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Korg logue synthesizers – Creating backups

Via the edit modes of the synths, it is possible to dump traditional SysEx data via MIDI and USB connections. The dumps can include either the currently selected program or all data.

Fortunately, Korg makes it more convenient to create backups via some Sound Librarian software, available for both the prologue and the minilogue xd. Korg even provides user manuals as PDF documents, which can be found within the .app bundle.

In case your synth is connected via a USB cable, the librarian automatically fetches the data of the synth. The file menu contains a couple of entires to save your data. Save as… creates a file with the extension . prlglib. It contains the 500 programs, the user scales, and the setlist data. Global data of the synth seems to be missing as well as user oscillators and user FX.

Besides such an exhaustive backup, the file menu also provides an entry named Save program data…. This creates a file with the extension .prlgprog. Such a file just contains a single program. As a consequence, the menu entry is disabled in case more than one program are selected in the Librarian software.

Either file type is just a zip archive. In case you are curious what they contain, just add the extension .zip to those files and extract them with your preferred archiver.

Pressing the respectively Send all buttons in the librarian will overwrite the corresponding content on your synth. So before loading third party programs, e.g. as downloaded from presetpatch.com for the prologue or minilogue xd, I recommend to do a proper backup first, so you can easily restore your synth to the previous state after listening to the new programs.

Updating the firmware of a Korg prologue

As with the minilogue xd, the prologue updater tool asks to consult the user manual for details how to boot the synth into update mode. Unfortunately, neither the german nor the english manual contain the information required. It’s simple. Just hold the buttons six and eight while powering the synth on and wait until the display reads as “Version Up Mode”. Just upgraded mine from 2.0 to 2.1.

Korg prologue and minilogue xd – Using liked programs aka favorites

Both synths provide a favorite system. Unfortunately they work differently and are hard to remember in case you only use them every now and then. So here’s a quick reference.

minilogue xd

You can register up to 16 favorites using the panel buttons:

  • Select the program you want to register.
  • Hold the Shift button.
  • Press the button which you’d like to serve as a shortcut to this program for about a second or so.

To recall:

  • Hold the Shift button.
  • Briefly press the button which represents the desired program.

prologue

To “like” or “unlike” a program:

  • Select the program you want to “like”.
  • Press button 4 for about a second or so.

To scroll through liked programs:

  • Ensure button 4 is lit.
  • Turn the Program/Value dial.

To scroll through programs by category:

  • Press button 2 multiple times to select the desired category.
  • Turn the Program/Value dial to scroll through the programs of the selected category.

To return to “normal” scrolling behaviour by program number:

  • Press button 1.
  • Turn the Program/Value dial to scroll through the programs one by one.
  • Press button 1 multiple times to jump forward by 50 program numbers.

The prologue provides further sorting modes and a live set feature. See page 12 of its user manual for details.

Der erste Corona-Sommer ist vorüber

Nachdem wir nach dem heißen und trockenen Sommer nochmal ein paar wunderschöne Spätsommertage genießen durften, werden die Temperaturen die nächsten beiden Wochen wohl erstmal deutlich unter 20°C liegen.

Obwohl es bisher sowohl tagsüber als auch nachts angenehm warm war, wird das Corona-Virus vom Menschen derzeit wieder stark verbreitet. In verschiedenen Städten (wie etwa in Hamm, Remscheid, Würzburg, Dingolfing oder München) liegt die Inzidenz innerhalb einer Woche wieder über (oder auch knapp unter) der kritischen Marke von 50 Fällen pro 10.000 Einwohner.

Anhand der Berichterstattung sieht es derzeit danach aus, als ob die Ursache dafür vor allem in Feiern unter Missachtung der derzeit üblichen Präventionsregeln zu finden ist. In Hamm soll eine mehrtägige Hochzeitsfeier für den Ausbruch gesorgt haben. Hier wird erwogen, die Veranstalter in Haftung zu nehmen.

