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Der Notenanzeiger – elektronisches Papier

Nachdem sich eBook-Reader seit Jahren einiger Popularität erfreuen, könnte man erwarten, dass es auch welche im DIN A4-Format und vielleicht gar als DIN A3 geben sollte. Tatsächlich ist die Auswahl aber nicht sehr groß.

Sony bietet das DPT-RP1 mit 13.3″ als Nachfolger des DPT-S1 an. Die Vor- und Nachteile beim Anzeigen von Noten dürften ähnlich ausfallen wie mit einem Tablet – interessant somit erst für Werke, die länger als drei Seiten sind. Das Display scheint weniger zu spiegeln als übliche Tablet-Displays, ist jedoch auf externe Beleuchtung angewiesen. Ob sich das Umblättern ähnlich gut machen lässt wie beim Tablet würde ich gerne mal ausprobieren. Der “Ich kauf das mal spontan”-Impuls hält sich allerdings ob des Preises von rund 700 $ in Grenzen.

Ein ganz ähnliches Gerät findet sich als Onyx Boox eReader Max Carta. Die Bewertungen zeugen allerdings nicht von größter Kundenakzeptanz.

Deutlich interessanter sieht der der Gvido, Modell DMC-W1 (D1) von Terrada Music Score Co. Ltd. aus. Hier finden sich gleich zwei nebeneinander angeordnete Displays. Ob das Gerät in der Praxis einen so guten Eindruck hinterlässt wie im Video würde ich gerne mal ausprobieren, insbesondere das Umblättern über die im Rahmen verbauten Infrarotsensoren. Auch hier verhindert allerdings ein Preis von rund 1600 $ zuverlässig einem spontanen Impulskauf.

Die Geräte von Scora sind eher konventionelle Tablets. Das Doble besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Solos. Man kann diese auch separat verwenden, was allerdings mit Zusatzkosten verbunden ist. In der Abbildung sehen die Displays eher nach 16:9-Displays als nach A4-Displays aus. Immerhin werden sie als matt beworben.

Im Angebot finden sich zudem die großen Maestro-Displays in verschiedenen Größen. Diese sind von einer externen Stromversorgung abhängig und eignen sich somit weniger als Mobilgeräte. Das erinnert mich an meine ersten Versuche mit einem konventionellen Touch-Display und einem Raspberry als Rechner :) .

Attribute hilfreicher Fingersätze

Um sich ein Stück Musikliteratur halbwegs zuverlässig erarbeiten zu können, bedarf es eines Fingersatzes (auch Applikatur genannt). Eigentlich sollte man meinen, es gäbe für jedes Stück einen optimalen Fingersatz, denn schließlich haben die meisten Organisten nunmal nicht mehr und nicht weniger als fünf Finger an jeder Hand. Tatsächlich hängt der Fingersatz von einigen Parametern ab, wie beispielsweise den persönlichen Fertigkeiten bzw. Vorlieben, der angestrebten Interpretation et cetera.

Wolfgang Rübsam gibt einige Hinweise zum Thema »Hilfreiche und sinnvolle Fingersätze«:

  • Er empfiehlt, sich vom zwanghaften Legato zu verabschieden. Das ist inzwischen auch meine Erkenntnis. Anfangs schreibe ich Fingersätze, die mir ein Anschlagen der Tasten ohne zeitliche Lücken ermöglichen. Je besser ich ein Stück verstehe, desto mehr stellt sich aber oft heraus, dass ein Legato in vielen Passagen gar nicht wünschenswert ist. Insofern kann man durchaus mal mit einem Finger von einer Taste zur anderen hüpfen. Recht wertvoll ist auch der Hinweis, dass ein Bindebogen nicht unbedingt ein Legato erfordert, sondern gegebenenfalls auch einen Spannungsverlauf darstellen kann.
  • Die Empfehlung, stumme Fingerwechsel (Substitution) zu vermeiden, verblüfft mich. Meist wende ich diese Technik auf längeren Noten an, so dass man entspannt die Zeit dazu hat. Auf kürzeren Notenwerten mag ich sie aber zugegebenermaßen auch nicht.
  • Ebenfalls verblüffend finde ich die Empfehlung, öfter mal die Finger zu überkreuzen statt den Daumen unterzusetzen. Tatsächlich habe ich das bereits ausprobiert (beispielsweise in einer Passacaille von Lully), fand es aber extrem unzuverlässig. Aber vielleicht liegt das bisher nur daran, dass ich diese Technik nicht gut beherrsche.
  • Die ein oder andere Terzgrätsche (3-4, 4-5) findet sich durchaus an einigen Stellen in meinem Fingersätzen. Ich werde dankbar prüfen, ob ich sie eliminieren kann. Auf Terzläufe mittels 2-4, 1-5, 2-4, 1-5 möchte ich allerdings ungern verzichten – mir hilft das an einigen Stellen enorm.
  • Meine Fingersätze stets zu hinterfragen praktiziere ich bereits seit längerem. Allerdings wirft mich das Ändern eines bereits gewohnten Fingersatzes auch erstmal wieder aus der Bahn. Das ist aber kein Argument, einen als suboptimal erkannten Fingersatz beizubehalten.

