Radical Focus

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Im Kollegenkreis fiel kürzlich das Stichwort OKR (Objectives and key results). Darüber bin ich auf »Radical Focus« von Christina Wodtke gestoßen. OKR werden eingangs kurz vorgestellt. Hernach folgt die fiktive Geschichte eines Startups, das mit OKR experimentiert. Abschließend gibt es einige Praxistipps.

OKR sind grundsätzlich sehr einfach zu verstehen. Ein Team setzt sich ein geschäftliches Ziel, reichert es mit ein paar messbaren Akzeptanzkriterien an und prüft regelmäßig, ob man sich dem Ziel auch annähert. Alle Aktivitäten sollten auf das Ziel hin ausgerichtet werden.

Deutlich schwieriger ist allerdings die Umsetzung in der Praxis. Das beginnt bereits beim Formulieren des Ziels. Beim Lesen hat mich noch gewundert, dass es OKR-Coaches gibt. Inzwischen habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, dass es sehr hilfreich ist, jemanden mit Erfahrung auf dem Gebiet zu konsultieren.

Im Buch kommt auch zur Sprache, dass man OKR über ein Unternehmen hinweg kaskadieren kann. Das dürfte dann aber nochmal einige Nummern schwieriger sein.

Mich hat es wiedermal daran erinnert, dass wir in der Produktentwicklung über Visionen, Roadmaps und Releasepläne, Sprint-Ziele und Backlog Items eine ganz ähnliche Kaskade aufbauen. In der täglichen operativen Arbeit verliert man das allerdings gerne wieder aus den Augen.

Ich kann das leichtgewichtige Buch allen Product Ownern und ihren Scrum Mastern empfehlen. Aufgrund seines geringen Umfangs und des leichtgewichtigen Inhaltes lässt es sich an einem trüben Sonntag gut konsumieren.