Pièces de la Renaissance (Chanvrelin)

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Pascal Reber hatte 2012 und auch dieses Jahr unter anderem die »Pavanne d’Agleterre« aus der Sammlung von Claude Gervaise gespielt. Noten finden sich beispielsweise im International Music Score Library Project, allerdings gesetzt für Trompete und Orgel. Nur für Orgel gibt es das Druckwerk »Pièces de la Renaissance« von Chanvrelin. Eine Bezugsquelle ist Boeijenga Music aus Leeuwarden, woher ich mir ein Exemplar habe kommen lassen.

Bernhard Marx am Weißenburger Instrument

Am vergangenen Sonntag spielte Bernhard Marx die Vesperale an der Dubois-Orgel in Weißenburg. In der Woche zuvor hatte uns bereits Markus Uhl ausgiebig “verwöhnt”. Bernhard Marx konnte locker mithalten. Er übernahm auch selbst die (bilinguale) Moderation. Mit der Partita von Georg Böhm arbeitete er die verschiedenen Klangfarben des Instrumentes wunderbar heraus. Hier das Programm:

  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni creator spiritus (Reims 1699)
    • Hymne en taille à 5
    • Fugue à 5
    • Duo
    • Récit de Cromorne
    • Dialogue sur les Grands Jeux
  • Georg Boehm (1661-1733) – Sieben Variationen der Partita
    »Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Leben«
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – An Wasserflüssen Babylon (BWV 653)
  • Vincenzo Petrali (1870-1937) – Pastorale per l’Elevazione
  • Vincenzo Petrali (1870-1937) – Versetto per il Gloria
  • Anna Katharina Winteler (1810-1860) – Alpenrosen-Polka Am Buehl (1851)

Insgesamt hat die Qualität der Konzerte in den vergangenen fünf Jahren deutlich angezogen. So wie ich selbst im Moment als Amateur spiele hätte ich mir in den erst zwei bis drei Jahren noch zugetraut, mit dem ein oder anderen Organisten in Wettbewerb zu treten. Spätestens seit diesem Jahr hat mich die Demut wieder deutlich eingeholt.

Markus Uhl am Weißenburger Instrument

Heute Nachmittag spielte Markus Uhl die Vesperale an der Dubois-Orgel in Weißenburg.

Als ich das “bachlastige” Programm sah war ich ein wenig enttäuscht, denn das Instrument französischer Bauart eignet sich hierfür nicht sonderlich gut. Wir wurden eines besseren belehrt. Um es mit den Worten des Moderators zu sagen: Markus Uhl hat uns verwöhnt. Da passte einfach alles. Spieltechnik, saubere Rhythmik mit genügend Elastizität wider die automatenhafte Wiedergabe, Gefühl für die Musik bzw. die Stücke, und nicht zuletzt eine beeindruckende Registrierung durch die alle Stimmen sauber durchkamen. Der Mann weiß, was er kann. Das drückte sich unter anderem dadurch aus, dass er auch nicht vor der Triosonate zurückschreckte und ferner eine barocke französische Messe als Improvisation spielte. Auch hier passte alles – Registrierung, Rhythmik (inklusive Notes inégales), Stil.

Wahnsinn. Hier das Programm:

  • Johann Sebastian Bach – Prélude en Sol Majeur (BWV 541.1)
  • Johann Sebastian Bach – Sonate en Ut Majeur (BWV 529) – Allegro, Largo, Allegro
  • Markus Uhl – Suite française improvisée sur le thème «Wer nur den lieben Gott lässt walten»
    1. Plein Chant (ein Plein Jeu, jedoch mit Trompette als Cantus Firmus im Pedal)
    2. Trio
    3. Duo
    4. Tierce en taille
    5. Basse de trompette
    6. Flûtes
    7. Grands Jeux
  • Wolfgang Amadeus Mozart – Œuvre pour orgue mécanique – Andante en Fa Majeur
  • Johann Sebastian Bach – Fugue en Sol Majeur (BWV 541.2)

Das war auf jeden Fall eines der besten, wenn nicht gar das beste Konzert dass ich in den vergangenen fünf Jahren an dem Instrument gehört habe. Und plötzlich klingt auch ein Bach wieder erfrischend, spannend und inspirierend. Somit wird es Zeit, dass ich mir auch mal einen “draufschaffe”. Es war schlicht kein Vergleich zu den Darbietungen auf deutschen gleichschwebend gestimmten Instrumenten aus den 1970er Jahren mit nahezu perfekt konstantem Luftdruck. Die Bach’schen Orgelwerke sind wirklich toll, vor allem wenn sie nicht “abgewetzt” daherkommen.