Als Autodidakt bin ich sehr dankbar für das Dokument, denn ich konnte einiges daraus mitnehmen. Und man findet allgemein ziemlich wenig Hinweise zu der Thematik im Netz.

Der Notenanzeiger – zurück zum Papier

Von 2015 bis zum Sommer 2016 bestand mein Repertoire noch aus wenigen Stücken, die nicht länger als drei Seiten waren. Ich hatte sie ausgedruckt und nebeneinander aufs Notenpult gestellt. Das war zum Spielen praktisch, die Zettelwirtschaft erfordert früher oder später aber letztlich doch ein geeignetes Ablagesystem.

Inzwischen habe ich mich an drei längere Werke von sechs, acht und zehn Minuten gewagt. Die Noten bestehen jetzt aus deutlich mehr als drei Seiten. Ich habe die Stücke, nachdem die Fingersätze erarbeitet waren, ausschließlich mit einem Tablet, das annähernd A4-Größe bietet, gespielt. Es war initial nicht ganz einfach, eine funktionierende Werkzeugkette aufzubauen. Liegen die Noten aber endlich digital auf dem Tablett, komme ich bisher ganz gut damit zurecht. Vor allem bei längeren Werken finde ich das Umblättern am Tablet deutlich einfacher als physische Noten umzublättern. Allerdings gibt es immer wieder Noten, bei denen man weder mit Papier noch mit dem Tablet geeignete Stellen zum Blättern findet. Teilweise habe ich mittlerweile Stücke neu gesetzt, damit ich Einfluss auf diejenigen Stellen nehmen kann, an denen Umgeblättert werden muss.

Nach wie vor habe ich aber auch zwei- und dreiseitige Werke, bei denen es im Spielverlauf nahezu unmöglich ist, umzublättern. Das gilt vor allem für das Caprice sur les Grands Jeux von Clérambault, bei dem man mit dem Spielen derart beschäftigt ist, dass an ein Umblättern nicht zu denken ist.

Ich habe mir daher via epubli.de mein derzeitiges Repertoire in ein Büchlein drucken lassen. Zweiseitige Stücke liegen jetzt grundsätzlich auf einer Doppelseite, so dass Blättern komplett entfällt. Von dreiseitigen Werken habe ich nur die ersten beiden Seiten auf eine Doppelseite drucken lassen. Die dritte habe ich selbst ausgedruckt und mit Klebeband so eingefügt, dass ich sie zu Spielen ausklappen kann. Auch hier entfällt das Umblättern somit komplett.

Die längeren Werke habe ich auch in das Buch aufgenommen. Während ich aber mit dem Tablet so schnell blättern kann, dass der Spielfluss erhalten bleibt, gelingt mir das mit Papier überhaupt nicht. Ich werde also für längere Werke beim Tablett bleiben.

Obwohl ich ein Tablett mit ganz ordentlichem Display gefunden habe, ist der Kontrast des Druckwerkes, zumal das Papier matt ist und keinerlei Blend- und Spiegeleffekte auftreten, deutlich besser. Für einseitige Stücke werde ich daher ebenfalls beim Papier bleiben.

»7 Goldene Regeln des Orgelübens«

Wolfgang Rübsam gibt hier ein paar Tipps, die den Lernerfolg steigern können. Der Einstieg ist deutlich:

Organisten gelten gemeinhin als übfaul, nicht gerade übermotiviert zu harter und ausdauernd-disziplinierter Arbeit am Instrument

Ich war überrascht, dass er das Vermeiden von

Terzgrätschen der Fingergruppen 4-5 und 3-4

sowie

Unter- und Übersetzen

empfiehlt. Sieht danach aus, als dass ich demnächst ein paar meiner Fingersätze korrigieren werde.

