Category Archives: Biking

Schon fast Sommer – und das im April

20170409_Bienwaldweg

Über das Wetter in diesem Frühjahr kann man sich nicht beschweren. Gestern konnte man es am Grillplatz trefflich aushalten, und heute konnte man das erste mal ohne Jacke radfahren. Allerdings sollte man bereits achtsam sein, denn auch andere Erdenbürger wissen das sonnige Plätzchen auf der Bank im Wald sehr zu schätzen.

20170401_BienwaldZecke

Heute (und vielleicht noch morgen) ist erstmal der Höhepunkt erreicht, denn es soll Mitte der Woche und über Ostern hinweg wieder deutlich kühler werden.

Neulich, als mir der Chainglider die Freundschaft aufkündigte

20160807_163348_ChaingliderVersagtWeb

Zwischen 2006 und 2011 bin ich sehr viel Rad gefahren, was nicht ganz unerheblich mit meiner intensiven Arbeit (Daten sammeln, Daten in die Datenbank bringen, Software schreiben) am OpenStreetMap-Projekt zu tun hatte. Pro Jahr kamen bis zu 10.000 Kilometer zusammen. Ich musste lernen, dass man ein Rad für 600 € durch reines Nutzen innerhalb von 3 Jahren zugrunde richten kann. Wenn ich die reinen Anschaffungskosten (ohne Wartung, Reparaturen und zusätzliche Anschaffungen) betrachte bedeutet das Kosten von etwa 2 ç pro Kilometer (60.000 ç durch 30.000 Kilometer).

Inzwischen fahre ich deutlich weniger, was auch durch die seit 2012 stattfindenden sonntäglichen Vesperales bedingt ist. Dennoch hatte ich 2010 letztendlich entschieden, ein besseres, dauerhaft zuverlässiges Rad zu beschaffen und mich für ein Gudereit LCR entschieden. Mittlerweile kann ich sagen, dass das eine ziemlich gute Wahl war.

Lediglich mit dem Chain Glider konnte ich mich nie anfreunden. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Kette ist komplett umschlossen, so dass Umwelteinflüsse (Staub, Nässe, Rost, mechanische Einflüsse) ihr fast nichts anhaben können. Allerdings rattert das Teil gerne ziemlich nervig, sofern man nicht ausgiebig Kettenöl hinzufügt. Das wiederum aber sorgt dafür, dass man sich am Rad gerne mal schwarze Finger holt. Eigentlich habe ich auch deshalb eine Rohloff-Nabenschaltung, weil mich die Wartung und das Öl an einer Kettenschaltung nervt.

Nachdem der ChainGlider nervig ratterte, habe ich ihn erstmal entfernt. Das führte auf einem mit Splitt belegten Radweg dazu, dass die Kette von den Blättern sprang. Also habe ich den ChainGlider irgendwann wieder montiert und mit reichlich Öl das Gerattere minimiert. Das hat auch lange gut funktioniert.

Heute bin ich im Bienwald, wie so oft, über einige etwas holprige Schotterwege gehoppelt. Bisher nie ein Problem. In der Folge wickelte sich aber leider der ChainGlider auf dem Radweg zwischen Schweighofen und Altenstadt um die Pedalerie (siehe Ablichtung oben). Wenn ich genügend Zeit gehabt hätte, hätten nur die ölverschmierten Hände genervt. Dummerweise ist das aber kurz vor Altenstadt passiert, und zwar ziemlich genau 26 Minuten vor Beginn der Vesperale um 17 Uhr.

Der ChainGlider ist grundsätzlich eine sinnvolle Einrichtung. Ich bin allerdings Geräuschen beim Fahren gegenüber grundsätzlich etwas empfindlich eingestellt. Also Ölen, Ölen, Ölen. Ferner ist der ChainGlider nicht richtig formschlüssig passend zum Fahrradmodell einstllbar. Stattdessen gibt es ein paar Einstellungen, die “nach Gefühl” über Einkerbungen vorgenommen werden müssen. Und die Klemmvorrichtungen lösen sich offensichtlich auch mal unbeabsichtigt. Auf dem Rückweg vom Konzert ist das gleich nochmal passiert. Ich habe ihn jetzt abgenommen, so dass die Kette frei und ungeschützt liegt. Glücklicherweise trage ich gerne schwarze Jeans…

In den nächsten Tagen (am Samstag beginnt der Urlaub) werde ich also versuchen müssen, mitten in der Hochsaison beim Radhändler einen Termin zu bekommen. Ferner muss ich bangen, dass es den passenden Chainglider noch als Ersatzversion zu kaufen gibt. Ich werde sehen.