Die Inbetriebnahme von Schuhspannern

Die “passive” Schuhpflege mit Schuhspannern ist für traditionell gefertigte Lederschuhe, die beim Tragen Feuchtigkeit aufnehmen, äußerst wichtig. Versäumt man das, ziehen sich die Schuhe beim Trocknen unschön zusammen, die Spitze hebt sich an, die Schuhe werfen unschöne Falten und verformen sich.

Leider bekommt man kaum noch Spanner, die tatsächlich zur Schuhform passen. Manche Händler bieten gar überhaupt keine Schuhspanner an. Man muss sich also separat welche besorgen, die dann auch noch halbwegs in den Schuh passen müssen.

Egal von welchem Anbieter, alle leiden unter den selben Problemen, die ich nach dem Kauf zuerst beheben muss.

  • Der eigentliche Spannmechanismus ist oft sehr schwergängig, was vor allem die Entnahme der Spanner aus dem Schuh erschwert. Daher sprühe ich in die Löcher mit der Feder erstmal etwas Teflon- oder Silikonspray.
  • Die meisten Knöpfe, die üblicherweise mit einer kleinen Stockschraube befestigt sind, drehen sich bei der Nutzung sehr leicht ab. Ich schraube sie daher vor der Inbetriebnahme ab und sichere die Gewinde mit einem Zweikomponentenkleber.
  • Manchmal sind die Knöpfe noch nicht mal ganz eingeschraubt. Das liegt oft an (verwachsenen) Ästen im Holz. In solchen Fällen muss ich das Loch im Holz vor dem Verkleben erstmal vorsichtig aufbohren. Für eine Schraube von 4mm Außendurchmesser eignet sich hierzu ein Bohrer von 3 oder 3,5mm.

Nach diesen Modifikationen leisten die Schuhspanner dann üblicherweise einwandfreie Dienste.

Am Rande: Das oben abgebildete Modell von Langer & Messmer 44/45 ist mir mittlerweile das liebste, da die hinten eingefräste Kerbe die Entnahme deutlich erleichtert, falls der Spanner mal etwas strammer sitzt. Sie sind zudem rund ein Drittel günstiger als die Modelle anderer Anbieter.