Herzlichen Dank an Markus Uhl. Schön dass es solche Musiker gibt.

Neulich, als mir der Chainglider die Freundschaft aufkündigte

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Zwischen 2006 und 2011 bin ich sehr viel Rad gefahren, was nicht ganz unerheblich mit meiner intensiven Arbeit (Daten sammeln, Daten in die Datenbank bringen, Software schreiben) am OpenStreetMap-Projekt zu tun hatte. Pro Jahr kamen bis zu 10.000 Kilometer zusammen. Ich musste lernen, dass man ein Rad für 600 € durch reines Nutzen innerhalb von 3 Jahren zugrunde richten kann. Wenn ich die reinen Anschaffungskosten (ohne Wartung, Reparaturen und zusätzliche Anschaffungen) betrachte bedeutet das Kosten von etwa 2 ç pro Kilometer (60.000 ç durch 30.000 Kilometer).

Inzwischen fahre ich deutlich weniger, was auch durch die seit 2012 stattfindenden sonntäglichen Vesperales bedingt ist. Dennoch hatte ich 2010 letztendlich entschieden, ein besseres, dauerhaft zuverlässiges Rad zu beschaffen und mich für ein Gudereit LCR entschieden. Mittlerweile kann ich sagen, dass das eine ziemlich gute Wahl war.

Lediglich mit dem Chain Glider konnte ich mich nie anfreunden. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Kette ist komplett umschlossen, so dass Umwelteinflüsse (Staub, Nässe, Rost, mechanische Einflüsse) ihr fast nichts anhaben können. Allerdings rattert das Teil gerne ziemlich nervig, sofern man nicht ausgiebig Kettenöl hinzufügt. Das wiederum aber sorgt dafür, dass man sich am Rad gerne mal schwarze Finger holt. Eigentlich habe ich auch deshalb eine Rohloff-Nabenschaltung, weil mich die Wartung und das Öl an einer Kettenschaltung nervt.

Nachdem der ChainGlider nervig ratterte, habe ich ihn erstmal entfernt. Das führte auf einem mit Splitt belegten Radweg dazu, dass die Kette von den Blättern sprang. Also habe ich den ChainGlider irgendwann wieder montiert und mit reichlich Öl das Gerattere minimiert. Das hat auch lange gut funktioniert.

Heute bin ich im Bienwald, wie so oft, über einige etwas holprige Schotterwege gehoppelt. Bisher nie ein Problem. In der Folge wickelte sich aber leider der ChainGlider auf dem Radweg zwischen Schweighofen und Altenstadt um die Pedalerie (siehe Ablichtung oben). Wenn ich genügend Zeit gehabt hätte, hätten nur die ölverschmierten Hände genervt. Dummerweise ist das aber kurz vor Altenstadt passiert, und zwar ziemlich genau 26 Minuten vor Beginn der Vesperale um 17 Uhr.

Der ChainGlider ist grundsätzlich eine sinnvolle Einrichtung. Ich bin allerdings Geräuschen beim Fahren gegenüber grundsätzlich etwas empfindlich eingestellt. Also Ölen, Ölen, Ölen. Ferner ist der ChainGlider nicht richtig formschlüssig passend zum Fahrradmodell einstllbar. Stattdessen gibt es ein paar Einstellungen, die “nach Gefühl” über Einkerbungen vorgenommen werden müssen. Und die Klemmvorrichtungen lösen sich offensichtlich auch mal unbeabsichtigt. Auf dem Rückweg vom Konzert ist das gleich nochmal passiert. Ich habe ihn jetzt abgenommen, so dass die Kette frei und ungeschützt liegt. Glücklicherweise trage ich gerne schwarze Jeans…

In den nächsten Tagen (am Samstag beginnt der Urlaub) werde ich also versuchen müssen, mitten in der Hochsaison beim Radhändler einen Termin zu bekommen. Ferner muss ich bangen, dass es den passenden Chainglider noch als Ersatzversion zu kaufen gibt. Ich werde sehen.

Das Regal

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Neben dem Portativ findet sich unter den älteren Tasteninstrumenten auch das Regal. Den Klang hat man vielleicht schon eher mal gehört. Hier die Passacaglia in d von Johann Caspar Kerll, gespielt von Carsten Lorenz, Rottweil, oder »Fabordon del Quinto tono« von Antonio Cabezon, gespielt von Lynn Tabbert auf einem Instrument von Marcus Stahl (beide Dresden), oder ein Stück von Facoli gespielt auf einem Tischregal nach Dom Bedos.

