibe ich den Finger in Klammern.

Langsam üben

Hieran versuche ich mich gerade zu gewöhnen – langsam üben. Jon Laukvik weist auf Seite 105 darauf hin, wie wichtig diese Technik für das Automatisieren der – korrekten – Bewegungsabläufe ist. Mir fällt es im Moment extrem schwer, das Tempo so stark zu drosseln. Laukvik empfiehlt übrigens auch im späteren Übestadium immer wieder mal langsam zu üben, sogar noch am Tag vor der Aufführung.

Mit Metronom üben

Ich habe viele Spieltische gesehen, aber sehr selten (wissentlich überhaupt nicht) ein Metronom. Sobald die Mechanik halbwegs läuft übe ich eine Weile mit Metronom. Ich habe dadurch immer wieder haarsträubende rhythmische Fehler ausmerzen können. Andererseits setze ich es auch schnell wieder ab, sobald ich mich sicher fühle, um mich nicht abhängig davon zu machen.

Übeaspekt wählen

Für jede Übesitzung sollte ich mich künftig für einen bestimmten Aspekt (ein “Ziel”) des Übervorgangs entscheiden. Zu Anfang der Erarbeitung eines Stückes wird es natürlich primär darum gehen, die richtigen Tasten zum richtigen Zeitpunkt zu drücken und wieder loszulassen. »Optimal üben« enthält allerdings eine Reihe von neuen Ideen für das fortgeschrittene Übestadium (wie beispielsweise verschiedene Variationen eines Fragmentes auszuprobieren), um die Spielsicherheit zu steigern.

Augen schließen, auswändig spielen

Je länger die Passagen sind, die man unabhängig von den Noten spielen kann, desto besser für den Fall, dass man beim Vortrag mal den Kontakt zu den Noten verliert. Vor kurzem habe ich daher begonnen, beim Wiederholen von Fragmenten gelegentlich die Augen zu schließen. Allerdings muss ich dabei höllisch aufpassen, mit dem vorhergesehenen Fingersatz weiter zu arbeiten, und nicht versehentlich einen anderen zu verwenden. Diese Technik darf ich daher nicht zu früh einsetzen.

Berg abbauen

Vor mir liegt sehr viel Arbeit, nämlich das Üben üben. Letztlich muss ich mein komplettes bisheriges Repertoire erneut üben, um es zuverlässig zu beherrschen. Denn ich muss sehr viele Dinge, die sich durch die beisherige mangelhafte Übetechnik eingeschliffen haben, wieder ausbügeln.

Ich bin gespannt, ob ich das durchziehen werde.

Weitere Quellen

Quellen zum Thema »Orgel üben«

Czerny Opus 821 Nr 1

Vor ein paar Wochen habe ich während eines kleinen Vortrages zweimal den Kontakt zu den Noten verloren, weil ich kurz auf die Tastatur schaute. Das Resultat ist die Horrorvorstellung eines jeden Musikers – nämlich das Aussteigen aus dem Stück.

Wie kommt es dazu, obwohl ich doch seit nurmehr gut zweieinhalb Jahren sehr viel Zeit in das Erarbeiten der Stücke investierte?

Falsche Übetechnik, so die triviale Antwort. Ich arbeite nach wie vor mit der Technik der rohen Gewalt, indem ich die Stücke immer wieder im Zieltempo von vorne bis hinten durchspiele. So lässt sich ein zuverlässiges Beherrschen der Stücke kaum bewerkstelligen, zumindest nicht mit absehbarem zeitlichen Aufwand.

Dass ich meine Übetechnik dringend professionalisieren sollte, weiß ich schon länger. Zum Übevorgang selbst fand ich allerdings erstaunlich wenig Informationen, die mir weitergeholfen hätten. Daher seien hier Quellen gelistet, die ich derzeit verwende, um eine bessere Technik zu erarbeiten.

Aus diesen Quellen gilt es jetzt, für mich geeignete Techniken zusammenzusuchen und anzuwenden, soweit noch nicht erfolgt.

