Dem Kaiser sei Dank – Mit dem Rad von Daun nach Wittlich

Bahntunnel „Großes Schlitzohr“

Bahntunnel „Großes Schlitzohr“

Über stillgelegte Bahnstrecken verlaufende Radwege zeichnen sich üblicherweise durch das Vorkommen von maximal dreiprozentigen Steigungen aus. Das gilt auch für den Abschnitt des Maare-Mosel-Radwegs zwischen Daun (Landkreis Vulkaneifel) und Wittlich kurz vor der Mosel.

Das Wetter war schlechter als es die Vorhersage vermuten ließ. In Daun war es bei Schauerwetter mit 16°C recht kühl und leicht windig. Es gab aber auch immer wieder sonnige und nahezu windstille Abschnitte.

Für Genussradler empfiehlt es sich, die Strecke ab Daun zu nehmen. Hier nimmt man zuerst die Steigung bis zum Tunnel “Großes Schlitzohr” und darf dann gleich die Abfahrt bis über Gillenfeld hinaus genießen. Ab Hasborn geht es dann bis Wittlich eigentlich nur noch “steil bergab”. Aufgrund der unsicheren Witterungslage hat es heute leider nicht bis nach Bernkastel-Kues im Moseltal gereicht.

Die Bahn bietet mit dem RegioRadler einen passenden Bustransfer an, bei dem die Räder auf einem eigens mitgeführten großen Hänger zügig verladen und entnommen werden können. Aufgrund eines großen Volksfestes war der zentrale Busbahnhof in Wittlich jedoch gesperrt. Glücklicherweise war nach der Weiterfahrt bis zum Hauptbahnhof in Wittlich-Wengerohr der Bus zu spät dran, sosnt hätte das zwei Stunden Wartezeit bedeutet.

Man sollte die Fahrzeit der Busse jedenfalls bei der Tagesplanung berücksichtigen. Die Fahrt von Wittlich zurück nach Daun dauerte bereits etwa eine Stunde, ab Bernkastel-Kues fast zwei. Das nächste Mal würde ich eher so planen, den Wagen morgens in Wittlich bzw. Bernkastel-Kues abzustellen, mit dem Bus nach Daun zu fahren, um dann die Strecke ohne Druck durch den Busfahrtakt abzufahren.

Die abwechslungsreiche Strecke ist fast durchgehend von bester Oberflächenbeschaffenheit, gut gesichert und die Tunnel beleuchtet (Bewegungssensor). Vor ein paar Tagen, als es noch wärmer war, hätte die Tour vielleicht noch etwas mehr Spaß gemacht. Allerdings steht zu vermuten, dass dann wesentlich mehr los gewesen wäre. Kann sein dass die Strecke demnächst im Herbst, wenn das Laub der vielen Bäume am Wegesrand fällt, deutlich unsicherer zu befahren ist.