Category Archives: History

Die Deutschen zu Zeiten des Nationalsozialismus auf Kreta

Denkmal bei Ano Viannos

Spiegel Online erinnert an das Massaker von Ano Viannos 1943. Auch der Reiseführer »Kreta« von Eberhard Fohrer (Michael Müller Verlag 2007, ISBN 978-3-89953-365-1) erinnert auf Seite 482 an die Ereignisse.

Zwischen Pefkos und Ano Viannos erinnert ein Denkmal (siehe Bild oben) an die Ereignisse. Am Ortseingang von Kato Symi sind die Namen der Opfer verzeichnet. Besonders bedrückend ist ein Besuch in Epano Symi. Das Dorf wurde nach dem Massaker nicht wieder aufgebaut. Vor Ort kann man noch die die verkohlten Ruinen der Gebäude und die beiden Kirchen sehen.

In vielen anderen Orten finden sich ähnliche Denkmale. Grundsätzlich sollten sich alle Besucher als Gäste sehen und sich dementsprechend verhalten. Und als deutsche Besucher sollten wir mit gutem Vorbild vorangehen.

Denkmal In Mirtos

Die Omnipräsenz der Analogsynthesizer

Die Elektronik hat in den vergangenen 50 Jahren eine rasante Entwicklung hinter sich gebracht. Nach den 70er Jahren machten sich Digitalsynthesizer, die mit FM oder Samples umgehen konnten, breit. Bereits in den 90ern allerdings, befördert duch den Sigeszug elektronischer Popularmusik, erlebten die alten Analoggeräte eine Renaissance, und verschiedene Hersteller brachten ihre VA-Geräte (also digitale Emulationen analoger Synthesizer) auf den Markt.

Trotz immer leistungsfähigerer Hardware und immer ausgefeilterer Rechenregeln wurden in den letzten fünfzehn Jahren immer wieder auch Analoggeräte auf den Markt gebracht. Interessanterweise mischen auch die frühen Pioniere wieder kräftig mit. Es entstanden neue Instrumente oder Reinkarnationen legendärer Geräte. Im Vergleich zu digitalen Geräten sind sie anfälliger, können recht wenig und sind oft auf Monophonie (oder bestenfalls “Paraphonie”) beschränkt. Was macht den Reiz der Geräte aus?

Zum einen leistet sicher die einfache Bedienung einen Beitrag. Oft finden sich fast alle Parameter mit einem dedizierten Bedienelement auf dem Bedienpult wieder. Das Gerät lädt dazu ein, mit dem wenigen, was man hat, zu experimentieren, statt sich in den unendlichen Weiten eines Paramaterwaldes zu verlaufen.

Zum anderen haben die Geräte vor allem eines – Charakter. Den haben natürlich auch Digitalgeräte zu bieten. Aber eben gefühlt lange nicht so ausgeprägt. Ein Access Virus bietet beispielsweise unterschiedliche Filtersaturationskurven, und man kann ihn damit so richtig schön “zum Singen” bringen. Aber die Ruppigkeit eines MS-20-Filters erreicht man damit nicht.

Keyboards 02/03 2015 widmet sich passend dazu ganz dem Thema »Retro Analogue«. Hier eine unvollständige Auflistung einiger interessanter Kisten:

  • Minimoog Voyager. Anfang der 2000er vom Gottvater der Kompaktsynthesizer persönlich als Reinkarnation des originalen Minis entwickelt.
  • Moog Sub37. Wird gelegentlich als der eigentliche Nachfolger des Minimoog bezeichnet. Er klingt anders und weist ein anderes Featureset als der Voyager auf. Nach wie vor klingt er aber ganz nach Moog. Fast alle Parameter sind direkt über die Frontplatte erreichbar, weshalb das Display auch ganz bescheiden links oben statt in der Mitte sitzt. Leider stellen die Werkspresets sehr wenige Lead- und Bassklänge zur Verfügung, sondern setzen stark auf den (zugegebenermaßen sehr leistungsfähigen) Arpeggiator bzw. Sequencer. Aber wer braucht bei einem solchen Gerät schon Presets?
  • Xenophone Hypersynth. Yo. Der Hammer. Ich habe das Teil kürzlich im Laden hören können. Ein Glücksfall. Der Sub37 bietet einen artig klingenden Multidrive und keine Effekte. Der Hypersynth bietet einen Verzerrer mit verschiedenen Kennlinien und digitale Effekte. Der kann richtig schmutzig. Sehr geil. Die Wahl zwischen Sub37 und Hypersynth wird jedenfalls niemandem leicht fallen. Eigentlich will man beide haben :) .
  • Modor NF-1. Bietet “Pulsweitenmodulation” für Sägezähne und Dreiecke, ganz ähnlich dem Korg Z1. Gefällt mir gut.
  • Korg MS-20 in verschiedenen Ausführungen. Das Teil kann wirklich ruppig. Ich persönlich komme aber mit der Architektur (Verhalten der Hüllkurven, Patch Panel) nicht richtig gut zurecht. Das liegt aber an meiner Konditionierung.
  • ARP Odyssey von Korg. Die Überraschung überhaupt. Nicht mein Ding. Keine Speichermöglichkeit, zu kleine Tasten, keine Anschlagsdynamik, und mit allen Anfälligkeiten des Originals. Aber dennoch von Korg einfach der Hammer, der sich einiger Beliebtheit erfreut.
  • Mutable Instruments Shruti (seit Juni 2015 nicht mehr erhältlich).
  • Dave Smith Instruments Pro 2. Ich persönlich mag den Klang der Propheten mit den digitalen Oszillatoren nicht so gerne. Klingt irgendwie nach DSP. Ist aber persönlicher Geschmack.
  • Roland JD-XA. Ein Hybridgerät.
  • Dreadbox Murmux. Der Grieche unter den Synthesizern.
  • Tom Oberheim SEM.
  • MFB Dominion 1.
  • Arturia MiniBrute.
  • Vermona PerFourMer MKII.

Somit hat man heute bei der Wahl eines Analogsynthesizers wieder die Qual der Wahl. Der damit einhergehende Stress ist negativ, die Auswahl an Klängen positiv zu beurteilen :) .

La Citadelle de Bitche

The summer quickly was over. Since last (pentecost) sunday temperatures of about 12°C, wind and rain are back. Fortunately I still had a joker for such conditions on stock – a visit of the »Citadelle de Bitche« (official french and german pages, french and german wikipedia articles).

The fortification is based on a natural plateau of sand stone. Most buildings on its top have been destroyed during ww2 except for the basement or foundation walls.

However, many facilities are below the plateau’s level. They have been restored so that the visitors get an impression what it looked like about 145 years ago during the Franco-Prussian war (pictures can be found here and here).

Some mapping did already exist, but mainly as a rough sketch. I tried to improve the situation so that OpenStreetMap now shows more details.

That’s it so far. Schalten Sie bald wieder ein wenn es heißt “Besuch bei unseren geschätzten Nachbarn” :) .

First anniversary of the Inauguration of the Dubois organ

Almost one year passed since the inauguration of the Dubois organ at the abbey of Peter and Paul in Wissembourg. To celebrate the anniversary a nice concert took place yesterday from 8 PM to 10 PM.

Pascal Reber and Markus Eichenlaub played pieces of various composers. Three have been played using four hands by both artists. A screen has been used so that the audience could see the artists and their helpers working at the console.

I especially enjoyed the »Chaconne en fa mineur« of Johann Pachelbel, one of my favorites which I haven’t heard for ages.

Just like last year the instrument can be heard during the vespers each sunday at 5 PM (August 11 at 4 PM) between June 9 and September 15.

I’d like to thank all who helped to make this happen, especially the many volunteers.

OpenStreetMap mapping – Fossé antichar

Though it was a cloudy day, spring was back at about 12°C. Near an alsacien pass called Col du Pfaffenschlick, the Fossé antichar, part of the Ligne Maginot, was waiting.

At both ends of the anti-tank trench, the area is crowded by underground bonkers and pillboxes:

The street from Climbach to the Col du Pfaffenschlick crosses the trench:

The trench was not built straightforward. Instead, it is split into sections. Each of them ends in a dead end, secured by a bunker:

The next section starts as a junction a couple of meters before the bunker and usually is cranked:

A ditch follows the middle of the trench. Some parts are really muddy, and we had to cope with some little friends which have not been welcome.