Bundesweit werden heute 2143 neue Fälle vermeldet. Andere europäische Länder werden zunehmend zu Risikogebieten erklärt.

Interessant zu wissen wäre, woher der plötzliche Anstieg kommt. Gefeiert wurde über den gesamten Sommer, nicht erst jetzt. Unvorsichtig waren die Teilnehmer dabei sicher auch schon vorher. Ob die Ursache in Urlaubsrückkehrern zu suchen ist, die das Virus unwissentlich in die Breite getragen haben, ist erstmal unklar. Es steht jedenfalls zu befürchten, dass die Fallzahlen weiter zunehmen, da Feiern zunehmend in Innenräumen stattfinden werden. Keine angenehmen Aussichten für den Herbst und den Winter.

OB-Xd preset location

The OB-Xd, provided by George Reales via discoDSP (and source on GitHub), is an excellent virtual analogue synthesizer emulation. It is not only available as a plugin for several DAWs, but also as a standalone app.

VSTs store individual presets as FXP files, or collections (aka banks) of them as FXB files.

In case you have downloaded an FXB file and want to install it for use in the stand alone app on a Mac, simply place the FXB in
/Users/YourUserName/Documents/discoDSP/OB-Xd/Banks/

Vom Keltenfürsten zum höchsten Punkt des Vulkanradweges

Bei Glauberg in der Wetterau findet sich neben der alten Kulturlandschaft auch das archäologische Museum »Keltenwelt am Glauberg«, in dessen Mittelpunkt der Keltenfürst steht.

Ferner verläuft durch Glauberg der Vulkanradweg, dessen höchsten Punkt man nach rund 36 km in Hartmannshain erreicht. Hier finden sich neben Parkplätzen, zwei gastronomischen Betrieben und einem kleinen Tankstellenshop auch ein guter Einstiegspunkt in den Bergmähwiesenpfad.

Die Oberfläche ist fast durchgehend makellos asphaltiert. Die Steigung ist mäßig, zieht sich allerdings von Gedern bis Hartmannshain etwas dahin. Bei gemütlicher Fahrweise lassen sich die rund 445 Höhenmeter (durchschnittliche Steigung 1,4 %) auf dem Trekkingrad (also ohne Akkupack und Elektromotor) in rund drei Stunden bewältigen.

Auf dem Rückweg läuft das Rad bis Lißberg (rund zwei Drittel des Rückweges) fast komplett von alleine, der Rest benötigt vernachlässigbares Zuarbeiten. Dennoch benötigt man für den Rückweg noch immer rund 2 Stunden. Wer den Aufstieg nicht selbst meistern möchte, kann wohl auch den Radbus nehmen. In Hartmannshain lassen sich offensichtlich auch Inliner und Skater gerne von Familienangehörigen aussetzen und später wieder einsammeln.

Von den drei heuer gefahrenen Bahntrassenradwegen ist der Vulkanradweg, zumindest auf dem gefahrenen Abschnitt von Glauberg bis Hartmannshain, der landschaftlich reizvollste.

Neulich, als Corona-Viren Parties feierten

Weltweit nehmen die Corona-Fälle, beispielsweise in Österreich, Tschechien, Frankreich oder Israel (Lockdown), wieder deutlich zu. In Deutschland ist es noch vergleichsweise ruhig.

Derzeit berichten die Medien hauptsächlich über einen Fall aus Garmisch-Partenkirchen. Eine Frau in den 20ern sei aus dem Urlaub zurückgekehrt, aufgrund von Symptomen zum Test gegangen, in Quarantäne geschickt worden, am darauffolgenden Tag im Nachtleben aktiv gewesen und am darauffolgenden Tag mit einem positiven Ergebnis konfrontiert gewesen. Schnell wurde sie als “Superspreaderin” bezeichnet. Die Sachlage könnte sich allerdings auch als etwas weniger eingängig darstellen. So schreibt die Süddeutsche mittlerweile Corona-Tests in Garmisch-Partenkirchen: Überraschend negativ. Ungeachtet dessen ist Garmisch derzeit Corona-Brennpunkt.

