The second book I just read about the mass extermination of jews during the second world war is called »We wept without tears« (»Wir weinten tränenlos…«) by Gideon Greif. It’s a compilation of various interviews he held with some survivors of the Sonderkommando of the extermination camp Auschwitz-Birkenau.
The eye-witnessers worked directly in the hell on earth. The have been forced to do the most incredible work during the Holocaust: They led the victims to the gas chambers, and after the gassing, robbed their goods, their hair, their golden teeth and finally burnt the corpses in the crematoria. Thus the name »Sonderkommando« which can be translated as »Special Unit«. What surprised me most was that the victims have been innocent even as they entered the gas chambers, which have been camouflaged like showers. Half an hour later they have been dead, gassed by Zyklon B.
The Sonderkommando inmates have been absolutely separated from all other inmates, and the Nazis killed them from time to time to keep the mass extermination as secret as possible. One of them, Shaul Chasan, who managed to »escape« to the concentration camp Mauthausen with the other inmates of Birkenau as the camp was evacuated, remembers that their guards also came to Mauthausen to grab them. He had luck and was not recognitioned.
The book is absolutely shocking. I can not imagine how civilized people can forget all of their education and create such a terror system as the Nazis did in germany. It seems that the Nazis had enough backup in the german population. Even if it came to the Holocaust. Being a german, I’m ashamed.
Shaul Chasan also reports that, after he returned to greece after the war, even his own brother didn’t believe him as he told that so many people have been murdered and burnt. It must have been really hard for him being called a liar.
Here are some citations taken from the book (sorry, but as I read the book in german, I cannot cite from the english texts):
»Einmal fanden wir einen lebendigen Säugling, der in ein Kissen eingewickelt war.[...] Wir brachten das Bündel zum Oberscharführer Moll mit der Meldung, das Kind lebe. Moll brachte das Kind an den Rand der Grube, legte es auf die Erde, trat ihm auf den Hals und warf es in das Feuer.«
»Moll kam herbei und schleppte ihn zum Ofen. Er verbrannte ihn den Kopf, und bevor er starb, mußte er gegen den Zaun laufen. Er lief tatsächlich gegen den Zaun und erhielt einen tödlichen elektrischen Schlag.«
Shlomo Dragon also reports that a woman victim, who came from the Bergen-Belsen camp, once shot a Nazi called Josef Schillinger:
»Die Frau wollte sich nicht völlig entkleiden und blieb im Büstenhalter und Leibwäsche stehen. Schillinger wandte sich ihr zu und schrie sie an: »Nein, ganz ausziehen!« und richtete seine Pistole auf den Büstenhalter. Die Frau öffnete den Büstenhalter, schleuderte ihn dem SS-Mann ins Gesicht und traf dabei seinen Arm. Die Pistole in seiner Hand fiel auf die Erde. Die Frau bückte sich rasch, ergriff die Pistole, zielte auf Schillinger und erschoß ihn auf der Stelle.«
Moll Once again:
»Einer von den Griechen, Jaques Benbenisti, war ein Maler. Den nahm Moll mit, damit er bei ihm im Hause Malereien anfertigte. Als er ihn zurückbrachte, erschoß er ihn auf der Stelle.«
»Einmal sah ich eine Frau, die mit einem kleinen Kind, einem Säugling, draußen geblieben war. Die Gaskammer füllte sich, die Türen wruden verriegelt, und die Frau und das Kind blieben draußen; wer weiß, vielleicht blieben auch noch andere, aber ich sah nur die Frau mit dem Kind. Ich sehe das noch, als sei es gestern gewesen – ein SS-Mann, ein Junge von achtzehn oder zwanzig Jahren, riß der Mutter das Kind aus den Armen und brachte es um, dann tötete er auch die Mutter. Beide hat er kaltblütig erschossen.
Nach diesen Verbrennungen, so erinnere ich mich, kam eines Abends ein Lastwagen voll mit alten Leuten, Kranken, Gelähmten, und mit Kleidern und allem schüttete man die von der Ladefläche des Lastwagens, wie man Kies ausschüttet, direkt in die Grube – lebend! Das habe ich zweimal gesehen – einmal am ersten Tag meiner Arbeit beim Sonderkommando und später, als weitere Transporte eintrafen, noch einmal – man warf die Manschen lebend in den Bunker – und verbrannte sie bei lebendigem Leibe.«
»Man erzählte mir, einmal sei eine jüdische Familie aus Deutschland gekommen. Der deutsche Wachtposten sei in Deutschland der Nachbar dieser Familie gewesen. Sie aßen und tranken die ganze Nacht gemeinsam, und am Morgen hat er jeden einzeln erschossen. So benahmen sich die SS-Männer.«
