Covid 2 – die Lage am ersten Homeoffice-Freitag

Seit Montag habe ich die Wohnung nur für nötige Besorgungen verlassen. Das RKI vermeldete heute Vormittag weiterhin exponentielle Infektionsraten sowohl international als auch national. Die ersten Städte in der Umgebung, wie Landau oder Germersheim, verhängen weitere Sperren. Der Bund bereitet die Bürger zudem darauf vor, dass es ab Sonntag zu großflächigen Sperren kommen “kann”. Es steht zu vermuten, dass das somit bereits beschlossene Sache ist.

Bislang ist keiner aus meiner Familie betroffen. Ob ich selbst betroffen bin, weiß ich noch nicht, denn ich war bis Freitag noch im Büro. Aufgrund der teils langen Inkubationszeit muss ich somit noch abwarten.

Die Homeoffice-Tage machen zumindest mich ganz schön platt. Ich habe meine Masterworkstation weggeräumt und auf dem Ständer einen Steharbeitsplatz eingerichtet. Leider müsste ich den zur Höhenverstellung immer erst komplett abräumen, weshalb ich das nicht mache. Abends sind meine Füße platt und der Kopf komplett dicht. Üblicherweise ist man ja tagsüber auch immer wieder mal unterwegs. Das fällt jetzt komplett weg. Man schaut den ganzen Tag nur noch auf den Bildschirm. Dennoch bin ich derzeit dankbar darum, arbeiten zu können, ohne groß in physischen Kontakt mit anderen zu kommen. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Zustand noch Wochen, eher gar Monate andauern wird. Denn selbst wenn die Fallzahlen wieder nach unten gehen, sollten wie ja solange Vorsicht walten lassen, bis auch das letzte Infektionsnest halbwegs im Griff ist – weltweit. Ich vermute, dass das eher früher als später auch zur psychischen Belastung werden wird.

Schaun wir mal. So wie es aussieht werden wir umso schneller durch die Sache kommen, je mehr die Menschen das Abstandhalten diszipliniert durchhalten. Und die Politik beklagt leider dieser Tage, dass sich noch nicht alle Mitbürger an diese Regelung zu halten bereit sind.