Die Vorkommnisse zeigen vor allem, wie schnell das Virus weitergegeben wird und wie gefährlich es daher ist. Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen mag lästig sein, vor allem für Menschen, die das aus beruflichen Gründen den ganzen Tag über durchziehen müssen. Aber verglichen mit den Konsequenzen, die wir alle tragen müssen, wenn wir nicht darauf achten, stellen sie doch das deutlich kleinere Übel dar.

Hochsommer im September 2020

Erneut hat uns der Hochsommer fest im Griff. Selbst nach Einbruck der Dunkelheit zeigt das Thermometer noch Temperaturen über 20°C an.

Ab übermorgen sollen die Tagestemperaturen dann unter 30°C im mittleren 20er Bereich liegen. Niederschläge sind jedoch bis Ende des Monats eher weniger zu erwarten.

Bahntrassenradeln – Ruwer-Hochwald-Radweg (Pluwig-Hammer – Reinsfeld)

Nach dem viel zu heißen August werden wir derzeit mit bestem Spätsommerwetter belohnt. Zeit ein paar Radtouren nachzuholen. 100 km müssen es, hin und zurück, dann doch nicht gleich sein. Der Ruwer-Hochwald-Radweg im Hunsrück (Homepage, Wikipedia) lässt sich aber natürlich auch in Teilen befahren. So bietet sich in Pluwig-Hammer ein guter Einstiegs- und in Reinsfeld, gegebenenfalls nach Unterstützung der lokalen Gastronomie, nach 29km ein guter Umkehrpunkt. Das hat den Vorteil, dass es auf dem Hinweg bei einer Steigung von rund einem Prozent fast nur bergauf und zurück fast nur bergab geht. Wer gern mit “kleinem Gepäck” reist, findet in Kell am See direkt an der Strecke einen kleinen Rastplatz, einen Getränkeautomaten, ein Restaurant und um die Ecke einen Supermarkt.

Achim Bartoschek (bahntrassenradeln.de) schreibt:

Zwischen Trier und Hermeskeil ist eine neue rheinland-pfälzische Traumroute entstanden, die einen Meilenstein in der radtouristischen Erschließung der Region Ruwer-Hochwald darstellt. Nach Eröffnung der Anbindung von Hermeskeil ans saarländische Radwegenetz im Mai 2010 fehlt jetzt nur noch eine adäquate Anbindungen nach Trier.

Die Strecke ist tatsächlich enorm gut in Schuss. Die Bankette sind gemäht, die “Leitplanken” und Rastplätze gepflegt, die Oberfläche durchgehend makellos asphaltiert und die Wegführung weitestgehend kreuzungsfrei. Sie wird daher von Wanderern bis zu Rennradfahrern auch gut angenommen.

Endlich mal in Lüneburg gewesen

Neben Lübeck ist natürlich auch Lüneburg ein äußerst attraktives Reiseziel. Die uralten Backsteinbauten sind hier mindestens genauso schief wie dort, nicht zuletzt bedingt durch Bodenbewegungen durch die ein gutes Jahrtausend währende Salzgewinnung, der unter anderem die Marienkirche und die Lambertikirche zum Opfer fielen.

Von den drei verbliebenen Altstadtkirchen ist neben St. Michaelis und St. Nicolai St. Johannis als Arbeitsplatz Georg Böhms besonders interessant. Neben der 2010 erbauten, französisch-symphonisch geprägten Chororgel findet sich hier ein historisches Instrument, das, wie üblich, im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut wurde, unter anderem während der Zeit Böhms. An dem Instrument konnte ich zweimal Joachim Vogelsänger hören. Passend zum Instrument gab es Werke von Bruhns (Präludium in e-Moll, “das große”), Sweelinck (Echofantasie in d) und Bach (Passacaglia und Fuge c-Moll, an die ich mich bislang selbst nicht gewagt habe).