Hier ein Zitat von Johann Mattheson:

…und ist recht Wunder, dass man hiesiges Ortes die schnarrenden, höchst ekelhaften Kegalen in den Kirchen noch beibehält…

In barocken Orgeln findet man gelegentlich entsprechende Regalregister. Hier ist ein Autor der Meinung:

Das in der Renaissance aufgekommene Brustwerk ist ideengeschichtlich ein an die Orgel angebautes Regalwerk, daher findet sich das Regal bis zum Barock vornehmlich im Brustwerk

Mit Regalen lässt sich allerdings nicht nur traditionelle Musik spielen, wie diese Aufnahme von Scotty Böttchers aus diesem Jahr eindrucksvoll belegt.

Das Portativ

Portativ

Sofern überhaupt dürften die meisten diesen Instrumententyp nur von mittelalterlichen Abbildungen her kennen. Noch seltener wird man es auch hören können, wie beispielsweise das Stück O Gloriosa Domina aus dem Buxheimer Orgelbuch, gespielt von Ernst Stolz.

An größeren Orgeln kann man, im Gegensatz zum Pianoforte, einzelne Töne bauartbedingt nicht in der Dynamik beeinflussen. Umso beeindruckender ist es, wie dynamisch das Portativ klingen kann, indem der Spieler durch das manuelle Betätigen des Balges den Luftdruck variiert. Christophe Deslignes bringt hier den Dynamikumfang auf einem Instrument von Marcus Stahl sehr beeindruckend zur Geltung. [1]

Die Instrumente werden auch andernorts noch gebaut, wie beispielsweise von Stefan & Annette Keppler (wolkenstayn.de). Der Deutschlandfunk stellte hierzu am 24.01.2014 einen Artikel ins Netz. Ganz besonders interessant finde ich als Fusion-Fan natürlich die “BlackEdition“,

Vorbereitet für spezielle Mikrofonierung mit Vorverstärker, Effektgerät und Funkstrecke. LED-Beleuchtung nach Wahl.

die mich sofort an die Stromharfe von Rüdiger Oppermann denken lässt :) .

[1] Das Stück erinnert mich an »Jewel Inside A Dream«, gespielt von Jan Hammer und Al DiMeola auf dem Album »Electric Rendezvous« im Jahre 1981.

Neulich, als es auf einem Konzert mit Hiromi nicht nur musikalische Berieselung gab…

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Der Veranstalter gab sich alle Mühe, den Abend zu retten, musste aber doch letztendlich aufgeben:

  • Christian Scott saß mit seinen Musikern mehrere Stunden in einem Flugzeug fest, weshalb Hiromi entgegen der ursprünglichen Planung zuerst spielen sollte.
  • Anthony Jackson war wohl erkrankt, so dass Hiromi nicht im Trio mit Simon Phillips, sondern solo auftrat.
  • Bereits vor Beginn des Konzertes gegen 19:30 h gingen in den benachbarten Tälern beeindruckende Gewitter nieder. Gegen den einsetzenden leichten Regen verteilte der Veranstalter Kunststoffüberhänge.
  • Gegen 20:30 h kamen die Gewitter zurück, so dass die Veranstaltung abgebrochen werden musste. Von Bad Dürkheim bis Karlsruhe regnete es durchgehend, teils aufs Heftigste.

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Dennoch war ich schwer beeindruckt. Ich hatte HIromi noch nie solo am Klavier gehört. Was sie an Rhythmik, Harmonik, Stilistik und Dynamik zu bieten vermag – sowas habe ich noch nicht gehört. Der absolute Hammer.

Der Sommer 2016 wird wohl aber eher nicht als “schönster Sommer dieses Jahres” in die Geschichtsbücher eingehen.

Rheingold – Ein Meisterwerk von Rüdiger Oppermann

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Neben den Klangwelten gibt es von Rüdiger Oppermann auch Sonderprojekte wie die »Reise in die Anderwelt – The Brendan Voyage«. Dieses Jahr ist er mit dem Projekt »Rheingold« auf einem Schiff auf Rheintournee.

Wetterbedingt hat die Gruppe heute nicht auf dem Schiff, sondern in der Tullahalle in Maximiliansau gespielt. Die Akustik war super, und das Konzert zumindest mit das Beste, was ich von Oppermann bisher mitbekommen habe.