An das Üben in Teilabschnitten und das Auswendiglernen der Werke habe ich mich noch immer nicht gewöhnt. Irgendwann werde ich auch hier noch den “inneren Schweinehund” überwältigen müssen.

Auch Cantus.org gibt ein paar Tipps, wie Unterricht aussehen sollte. Auch dieser Artikel wird mir bei der eigenen Übearbeit helfen.

Verblüfft hat mich, dass in beiden Artikeln der Hinweis auf die Wichtigkeit einer sauberen Rhythmik fehlt. Ein Metronom ist für mich ein unabdingbares Kontrollinstrument. Allerdings sollte man sich durch dauerhaften Gebrauch davon auch nicht abhängig machen.

Kleines Konzert auf der historischen Dubois-Orgel in Weißenburg

Ich bin außerordentlich dankbar dafür, dass ich hin und wieder auf dem wertvollen Instrument in Sts Pierre et Paul in Wissembourg spielen darf. Man sagt den deutschen Instrumenten den „Silber-“ und den französischen den „Goldklang“ nach. Das Cornet, das Plein Jeu (Prinzipalplenum) mit der tiefliegenden Fourniture (Mixtur), die Zungenstimmen wie Cromorne (Krummhorn) und nicht zuletzt das Grand Jeu klingen deulich anders als deutsche Instrumente. Zudem ist das Instrument im Vergleich zu jüngeren Vertretern drei Halbtöne tiefer und ungleich schwebend gestimmt.

Im Mai letzten Jahres hatte ich einige Stücke für meine Familie gespielt. Heute Mittag hatte ich erneut die Gelegenheit dazu. Hier die Auswahl:

  • Abraham van den Kerckhoven (1618 – 1702) – Preludium & Fuga sowie Fantasia in d
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Chaconne in f-Moll

Beim Üben im April sind die Stücke recht gut gelaufen. Leider nicht so letzten Sonntag. Gestern lief es besser, aber noch immer nicht so, als dass ich mich für heute Mittag gut vorbereitet fühlte. Allerdings ist es immer wieder so, dass es dann doch klappt, sobald es darauf ankommt. Dass ich in der Hektik des Spiels ein paarmal die Tasten nicht ganz sauber getroffen oder die Fingersätze nicht im wünschenswerten Maße berücksichtigt habe gehört wohl mit dazu. Erstaunlich gut bin ich mit dem verhältnismäßig kleinen Pedal zurechtgekommen.

Das Erarbeiten der Stücke hat mir im vergangenen dreiviertel Jahr sehr viel Freude, aber auch viel Arbeit bereitet. Daher werde ich jetzt erstmal eine kleine Pause einlegen. Ich vermute allerdings, sie wird nicht allzulange dauern.

Behringer Deepmind 12 – der neue Volks-Synthesizer?

ZittauKlaviaturBank

Ein Analogsynthesizer mit 12 Stimmen (sic!) für rund 1200€? Kann nichts taugen, so das schnelle Urteil. Dennoch hatte ich kürzlich beim Musikalienhändler des Vertrauens die Möglichkeit, den Deepmind 12 anzuhören.

Beim Durchhören der Werksklänge blieb zunächst die Skepsis. Die Patches waren reichlich mit dem Dressig der umfangreichen Effektsektion versehen – bei Digitalmaschinen war das oft ein Indiz dafür, dass der Grundklang eher “flach” ausfiel. Dank des Buttons “FX” direkt unter dem Display konnte man die Effekte aber ziemlich schnell abdrehen und sich auf den eigentlichen Klang konzentrieren. Ferner waren einige Klänge durch den Unison-Modus angedickt. Aber auch das ließ sich über das Panel schnell abstellen. Somit blieb der Grundklang des analogen Signalflusses übrig.

Die nächste Skepsis macht sich breit. Die Oszillatoren sind augenscheinlich in ihrer Wellenformpalette vergleichsweise eingeschränkt. Oszillator 1 liefert wahlweise Sägezahn und/oder Rechteckwellenformen. Letztere lässt sich in der Pulsbreite modulieren. Das Mischungsverhältnis der beiden Wellenformen ist nicht einstellbar. Sinus und Dreieck fehlen.