In St. Nicolai steht ein typisch deutsches Instrument der Romantik von 1899, das zu Beginn des dritten Jahrtausends auf den Zustand zur Erbauungszeit zurückgesetzt wurde. Hier konnte ich im Rahmen des Lüneburger Orgelsommers ein beeindruckendes Konzert von Michal Markuszewski hören, der gut zum Instrument passende LIteratur ausgewählt hatte und das Instrument wie seine Westentasche zu kennen schien.

In St. Michaelis konnte ich keines der Instrumente hören, in der Unterkirche hat eine Organistin immerhin geübt.

Über das Konzertangebot hinaus hat Lüneburg natürlich jede Menge mehr zu bieten. Für Musikliebhaber ist die Stadt allerdings ein wichtiger “Wallfahrtsort” :) .

Corona-Urlaub in Deutschland

Pandemiebedingt war Reisen mit den Zug oder gar eine Flugreise heuer nicht sonderlich attraktiv. Bei Auslandsaufenthalten stand außerdem zu befürchten, dass sich der ein oder andere Corona-Brennpunkt entwickeln würde, wie es mittlerweile auch geschehen ist.

Anders als befürchtet ist der mittlerweile 11 Jahre alte Touran mit knapp 165 000 km in der ersten Augustwoche ohne Sonderreparaturen durch Haupt- und Abgasuntersuntersuchung sowie Wartung (inklusive Ölwechsel) gekommen.

In den letzten Tagen sind für diverse Ein- und Mehrtagestouren 4500 km dazugekommen. Dass unsere Autobahnen weiterhin über weite Strecken saniert werden, macht sich in der Durchschnittsgeschwindigkeit bemerkbar. Die Reisezeiten summieren sich daher auf über 40 Stunden. Die Touren haben sich aber allesamt gelohnt.

Das Fahrzeug habe ich nurmehr gut 4 Jahre im Einsatz. Daher hier die derzeitigen Nutzungsmetriken. Bei den Kilometerkosten machen sich die 4500 km ganz schön bemerkbar:

Gesamtkosten: 32.590,92 €
Nutzungsdauer: 49 Monate
Laufleistung: 82575 km
Kosten pro Monat: 665,12 €.
Kosten pro Kilometer: 39 ç

Bahntrassenradeln – Fritz-Wunderlich-Weg (Kusel-Freisen)

Die Wettervorhersage ließ mit Temperaturen bis maximal 20°C, erhöhtem Niederschlagsrisiko und Windgeschwindigkeiten von 18 km/h (bzw. bei Böen das doppelte) nicht das beste Radfahrwetter erwarten. Da es die kommenden Tage nicht besser aussieht, habe ich mich aufgemacht, um die für einen Brückenabriss voll gesperrte A6 bei Kaiserslautern miterleben zu dürfen. Die Umfahrung über Nebenstrecken nebst Staus vor allen Kreisverkehren war sicher für alle Teilnehmer das absolute Highlight des Tages :) .

Aufgrund der Witterung hatte ich mir nur die 20 km des Fritz-Wunderlich-Weges von Kusel bis Freisen vorgenommen, um im Bedarfsfalle schnell zurückradeln zu können. Vom AOK-Parkplatz aus fand sich auch ein perfekter Einstiegspunkt.

Achim Bartoschek (bahntrassenradeln.de) schreibt:

Schon etwas betagt, nicht asphaltiert und dennoch: Dieser ruhige, langsame Weg gehört zu den schönsten Bahntrassenradwegen in Deutschland. Zwischen Freisen und Kusel passiert man vom Autoverkehr fast unbehelligt die "Eiserne Brücke", das Oberkirchener Viadukt, zwei Tunnel und weitere Brücken.

