Anus Mundi

If you remember a little latin, you might know what »Anus Mundi« means (a vulgar german translation would read as »Arsch der Welt«). Still under the impression of my recent visit to Oświęcim, Poland, I wanted to get a bit of a clue what life was like in those infamous german concentration camps.

anusmundi.jpg


The author, Wieslaw Kielar, was imprisoned as one of the first 300 inmates sent to Auschwitz (he become number 290) in 1940. Though being an eye-witness, he wrote the book in a rather factual manner. He describes the various characters of people found in the camp, and reports about the daily struggle for survival. Cruelty, death and corpses were part of the camp life as was malnutrition. Kielar does different jobs and knows about various aspects of the camp, even selections, liquidations and the mass extermintations.

If you read the book, you cannot imagine that Kielar survived 5 years in such camps where your personal exitus accompanies you day by day. On the other hand, Kielar also shows how some inmates managed to get a little »freedom« inside the camp, which helped them to survive.

It was an excellent read, though 416 pages (german edition) densely populated with wee small letters waited to be processed. If you are capable of understanding a little german, Michael Jack’s german review might be of interest for you. During the next days, I’ll read a book of an other inmate of the Birkenau camp. I’ll post about it after I read it.

Here are some citations (sorry, german language):

»Als die Erschießungen begannen, ersetzte man die hölzernen Tragbahren durch solche aus Blech, von denen die Blutspuren leicht abzuwaschen waren.«

»Er war letzten Endes ermordet worden, weil der SS-Mann sich seinen Körper schon zu Lebzeiten für Forschungszwecke vorgemerkt hatte. Er wollte wissen, die die Leber eines Riesen nach drei Tagen ständiger Schläge aussähe.«

»Den Juden wurde gesagt, dass sie nach der erschöpfenden Arbeit Stärkungsspritzen erhalten sollten. Sie befanden sich auf dem Krankenbau, das konnte kein Mißtrauen wecken.
Klehr, im weißen Arztkittel, empfing sie einzeln in seinem »Behandlungszimmer«, wobei er hinter jedem Patienten die Türe sorgfältig schloß. Nach dem Eingriff, der jeweils erstaunlich kurz dauerte, sah er auf den Korridor und rief den nächsten auf.«

»Ihre Leichen verbrannte man in unserem Krematorium, wobei man vier Körper auf einmal in einen Ofen lud, um mit der Verbrennung nachzukommen. Der Verbrennungsprozeß wurde ebenfalls abgekürzt, wodurch die Körper nicht vollständig zu Asche zerfielen. Die nicht verbrannten Knochen wurden mit einem Holzklopfer zerkleinert, und wenn auf Wunsch der Familie eine Urne mit der Asche des Verstorbenen abzuschicken war, wurde Asche gesiebt, wobei sich die Überreste aller Toten mischten, bevor man sie in die Urnen tat. Nicht nur, dass die Familien nicht die Asche des im Lager zu Tode gebrachten Angehörigen erhielten, sie mußten auch noch gepfefferte Gebühren für die Übersendung der Urne zahlen. Hitlerischer Zynismus und brutale Herzlosigkeit feierten Triumphe, getreu dem Grundsatz: Pecunia non olet …«

»Es machte gar nichts, daß die Krematorien rauchten, daß in den mit Vergasten gefüllten Gräben menschliches Fett im Feuer brutzelte. Das Lager hatte genug zu essen! Das Lager atmete auf, weil die mit den Transporten beschäftigten betrunkenen SS-Männer nicht viel Interesse für die im Lager lebenden zeigten. Sie suchten nach Gold und stopften sich damit die Taschen. [...] Die Angehörigen des Sonderkommandos siebten auf Befehl der SS sogar die Asche der Verbrannten und suchten darin nach den nicht geschmolzenen Brillanten. Das aus den Zähnen gezogene Gold wurde zu Barren geschmolzen und in das Innere des Reiches geschickt, um die Kasse des im Zerfallen begriffenen Staates zu füllen. Die Reste wurden in die Felder und Teiche gestreut. Nur das menschliche Fett wurde vergeudet. In Auschwitz machte man keine Seife.«

Comments are closed.