In den nächsten Tage finden weitere Stationen den Rhein hinab statt. Wer Oppermann kennt und schätzt, wird auf jeden Fall auf seine “Kosten” kommen. Und das liegt nicht zuletzt am gewaltigen Arsenal an Musikinstrumenten, das zum Einsatz kam.

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Das einzige, was ich vermisst habe, war “The red one“, die kleine rote Harfe, die er gerne mal an den Verzerrer hängt :) .

Dubois organ in Wissembourg – Vespers continued in 2016

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For the fifth summer, organ vespers take place each sunday at 5 PM at the Dubois organ of 1766 (yes, we celebrate its 250th birthday this year) in Wissembourg. Some of the concerts start an hour earlier, like the one last sunday with 2 organ players and a percussionist.

Until now, all of this years concerts have been performed by outstanding musicians who make it difficult for me to catch up. Or the other way around, I accepted the challenge :) .

Page turns by blink detection

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Recently I got interested in displaying sheet music electronically. I finally chose ComicsReader after adjusting its screen sensitivity a bit, though it requires to convert PDF scores to raster images in a cbz container.

I still dream of some touch free control for turning pages while playing the piano or organ. Voice control could have been an option, but Android currently does not allow application developers to use the built-in speech recognition continuously (but of cource hacks exist to circumvent the limitation).

But Android features face detection via Mobile Vision (though it was unavailable just at the time I tried using it), and most tablets feature a front facing camera. Google provides a tutorial how to use a pipeline to track barcodes and faces. Sample applications are available via Github. nesterov-n also provides a “Smiley” sample application.

The multiprocessor creates a Tracker instance for each face identity detected. Methods like onNewItem(), onUpdate() and onMissing() can be used to retrieve the face objects. The objects contain facial landmarks. Values between 0 and 1 provide information about the probability of smiling or wether the eyes are open. I wanted to check whether one (xor) eye was closed for a certain amount of time and to use this information to turn pages. Thus I used a fifo buffer to collect a certain amount of samples.

I got something to work in a spike, but it still is too unreliable. On the one hand closing one eye for a couple of seconds sometimes does not exceed the thresholds I was using. On the other hand false positives appeared every now and then, accidentally turning pages while playing though the head didn’t move at all.

It’s worth being investigated further, though. I’m currently playing a piece of six pages, and hands-free page turns by eye blinks were more than welcome during the test runs.

Two incarnations of an analog dream

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At winter Namm 2016 Tom Oberheim and Dave Smith rather surprisingly released the OB-6, a six voice polyphonic analog synthesizer with a 4 octave key bed. Some immediately requested for a desktop module, and yesterday it “suddenly” appeared.

A couple of weeks ago I was allowed to play the OB-6 at the local trumpet store (last year I played the Sub 37) and I was quite impressed. During the last couple of years, after many years working with digital synths stuffed with plenty of parameters, I learned that a good piece of analogue craftsmanship with a limited set of features can overrule the digital ones at least when it comes to traditional subtractive sounds. I hope I can play the Minimoog Model D as soon it is available for resellers.

Endlich Sommer (Edition 2016)

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Nach dem durchwachsenen Mai (der angeblich im langjährigen Mittel 1°C zu warm gewesen sei) und Juni (“endlich regnet’s mal wieder”) hat die Hitze in den letzten beiden Tagen mit aller Wucht zugeschlagen. Endlich Gelegenheit für ausgedehnte Ausritte in die Pfalz und den Schwarzwald.

Inzwischen gehen in mehreren Gegenden im Südwesten heftige Gewitter nieder. Die Vorhersage für die kommenden beiden Wochenendtage kündigt deutlich niedrigere Temperaturen (wenn auch noch immer über 20°C) und Regen an.

Reading sheet music electronically

Cantio belgica

About nine months ago, I restarted playing pipe organs. I focussed on playing, though not exclusively, french composers of the baroque era. The International music score library project hosts tons of free scores in PDF and even MIDI formats. I immediately tried to use electronics to display them, but switched to printing on paper sheets soon since I didn’t find a convincing solution.

Since my repertoire is growing, the desire for a digital solution still exists. Many musicians nowadays use software installed on a tablet to display scores. That’s great for single page scores (like lead sheets). But as soon one page is not sufficient (or the tablet provides a small display), scrolling becomes a mandatory feature. To do so, singers usually can tap on the touch screen to turn pages. Trumpet players can use a wireless bluetooth pedal (like the PageFlip Cicada or the AirTurn). Piano players in a combo still have the option to just drop a couple of notes of the left hand while turning pages.