Die Oberfläche ist fest, mit Splitt belegt und lässt sich sehr gut befahren, auch wenn nicht ganz Geschwindigkeiten möglich sind, die auf Asphalt möglich wären. Von Kusel auf rund 280 HM sind bis Freisen etwa 240 HM zu “bewältigen”, was durch die permanente leichte Steigung von rund 1,2 % kaum wahrnehmbar ist. Beim Aufstieg habe ich an etlichen Stellen noch Daten für OpenStreetMap aufgenommen und daher rund 2h benötigt. Für die Abfahrt, auf der das Rad über weite Strecken angenehmerweise (wenn auch gerade eben so) von alleine gelaufen ist, war eine Stunde nötig. Auf Asphalt hätte die Abfahrt auf jeden Fall so richtig Spaß gemacht :) .

Es hätte noch ein klein wenig wärmer sein dürfen. Der Wind war kein größeres Problem, da fast die gesamte Strecke von Bäumen gesäumt ist oder auch oft als Hohlweg verläuft.

Eisenbahnnostalgiker kommen wahrscheinlich am Bahnhof Schwarzerden, an dem die noch bestehende Ostertalbahn endet, auf ihre Kosten.

Ein paar Brücken können derzeit nicht befahren werden:

  • Zwischen Ruthweiler und Thallichtenberg werden seit dem 9. Dezember 2019 Felssicherungsarbeiten durchgeführt, weshalb eine Umleitung über die Landstraße ausgeschildert ist. In Thallichtenberg steht ein Hinweis, dass es wohl auch Probleme mit Eichenprozessionsspinnern gibt.
  • Die Eiserne Brücke kurz vor Freisen ist gesperrt und wird über einen Waldweg umfahren.

Am Ende der Bahntrasse in Freisen kann man über die neu hergerichtete Schulstraße in die Ortsmitte abfahren. Das hat sich jedoch nicht gelohnt. Dort befinden sich einige Geschäfte, die allesamt geschlossen waren und nicht den Eindruck machten, dass sie nochmal irgendwann öffnen wollten. Immerhin liegt in der unteren Schulstraße eine kleine Eisdiele.

Die Qualität der OSM-Daten ist schon recht gut. Dennoch sind auch nach meinen Edits noch Details verbesserungswürdig, etwa fehlende oder nicht perfekt positionierte POIs oder nicht ganz korrekt angelegte Kreuzungen.

Wann und wo tauchte Corona eigentlich zum ersten Male auf?

Wikipedia behauptet bislang:

2017 wurde in Wuhan für 44 Millionen US-Dollar (300 Millionen Yuan) ein Biolabor für Forschungen an gefährlichsten Krankheitserregern (BSL-4) fertiggestellt.

Die weltweit ersten Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten und daran erkrankten, stammten aus Wuhan. Ende November 2019 traten dort die ersten Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung auf. Von Wuhan aus verbreitete sich das Virus binnen Monaten in der ganzen Welt.

Mittlerweile gibt es Hinweise, dass das Virus möglicherweise bereits am 16. November 2019 im Elsass aufgetreten ist, wie die Tagesschau vorgestern berichtete. Auch Wikipedia liefert entsprechende Hinweise:

Als Patient Null ist inzwischen ein 55-jähriger Mann aus der Provinz Hubei im Verdacht, der sich bereits am 17. November 2019 infiziert haben könnte. Mittlerweile wurde in Frankreich in der Nähe von Paris durch retrospektive Analyse ein Fall im Dezember 2019 nachgewiesen. Der Patient hatte keinerlei Verbindungen zu China/Wuhan, seine Frau arbeitete aber nahe dem Flughafen in einem Supermarkt. Einen noch früheren Verdacht auf Patientin Null gibt es auch im Elsass/Frankreich vom 16. November 2019.
Es zeigte sich also, dass nicht alle frühen COVID-19-Fälle mit dem Markt in Verbindung gebracht werden können und die Historie des Ausbruchs wohl komplizierter ist als ursprünglich angenommen.