Jetzt würde man vielleicht einen identisch ausgestatteten zweiten Oszillator erwarten. Der ist allerdings noch spärlicher ausgerüstet und liefert lediglich eine Rechteckwellenform. Pulsbreitenmodulation fehlt. Dafür gibt es eine »Tone Mod« genannte Modulation, die ich so noch nie gehört habe. Spannend.

Eine Mixersektion fehlt ebenfalls. Lediglich der zweite Oszillator und der Rauschgenerator können in der Lautstärke geregelt werden. Und schon erreicht das Signal einen vierpoligen Tiefpassfilter. Hier kann man die Flankensteilheit auch auf 2 Pole umschalten. Das Audiosignal wandert anschließend durch den Verstärker und kann danach mit einem Hochpassfilter, der nur in der Eckfrequenz einstellbar ist, von störenden tieffrequenten Anteilen befreit werden.

Den Arpeggiator bzw. Sequencer habe ich mir nicht näher angesehen. Spannend fand ich allerdings die Modulationsbausteine. Die beiden Niederfrequenzoszillatoren bieten nämlich nicht nur die üblichen Standardwellenformen, sondern auch Sample & Hold sowie das von mir so geschätzte Sample & Glide. Besondere Freude bereitet der Blick auf die Hüllkurvensektion. Neben der Filter- und Verstärkerhüllkurve findet sich hier nämlich eine dritte – ein Feature, das Access dem Virus erst sehr spät spendiert hat. Die Kennlinien der Hüllkurvensegmente können “stufenlos” von logarithmisch über linear zu exponentiell “verbogen” werden. Das Sustainsegment kann steigend oder fallend ausgeprägt werden.

Zuguterletzt gibt es noch eine Modulationsmatrix, in der bis zu acht Modulationensverknüpfungen erstellt werden können. Die Liste der Modulationsziele kann sich sehen lassen und ermöglich es auch, andere Modulationsverknüpfungen, die Hüllkurven und Effektparameter zu modulieren.

Beeindruckend. Das Design zeugt von einer gesunden Portion Selbstbewusstsein. Angeblich ist es auch vom amzona.de-Leser-Synth “Tyrell” beeinflusst.

Die Verarbeitung erscheint äußerst robust. Gespart wurde offensichtlich an der Tastatur, die aber für die Preisklasse in Ordnung ist. Das Gehäuse mit der vieroktavigen Tastatur ist äußerst kompakt ausgefallen. Schön ist, dass die Stromversorgung über einen Eurostecker und nicht über ein externes Netzteil erfolgt.

Und wie klingt er jetzt? Trotz der eingeschränkten Oszillatoren überraschend vielseitig und überhaupt nicht langweilig. Das hatte ich nicht erwartet. Die 1024 Werksklänge bieten eine breite Palette an verschiedenen Klängen und sind, ich möchte sagen, liebevoll erstellt.

Ob der Features, des Klanges und nicht zuletzt des Preises dürfte der Deepmind 12 schnell etliche Käufer finden.

Eine letzte Skepsis bleibt noch immer. Irgendwo müssen die Ingenieure gespart haben. Rein äußerlich ist aber, abgesehen von der Tastatur, nicht ersichtlich an welcher Stelle.

Kebu live im Tollhaus

20170330_KebuImTollhaus

Auch wenn die Musik Kebus nicht ganz meinen Geschmack trifft, war es für mich als Synthesizerfetischisten doch ein Erlebnis, Ende März in einer Klangwand lauter Analoggeräte baden zu können – die Anlage hätte ruhig noch etwas höher ausgesteuert sein können.

Die Burg von Kebu ist wahrlich beeindruckend. Klanglich fand ich besonders den Alesis Andromeda A6 prägnant, ein Gerät, das ich bisher nicht sonderlich auf dem Radar hatte, zumal es schwierig zu programmieren gilt.

Edit: Inzwischen het er Mitschnitte ins Netz gestellt.

MIDI recording using an Android device

midicontrolkeyboard

Raspberry Pi 3

I used a Raspberry Pi 3 on top of one of my musical instruments to send program changes, record and playback MIDI as well as recording audio. A cardboard box did host the computer, its touch screen, the power supply, and a lot of cables went out of it (power chord, two MIDI chords, two audio chords, and sometimes a mouse and kayboard connected via USB).

Recording MIDI via Bluetooth LE on Android 6

I wanted to get rid of most of the hardware required by using an Android 6 device with its Bluetooth LE MIDI capabilities. I was looking for a basic MIDI recording application. Rather surprisingly, there was none that did fulfill my essential needs (simply record any MIDI message incoming via Bluetooth).