Unfortunately organ players need both hands and feet to play the instrument, and dropping notes often is not an option. Physically I can at least place two or three sheets of paper (letter respectively A4 size) beneath one another. For longer pieces, it often still is possible to arrange the sheets in a way that they can be turned at a suitable occasion. Further, it is quite easy to add annotations using all kind of stationery. The disadvantage is that it becomes unconvenient to manage the scores as soon as the collection grows, and carrying the stuff around also becomes more and more inconvenient.

The advantage of tablets include the small size, the capability of arranging the required scores in setlists before a gig, sharing scores with annotations within a combo, and at least theoretically making page turns much easier than with physical sheets.

The disadvantage of tablets include the danger of broken displays in case of a fall, the danger of a drained battery and the limitation of the screen size (the typical 10 inches is even too less for displaying one single traditional A4 page).

The only application I know of that provided touch free page turns is piaScore for iOS (demonstration video). Unfortunately the feature was dropped due to technical issues. None of the other candidates (like Zubersoft’s popular MobileSheets or Orpheus for Android devices) has integrated such gestures. Since the tablets usually have built-in mikes, a further workaround could be speech recognition, but I didn’t find any application that included such a feature for page turns. I additionally checked plain PDF readers but to no avail.

Verdict? Using a tablet for displaying scores is an option. It works as long as the score does not exceed the size of one page, or in case the notes are set in a manner that the player can free one of the hands or feet at the end of a page. Even that those conditions are met, a physical backup of the notes is still useful just in case the battery unexpectedly drained or, even worse, the tablet got damaged due to an accident.

I’ll probably start using a tablet for pieces that meet the aforementioned conditions. Not because it really is advantageous, but to stay connected to the further technical development.

Playing the Dubois organ for some family members

Yesterday, after three times of practicing, I was allowed to play the Dubois organ for some family members. Taking the usual glitches and inaccuracies aside, I got the program played rather well, except the Basse de Cromhorne, where I didn’t manage to play the many eights reliably.

As a result of what I achieved so far, the next steps are:

  • Gain reliability. I’m still making too many faults.
  • Gain (rhythmic) precision. This is key for a joyful user experience.
  • Pay more attention to articulation. This can almost automatically be achieved by the aforementioned points.
  • Broaden the repertoire. Currently I can just play a fistful of pieces.

During the last nine months since I restarted to play pipe organs, I learned plenty of things. Last but not least, my left hand playing did profit from the french baroque music I’m currently playing. It’s a really rewarding hobby.

Playing a french baroque pipe organ

Today I was allowed to practice the baroque Dubois organ at Wissembourg, built 1766 (which means it recently celebrated its 250th birthday).

The console of the instrument is a feast for the eyes, and it sounds absolutely overwhelming. Four hours passed in the blink of an eye.

Two minor issues caused that I was unable to play the pieces fluently. Firstly (and foremost), the pedalboard is relatively small, so I cannot use techniques like heel-toe-playing. I was unable to play eigth notes accurately with the toes alone. The second issue was the strong pressure point of the great organ. Typical french pieces (like Plein Jeu or Grand Jeu) additionally require to couple both manuals, so both pressure points are summed. The Grand Jeu I was playing includes 16th notes and was annotated to be played “Gayement” – which translates to something like “agile”. Tough stuff!

Additional to those great learnings, those four hours were some of the greatest since I play musical instruments. More of it :) !

Here’s what I’m currently playing:

  • Michel Corrette (1707 – 1795) – Premier Livre d’Orgue, Suite du IIe Ton (1737) – Concert de Flûtes
  • Abraham van den Kerckhoven (1618 – 1702) – Fantasia en do
  • Jean Babtiste Lully (1632 – 1687) – Ritournelle (Récit de Cornet)
  • Jean Babtiste Lully (1632 – 1687) – Rondeau (Dialogue sur les Flûtes)
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676 – 1749) – Premier Livre d’Orgue, Suite du IIe Ton (1710) – Plein Jeu
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676 – 1749) – Premier Livre d’Orgue, Suite du IIe Ton (1710) – Basse de Cromorne
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676 – 1749) – Premier Livre d’Orgue, Suite du IIe Ton (1710) – Caprice sur les Grands Jeux