I’d like to thank the non-mapping participants for being patient with me, eumiro and the ticks :) . To end this rather martial posting, here’s what spring looks like:

The very first ROMpler…

Though the Lichttonorgel was not a commercial success, it was the very first sample player ever. It was invented and developed by Edwin Welte, a member of the famous company known for their orchestrions and reproducing pianos. The latter instruments can be seen in action in several museums in the south-west of germany.

BTW: The piano roll they invented still can be found as an editor in many software sequencers to create and manipulate control events.

The Lichttonorgel can be seen as one of the predecessors of the Optigan and Orchestron, a competitor of the Mellotron. New sound disks for the Optigan are still available via optigan.com, including sound samples.

Neulich, als die KarlsruherInnen ihren Oberbürgermeister wählten

Heute haben die KarlsruherInnen das Stadtoberhaupt für die kommenden acht Jahre bestimmt. Überraschenderweise fiel die Wahl so eindeutig aus, dass eine Nachwahl unnötig wurde.

Von den sieben Kandidaten konnten zwei als Spitzenreiter gesehen werden, und eigentlich galt eine Stichwahl schon als ausgemachte Sache. Die Wähler entschieden sich jedoch dafür, gleich im ersten Anlauf für Klarheit zu sorgen.

Die fünf übrigen Kandidaten erhielten ca. 10 % der Stimmen. Der von der Union unterstützte Kandidat konnte sich immerhin die beachtliche Unterstützung von ca. einem Drittel der Wähler sichern. Der von der SPD, den Grünen, der Piratenpartei und der KAL unterstützte Kandidat erreichte deutlich mehr als die Hälfte der Stimmen.

Das vorläufige Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Wahlberechtigte: 218.143
Wahlbeteiligung: 42,23%

Ingo Wellenreuther: 35,40 %
Friedemann Kalmbach 4,46 %
Sascha Toni Oehme 0,39 %
Dr. Frank Mentrup 55,25 %
Niko Fostiropoulos 2,36 %
Jürgen Wenzel 1,52 %
Michael Böhm al. Hr. Kruscht 0,44 %
Weitere Personen 0,14 %

Mit dem Ablauf der Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers endet somit die langjährige Dominanz der Union in der Karlsruher Stadtpolitik. Zugegebenermaßen haben mich meine Mitbürger einmal mehr überrascht. Ich bin gespannt, ob die Union die kommenden acht Jahre zu nutzen weiß, um einen integren Kandidaten aufzubauen, dem die KarlsruherInnen zutrauen, die Stadt zu führen.

Bis dahin wünsche ich dem heute gewählten Kandidaten bestes Gelingen, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Les vesperales de l’orgue Dubois en Wissembourg

After its inauguration, the Dubois organ is used for a series of vespers during this summer, happening each sunday afternoon from 5 PM to 5:50 PM. Though the inauguration just happened one week ago, Daniel Maurer yesterday was in desperate need of tuning the lingual pipes of the backside positiv 15 minutes before the concert. He played the following pieces:

  • J.S. Bach
    • Choral »Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist« (BWV 667)
  • F. Couperin
    • Récit de Cornet
    • Cromorne sur la taille
  • J.S. Bach
    • Fantaisie en sol majeur (Très vitement, Gravement, Lentement) (BWV 572)
    • Choral »Meine Seele erhebet den Herrn« (BWV 243)
  • F. Couperin
    • Offertoire sur les grands jeux
    • Récit de Tierce en Taille
  • G.F. Haendel, Suite N°1 for a musical clock
    • A voluntary or a flight of angels (HWV 600)
    • Menuet (HWV 603)
    • Gigue (HWV 589)

Today Pascal Reber played the following:

  • Claude Gervaise, Danceries de la Renaissance
    • Pavane
    • Gaillarde
    • Branle de Champagne
    • Branle de Bourgogne
  • J.S. Bach
    • Choral »Herr Jesu Christ dich zu uns wend« (BWV 655)
    • Choral »Komm heiliger Geist, Herre Gott« (BWV 652)
  • Louis Nicolas Clérambault
    • Plein Jeu
    • Duo
    • Trio
    • Basse de cromorne
    • Flûtes
    • Récit de nazard
    • Caprice sur les Grands Jeux
  • Pacal Reber
    • Improvisation I
    • Improvisation II

I especially enjoyed the first block of ancient renaissance pieces. During the second improvisation, he played rather unconventional stuff, showing that the instrument is not only capable of reproducing classical music.