Als Entstehungsort des Virus gilt nach wie vor Südchina, es wurde aber mutmaßlich schon vor den Ereignissen in Wuhan weltweit verbreitet. Dort fand es zwar zum ersten Male besonders gute Voraussetzungen für eine massenhafte Weiterverteilung (Superverbreitungsereignis), ähnliche Brennpunkte hätten sich aber wohl jederzeit auch andernorts entwickeln können.

Möglicherweise entstand das neue Virus durch Mutation in einem Wirtstier und wurde anschließend an Menschen weitergegeben. Bedingt durch den globalen Reiseverkehr kann es dann sehr schnell über große Distanzen verbreitet werden. Besonders übel an dem Virus ist wohl, dass Infizierte bereits ansteckend sind, selbst wenn Sie selbst noch keinerlei Symptome wahrnehmen. Beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten und Niesen werden infektiöse Tröpfchen abgegeben, die im “besten” Falle direkt in Mund und Rachen anderer Personen gelangen (“Tröpchenübertragung”). Die Viren bleiben wohl auch außerhalb des Körpers noch für einige Zeit ansteckend und können somit einerseits durch die Atemluft (Aerosole) als auch über kontaminierte Oberflächen (“Schmierinfektion”) aufgenommen werden.

Insofern scheinen die üblichen Gegenmaßnahmen allesamt sinnvoll zu sein:

  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung senkt das Risiko, dass Infizierte, die noch nicht wissen, dass sie infiziert sind, andere durch direkte Tröpchenübertragung anstecken. Inwieweit die “Masken” helfen, die eigene Aufnahme von Viren durch Aerosole zu reduzieren, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Sollte man sich in einem Raum befinden, dessen Luft bereits stark kontaminiert ist, besteht vermutlich nach wie vor ein hohes Risiko einer Infektion. Das hängt von der Filterfähigkeit der Maske und davon ab, wie dicht die Maske zum Gesicht hin abschließt. Mir ist nicht klar, inwieweit die Augen ebenfalls ein Einfallstor bilden.
  • Das Abstand halten zu anderen Menschen verringert ebenfalls das Risiko einer direkten Tröpfcheninfektion, denn vor allem größere Tröpfchen sinken recht schnell zu Boden. Die üblicherweise empfohlenen eineinhalb Meter scheinen mir allerdings nicht sonderlich großzügig bemessen zu sein.
  • Hygienemaßnahmen, wie das Waschen und Desinfizieren der Hände als auch die Hände möglichst aus dem Gesicht zu lassen, beugen Schmierinfektionen vor. Es hilft sowohl dabei, dass unwissentlich Infizierte Viren auf Oberflächen hinterlassen als auch dabei, dass noch nicht Infizierte von Oberflächen aufgenommene Viren an die eigenen Schleimhäute übertragen.
  • Geschlossene Räume sollten möglichst gut gelüftet werden, um eine mögliche Konzentration von Viren in der Atemluft gering zu halten.

Endlich mal in Lübeck gewesen

Mit Lübeck, das schon lange auf meiner Liste steht, verbindet man einiges: Hansestadt, Holstentor, Marzipan, Gänge und Höfe, Literatur- und Musikzentrum. Wer nur wenig Zeit hat, stürmt am besten durch das Holstentor direkt zur Kultur- und Universitätkirche St. Petri, um die Stadt aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Allerdings ist die Stadt Einheimischen zufolge heuer coronabedingt stark überlaufen. Man sollte daher bis zu einer Stunde Wartezeit mitbringen, es sei denn, man kann schon kurz vor Öffnung um 11h vor Ort sein. Ähnliches gilt für das Hansemuseum. Auf halber Höhe der Zugangstreppe steht ein Schild mit der sinngemäßen Aufschrift »Ab hier weniger als eine Stunde Wartezeit«.

Wer genug Zeit mitbringt, wird auf der Altstadtinsel die vielen historischen Backsteinbauwerke, die sich im Laufe der Jahrhunderte enorm gesetzt haben, bewundern, Kirchen und Museen besichtigen und sich über die zahllosen Restaurants und Cafes freuen.