Wenn fern der Heimat die Nase kitzelt…

…fällt einem natürlich siedendheiß ein, was man nicht dabei hat. Also nimmt man sich vor, einen zweiten Nasenhaartrimmer für den Kulturbeutel zu besorgen. Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass der Akku genau dann leer sein wird, wenn man das Gerät braucht, ist hoch.

Groom Mate bietet mit dem Platinum XL ein aus nur zwei Teilen bestehendes, massives Gerät für den manuellen Betrieb an, das an ein Spezialwerkzeug aus der KFZ-Wekrstatt erinnert. Die Handhabung muss man kurz üben. Dafür hat man einen zuverlässigen Helfer mit hoher Ausfallsicherheit zur Hand.

Accidentally passing the PSK exam

After a training with Steve Porter, whom I really can recommend as an instructor, I passed the PSK I exam yesterday:

Assessment: Professional Scrum with Kanban (PSK I)
Date Completed: Jun 20 2018 9:43:03 PM GMT
Passed
Score: 97.0% (98 points scored out of 101 maximum points)

Usually I entitle some of my colleagues as »Nerds«. Now it’s up to them :) .

My worst performance ever

SAMSUNG CSC

Today I once again performed at the Dubois organ for some familiy members. Compared to 2015, 2016 and 2017, I felt relatively calm and well prepared. I played the program of about 35 minutes at home two days ago, yesterday, and one of the pieces this very morning at the target instrument. Not to mention the on-site practice sessions during the last couple of weeks.

Surprisingly, it turned into the worst performance I ever did – I lost contact to the sheet music two times. One time I had to resume the pièce, the other I finished a section a couple of bars earlier as intended. This very eve is the occasion to reflect what issues led to this situation.

  • Despite many practicing hours, I do not cope perfectly with the pieces yet.
  • The instrument is different than my practising instrument, so additional distractions happen every now and then.
  • The two points are based on my lack of professional practicing habits.

Interestingly, the pieces I play the longest failed most, whereas pieces I thought could fail worked better than expected. Here’s what I played this year:

  • Abraham van den Kerckhoven (1618-1702) – Cocquiel-Manuscript (1741) – Prelúdium & Fúga (en Ré mineur) – screwed up completely
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Chaconne (en fa mineur) – minor imperfections
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749) – Premier Livre d’Orgue – Suite du lle Ton (en sol mineur, 1710)
    • Plein Jeu – minor imperfections
    • Duo – minor imperfections
    • Basse de Cromorne – screwed up completely
    • Récit de Nazard – minor imperfections
    • Caprice sur les Grands Jeux – minor imperfections
  • François Couperin (1668 – 1733) – Messe a l’usage des Paroisses (en sol mineur, Paris 1690) – Benedictus (Chromhorne en taille)

Ledertasche reparieren – mit Buchschrauben

Nach eineinhalb Jahren hat an meiner Ledertasche eine der vier Nieten nachgegeben, mit denen der Griff befestigt ist. Mich wundert das, denn ich nutze die Tasche bei weitem nicht täglich, und ich trage sie üblicherweise auch unter dem Arm, nicht am Griff. Vielleicht war die Niete nicht ganz in Ordnung oder das Messing ist schlicht zu weich für den Einsatzzweck.

Zufällig bin ich (im Klebeshop24) über eine spezielle Art der Hülsenschraube gestoßen – die Buchschraube. Bis auf die Tatsache, dass die Originalnieten auf “alt getrimmt” sind fällt die Reparatur kaum auf.

Neulich, als der Notenanzeiger versagte

Es gibt Momente, auf die man als Musiker gerne verzichten würde.

Ich hatte gelegentlich mit Android-Mobiltelephonen Schwierigkeiten dergestalt, dass plötzlich die eingelegte Speichererweiterungskarte als defekt angesehen wurde. Sie war dann zwar am Mac einwandfrei lesbar, aber nicht mehr im Telephon. Einmal ist das passiert, als ich die Routingsoftware nutzen wollte, deren Kartenmaterial ich auf der Karte abgelegt hatte.