Two excellent concerts which I really enjoyed.

Inauguration of the Dubois organ of Wissembourg

The inauguration of »L’Orgue Dubois de l’abbatiale Sts. Pierre et Paul en Wissembourg« is over. There was an excellent presentation of the timbres of the instrument followed by a concert with pieces of Nicolas de Grigny (Veni Creator), Johann Sebastian Bach (Deux chorals de Leipzig), Georg Böhm (Partita sur le choral »Wer nur den lieben Gott lässt walten«) et Pierre Dumage (Suite du 1er Ton). Screens have been used so that the attendees could directly see what is happening at the organ’s console.

Once again I was completely overwhelmed by the sound of the instrument. And once again I noticed that the sound of famous instruments gains its living and breathing from little imperfections. Individual pipes have an individual chiff, some pipes rattle a bit when being played (especially lingual pipes), others are not tuned perfectly.

The presentation will be available as a recording in CD respectively DVD formats. The visitors got a nice printed handout (available both in french and german language) which provides valuable information of the history and restoration of the instrument.

From 2012-05-27 through 2012-09-30 each sunday free concerts will be provided between 5:00PM and 5:45PM. Obviously I’ll revive a hobby of mine and choose Wissembourg as the favorite destination of my sunday biking trips :) .

First Green Party Leadership of a German State

Winfried Kretschmann (by FishInWater, CC-by-SA, via <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Winfried_Kretschmann.jpg&filetimestamp=20100712123906">de.wikipedia.org</a>

Winfried Kretschmann (by FishInWater, CC-by-SA, via de.wikipedia.org

Baden-Württemberg is the southwestern state of germany, known for the black forest, Cuckoo clocks, apple trees, its automakers, and its strong economy. It was governed by the Christian Democratic Union for about 58 years.

After the last election, the green party formed a coalition with the Social Democratic Party. Today, Winfried Kretschmann has been elected as the minister-president, for the very first time for a member of the green party.

I doubt that this government really represents the mainly conservative inhabitants of this state. Actually, according to what I read, many people seem to fear the new government will degrade the economics. Additionally, there are some legacy issues they will have difficulties to cope with, e.g. the purchase of EnBW by Stefan Mappus or Stuttgart 21.

Others may desire dramatic changes. »Kretsch« and Nils Schmid of the SPD already announced a more democratic style of government, and promised better education as well as to enforce the nuclear power phase-out.

I personally find the two latter points very important. Thus I really appreciate the change. As I doubt that Kretschmann has a chance being reelected, I trust he really knows how to make use of the next five years.

The Lassithi Plateau on Crete (Updated)

The Lassithi plateau is an interesting geoformation. It’s almost a circlar area, completely circumvented by some mountains, up to 2148m in hight like the Δίκτη (Dikti). The plateau itself is about 800m above the sea level. There are only a few passes to enter it. One is the pass of Ambelos, where I took a panorama picture showing (from left to right) the Lassithi plateau south, the pass with some ruins of its windmills and then the sea north of it:

Panorama of the pass of ambelos

Panorama of the pass of ambelos

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Mapping roman remains in the Bienwald

The weather was really excellent the last two days, almost spring. So I did the first biking tour in 2009 yesterday. Only about 50 kilometers, but hey, it was the first tour this year – the season began :) .

In addition to former history mapping I visited an ancient roman highway. The remains I mapped are part of a huge highway, which went from Strasbourg over Speyer, Mainz, Cologne and Xanten to the north sea. There’s a project of the european union which aims at resurrecting this road for educational/recreational/touristic purposes. I started to the west of Hagenbach, where you can see a replica of a »Leugenstein«:

leugenstein_img_0414.jpg

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Mapping german-french history

Today (and two weeks ago) I’ve done some mapping in the Bienwald. Though the weather was not optimal, I needed a bit of physical activity. I wanted to map some minor paths and ways by foot which are not fun to be mapped by bike.

The Bienwald contains lots of ancient remains, which more or less all belong to the german-french history, such as the Mundat stones:

bienwaldmundatstein.jpg

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