Für mich ist natürlich die Marienkirche als Wirkstätte von Franz Tunder und Dieterich Buxtehude von besonderem Interesse. Am Donnerstag spielte deren Nachfolger Johannes Unger auf der Hauptorgel von Kemper Werke von Rheinberger, Schumann und Liszt, darunter »Fantasia und Fuge über B-A-C-H«. Das Programm war somit stark durch die Romantik geprägt.

Am Freitag spielte Arvid Gast an den beiden Orgeln der Jakobikirche ein Programm mit Werken von Buxtehude, Bach, Danksagmüller, Dupré und Vierne. Ein schöner Abschluss, bevor es mich am Samstag wieder gen Süden zieht. Von der Lübecker Altstadt war ich angenehm überrascht. Natürlich informiert man sich schon vor dem Besuch, aber so schöne Städte hat Deutschland, nicht zuletzt kriegsbedingt, nicht viele zu bieten.

An diesem Wochenende kühlt es nach der Hitze der vergangenen Tage merklich ab und in mehreren Bundesländern enden die Sommerferien, was sich bis Hannover am Reiseverkehr bemerkbar machte.

Die Corona-Neuinfektionen erreichen wieder Werte vergleichbar mit April, Offenbach muss zu Gegenmaßnahmen greifen, da die kritische Infektionsgrenze erreicht ist und Reiseregionen in Kroatien werden zu Risikogebieten erklärt. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Infektionsgeschehen in den Herbst hinein weiter entwickeln wird.

Roland Lopes an der Dubois-Orgel in Wissembourg

SAMSUNG CSC

Wie Christian Robischon letzte Woche war heute auch Roland Lopes bereits zum dritten Male in Weißenburg zu hören. Auf ihn freue ich mich jedesmal besonders. Das liegt an an der Auswahl der Stücke, seiner Registrierung, seiner Spielweise und auch daran, dass er gerne Transkriptionen von Werken mitbringt, die man nicht so oft an der Orgel hört. Hatte er am 5. August 2012 und am 30. Juli 2017 noch Transkriptionen von Jean-Babtiste Lully im Gepäck, so gab es heute eine Traskription von Johann-Sebastian Bach und einige von Jean-Philippe Rameau, der nach Lully als der nächste bedeutende französische Barockkomponist gelten darf. Das Programm:

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Fantaisie en sol mineur (BWV 542)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Ouverture (Indes galantes)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Menuets (Indes galantes)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Musette en Quatuor (Platée)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Menuets en trio et en duo (Zoroastre)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Entrée (Boréades)
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764) – Passacaille (Hippolyte & Aricie)
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Largo de la 3ème sonate pour violon (BWV 1005)
  • Denis Bédard (*1950) – Suite du 1er ton (1993) – Plein Jeu
  • Denis Bédard (*1950) – Suite du 1er ton (1993) – Dialogue
  • Denis Bédard (*1950) – Suite du 1er ton (1993) – Récit
  • Denis Bédard (*1950) – Suite du 1er ton (1993) – Grand Jeu

Christian Robischon an der Dubois-Orgel in Wissembourg

SAMSUNG CSC

Coronabedingt habe ich heuer die beiden ersten Konzerte (Hans-Eugen Ekert am 2020-08-02 und Michel Bouvard & Yasuko Uyama-Bouvard am 2020-08-09) der Vésperales verpasst. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, wie Christian Robischon, der schon am 30. August 2015 und am 26. August 2018 zu hören war, erneut das Potential des Instrumentes zur Geltung brachte. Das Programm:

  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Prélude
  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Tierce en taille
  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Duo
  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Basse de trompette
  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Trio de flûtes
  • Jean Adam Guilain (ca. 1680-1739) – Suite du second ton pour le Magnificat (1706) – Dialogue
  • Jacques Thomelin (ca. 1635–1693) – Fugue sur «Ave Maria Stella» I
  • Jacques Thomelin (ca. 1635–1693) – Fugue sur «Ave Maria Stella» II
  • Jacques Boyvin (1649-1706) – Extraits de la suite du Sème ton – Prélude
  • Jacques Boyvin (1649-1706) – Extraits de la suite du Sème ton – Basse de trompette et dessous de cornet
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni I
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni II
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni III
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni IV
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni V
  • Samuel Scheidt (1587-1654) – Magnifikat 6 toni VI
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Extrait du Kyrie de la Messe – Cromorne en taille à 2 parties
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni Creator – Plein Jeu
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni Creator – Fugue à 5
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni Creator – Duo
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni Creator – Récit
  • Nicolas de Grigny (1672-1703) – Hymne Veni Creator – Dialogue sur les Grands Jeux
  • Michel Corrette (1707-1795) – Final du Magnificat en la majeur

Campus Galli

Wer Guédelon kennt, kennt wohl auch Campus Galli. Falls nein, kann man sich auch direkt auf der Webseite des Projektes oder via Youtube kundig machen.

Es gibt auch Kritik an dem Projekt. Tatsächlich fühle ich mich beim Besuch eher an einen Mittelaltermarkt als an ein unter archäologischen Gesichtpunkten belastbares Projekt erinnert. Was nicht heißt, dass der Besuch nicht spannend wäre – zahlreiche Besucher haben sich mit den Handwerkern ausgetauscht. Ich bezweifle lediglich, dass die Arbeitswelt im 9. Jahrhundert tatsächlich so ausgesehen hat :) .

Schön kuschelig warm

Erneut erleben wir einen heißen und trockenen Sommer. Das vergangene Wochenende habe ich daher bevorzugt in der – noch – kühlen Wohnung verbracht. Auch dieses Refugium hat sich allerdings am Dienstag, nach angenehmen 22°C in den Morgenstunden, im Verlaufe des Tages merklich aufgeheizt.

Heute Nachmittag gab es dann wenigstens ein kurzes Gewitter, so dass die Außentemperatur innerhalb kurzer Zeit von 34 auf 24°C gesunken ist. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist es allerdings noch immer unangenehm schwül.

Laut Progognose sollen die Temperaturen jetzt allmählich fallen, auch wenn für Sonntag nochmal eine Hitzespitze droht.

Und wie geht’s Corona eigentlich so? International steigen die Fallzahlen weiterhin deutlich, während national die Reproduktionsrate nur knapp unter dem kritischen Wert 1 liegt und die Vorkommen nicht mehr lokal begrenzt sind, sondern wieder stärker in die Breite gehen. Russland hat vollmundig die Freigabe eines Impfstoffes bekanntgegeben, die allgemein auf Unverständnis stößt.

Für mich gilt nach wie vor: Menschenansammlungen meiden, auch sonst direkte Kontakte möglichst meiden und zumindest in Innenbereichen artig Maske tragen. Ich hadere daher noch, ob ich am Sonntag ein Konzert besuchen soll. Letzte Woche habe ich mich noch gedrückt. Aber ich glaube am Wochenende werde ich das Risiko mal auf mich nehmen.

Wo Daten sind, wecken sie auch Begehrlichkeiten

»Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat ja nichts zu befürchten.« lautet eine landläufige Meinung. Da Restaurants (und andere Veranstalter) derzeit coronabedingt Gästelisten führen, muss klar sein, dass diese auch für andere als die angedachten Zwecke herangezogen werden. Die Polizei verteidigt naturgemäß ihr Vorgehen.

Solange unser Rechtsstaat halbwegs funktioniert ist das noch nicht kritisch. Dennoch zeigt sich erneut, dass es nur einen Weg gibt, Missbrauch effektiv zu verhindern – indem Daten erst gar nicht gesammelt werden. Leider ist das in usnerer heute hochgradig digitalisierten und vernetzten Welt nahezu unmöglich.