Heute ist mir das mit dem sekundären Tablet passiert, als ich in Weißenburg am Instrument gespielt habe. Zwar kann ich die Passacaglia von Buxtehude auch mit nur einem Tablet spielen, allerdings muss ich dann an ein paar Stellen beim Umblättern einige Noten der linken Hand auslassen, was zu hässlichen Löchern im Stück führt.

Ich weiß nicht, warum das mit den Karten in unterschiedlichen Geräten immer mal wieder passiert. Es könnte an der Speicherkarte selbst liegen, am Kartenleseschacht oder einer Unzulänglichkeit des Betriebssystemes.

Ich werde jedenfalls einerseits die Notendateien künftig auf dem internen Speicher statt auf der Speicherkarte ablegen, andererseits die Karte durch ein anderes Modell ersetzen.

Gehwegparken in Karlsruhe

Die Stadt Karlsruhe müht sich, dem allzu unkontrollierten Parken auf den Gehwegen Herr zu werden. Zu diesem Zwecke werden unter anderem, wie letzten Mittwoch, den 2. Mai 2018 in der Sachsenstraße, die legalen Parkmöglichkeiten auf der Straßenfläche markiert.

Am Dienstag fand ich an meinem Wagen die unten abgelichtete Mitteilung, obwohl ich artig in einer der markierten Boxen geparkt hatte. Ich nehme daher an, dass die Stadt Karlsruhe an diesem Tage allen in der Sachsenstraße Parkenden diese Mitteilung mitgegeben hat. Wie man obiger Abbildung entnehmen kann, haben sich tatsächlich noch immer nicht alle Verkehrsteilnehmer mit der Neuregelung angefreundet, obwohl sie eigentlich selbsterklärend ist.

Ich freue mich jedenfall über die Regelung. Speziell in der Sachsenstraße kamen bisher zwei Fußgänger kaum aneinander vorbei. Interessant wird sein, wie stark sich der Parkdruck durch den Wegfall etlicher Parkflächen erhöhen wird.

Abschiedsgeschenke

Morgen verabschiede ich mich nach fast vier Jahren aus meinem bislang größten Projekt. Was man da so alles geschenkt bekommt…

:)

Ettlinger Orgelfrühling 2018 – Helmut Deutsch

Ein mit bis zu 30°C sehr heißes Aprilwochenende neigt sich dem Ende zu.

Heute Abend hat Helmut Deutsch den Ettlinger Orgelfrühling 2018 eröffnet. Er spielte die barocke Musik auf der Stieffell-Chororgel, den Rest des Konzertes auf dem Instrument von Matz & Luge. Das Programm:

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Fantasia in G-Dur aka Pièce d’Orgue (BWV 572) – Très Vitement, Gravement, Lentement
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Partite sopra il corale »Was Gott tut das ist wohlgetan«
  • Olivier Messiaen (1908-1992) – Livre du Saint Sacrement – Méditation Nr. X – «La Résurrection du Christ»
  • Olivier Messiaen (1908-1992) – Pourquoi cherchez-vous parmi les morts Celui qui est vivant
  • Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) – Aus 66 Choralimprovisationen Op. 65 Nr. 26 – »Jesu hilf siegen, du Fürste des Lebens«
  • César Franck (1822-1890) – Grande pièce symphonique Op. 17

Ich bin ziemlich beeindruckt. Eine solche Qualität werde ich als Laie niemals liefern können.

Die Freuden der Fahrzeugunterhaltung

Rund 14 Jahre unterhielt ich kein eigenes Fahrzeug. Beruflich tut es ein Dienstwagen, privat war Carsharing vollkommen ausreichend. Einer der Vorteile des Carsharing ist, dass man sich um allfällige Wartungsarbeiten nicht zu kümmern brauchte.

Seit knapp zwei Jahren unterhalte ich wieder ein (gebrauchtes) Fahrzeug. Bei der Auswahl spielten Pannenstatistiken sowie Verbreitungsgrad des Fahrzeugs und des Triebwerks (in der Hoffnung auf ausgereifte Technik und gute Ersatzteilverfügbarkeit) eine Rolle. Seitdem darf ich mich um alle Belange wieder selbst kümmern. Zweimal jährlich Reifenwechsel, einmal jährlich Inspektionsservice, alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung und natürlich die schecht planbaren Reparaturarbeiten.

Letzte Woche fielen dann auch der Reifenwechsel, der Inspektionsservice, ein Batterietausch (die bisherige war wohl noch die ab Werk verbaute), eine defekte Antriebswellenmanschette, neue Zündkerzen sowie der Tausch eines durch Steinschlag defekten Nebelscheinwerfers an.

Den größten Posten bildete allerdings der Tausch einer übersprungenen Steuerkette am 1.4-Liter TSI-Motor. Solche Probleme scheinen leider speziell am Touran gehäuft aufzutreten. Laut Volkswagen seien »die Kettenschäden bei dem mehr als zwei Millionen Mal verkauften 1.4 TSI seien auf einen Produktionsfehler bei einem Zulieferer zurückzuführen«. Dabei handele es sich lediglich »um einzelne Fälle«.

Für mich nicht ganz nachvollziehbar ist zumindest, wieso der Verschleiß nicht bei einer der letzten Inspektionen diagnostiziert wurde, sondern erst im Spätstadium im laufenden Betrieb (Kette ist bereits übersprungen, Aussetzer beim Beschleunigen, Motorkontrollleuchte leuchtete auf) bemerkt werden kann. Im Artikel ist zu lesen: »Ob in einem Auto eine fehlerhafte Steuerkette verbaut ist, kann erst festgestellt werden, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.«. Im Rahmen einer Inspektion hätte man sicher auch die Kette prüfen können. Das scheint allerdings keine schnell zu erledigende Sache zu sein. Die Kunden hätten sich wahrscheinlich geweigert, die zusätzlichen Kosten für den Produktionsfehler zu tragen, und VW hat die Kosten gescheut.

Alle Kosten (ich nutze Car Report) für das Fahrzeug aufsummiert (Anschaffung, Zubhör wie Radheckträger, Verschleißmaterial wie Reifen, Wartung, Betriebsmittel, Steuern, Versicherung und Gebühren, Treibstoff) belaufen sich bisher auf knapp 20.200 € oder umgerechnet ca. 1.000 € pro Monat. Die Laufleistung liegt bei rund 31.000 km. Das entspricht Kosten von ansehnlichen 65 ç pro Kilometer. Die defekte Steuerkette, die »eigentlich ein ganzes Autoleben lang halten« soll, schlägt immerhin mit rund 4 ç pro Kilometer zu Buche.

Die Rechnung hinkt natürlich, denn sie tut so, als ob das Fahrzeug schon morgen zu einem wirtschaftlichen Totalschaden würde. Tatsächlich sollte der Wagen aber noch drei bis fünf Jahre seinen Dienst tun.

Der Unterhalt eines privaten Fahrzeugs ist dennoch ein recht teures Vergnügen. In den vielen Jahren Carsharing habe ich sehr selten mehr als 200 € pro Monat gezahlt, meist deutlich weniger. Andererseits unternehme ich heute auch viel mehr mit dem Auto. Dank Heckradträger kann ich heute Radtouren fahren, die ich früher nur sehr umständlich hätte machen können.

Orgel, Oboe und Flöte am Weißenburger Instrument

Heute durften wir Pascal Reber (Orgel), Joëlle Stussi (Oboe) und Nathalie Cawdrey (Flöte) in Wissembourg hören. Hier das Programm:

  • François Couperin (1668-1733) – Messe pour les Paroisses – Offertoire sur les grands jeux
  • Giovanni Benedetto Platti (ca. 1697-1763) – Sonate en trio en Sol Majeur
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Schmücke dich, o liebe Seele (BWV 654)
  • Georg Philipp Telemann (1681-1767) – Sonate en trio en la mineur
  • Johann Gottfried Walther (1684-1748) – Concerto en si mineur
  • Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) – Sonate en trio en ré mineur

Die drei Musiker waren offensichtlich sehr gut vorbereitet und haben ein Konzert geboten, dass uns noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.