Recording MIDI via USB using Audio Evolution Mobile Studio

So I looked for apps that at least can record MIDI via USB. It turned out not to be an easy task. I finally selected Audio Evolution Mobile Studio. Of all the apps I inspected, it was the one that is closest to a traditional digital audio workstation.

It doesn’t use the native Android 6 MIDI subsystem. As a consequence, it can’t cope with MIDI over Bluetooth. So I’m still stuck with an USB OTG cable, a power supply for it, and a MIDI to USB cable. Additionally, USB MIDI support is not included when purchasing the app. A further “In-App” purchase is required to unlock this feature. Unfortunately it didn’t accept my preferred USB to MIDI device, the excellent Edirol UM-1S. It did accept the cheap device I bought I couple of months ago, though. This leads to a couple of issues. Firstly, the instrument in question sends a couple of program changes before recording. They appearently all arrive at the handset (since they appear in the MIDI file exported from Audio Evolution Mobile Studio). However some of them get lost each time I playback the MIDI file. Furthermore, the instrument sends a MIDI system exclusive command to reset all program changes before the actual program changes. This command does either not arrive at Audio Evolution Mobile Studio, or it denies recording them.

Audio Evolution Mobile Studio supports the traditional three track types: Audio, virtual instrument, pure MIDI. When pressing the record button, Audio Evolution Mobile Studio automatically creates a new audio track in case no other track is present or switched to recording mode. This behaviour can be switched off via the preferences.

When it comes to MIDI recording, the app shows some neat features that perfectly fulfill my needs. I created four MIDI tracks to record the Kisselbach Gloria Klassik 240. One for the Main organ (MIDI channel 1), one for the swell (MIDI channel 2), one for the pedal board (MIDI channel 3), and one for the program changes plus the volume controller (MIDI channel 12). Audio Evolution Mobile Studio allows to enable recording for multiple tracks at once, plus it allows to choose for each track which MIDI channel should be recorded by it. I was pretty impressed to detect this feature set, since I assume it is a very exotic request that someone wants to record multiple MIDI channels at once.

I already recorded some piece and exported it to MIDI. Obviously it didn’t write the track names to the MIDI file. But otherwise, everything seemed to work fine.

Verdict

Appearently Audio Evolution Mobile Studio does the one thing I need quite well. However, I did not get rid of the cables since it does not support the native MIDI subsystem as instruduced in Android 6. Further, it seems to ignore SysEx data and ignores track names when exporting MIDI. The latter two mean that I have to circumvent those issues by manually editing the resulting MIDI files. It’s annoying, but not really an issue.

Taking into account the many features the app provides, the price tag seems to be OK. For my needs, it’s a bit too expensive (not to mention the extra fee for the MIDI recording feature). I decided to buy it anyway due to the lack of alternatives.

Swapping keybeds during a performance

Maindroitestececile

Ausra Motuzaite-Pinkeviciene asks:

Do you find hard to jump from manual to manual in fast passages to create an echo effect?

This reminds me of the «Caprice sur les Grands Jeux» of Louis-Nicolas Clérambault (1676 – 1749) I played a couple of months ago. Here’s a recording of Luca Raggi. He really plays it perfectly. But I’m missing alterations in the piece. That’s why I decided to play it on two manuals (Grand orgue et Positif). The difficulty was that almost the whole piece consists of many eigths notes – not much time to swap the manuals. But for the piece’s sake I did it, regardless of the difficult playing.

caprice_swappingmanuals

That IMO was a rewarding decision. I swapped manuals like mad. Starting on the Positif, the left hand went to the Main and back to the Positif several times. In bar 16 both hands touched the Main keybed, and just two bars later both hands switched back to the positif.

Yes, it was difficult to cope with. And yes, it was much more fun than playing the whole piece on one keybed alone.

The Kisselbach Gloria Klassik 240

SAMSUNG CSC

During a trip to Rhodes island I received a request to play the instrument in my homeland I used to play almost 30 years ago. I spent one day listening to and selecting pieces I thought I could learn during the 4 months remaining.

Back to germany, I was in desperate need of a setup to learn the pieces I had committed to. The cheapest option was to use existing synthesizers stacked controlling Aeolus. This required to buy a MIDI pedalboard for about 1500 €, plus an organ bench. Which was a botch.

A further option was to buy some complete console built to control a software emulation like Aeolus. The price tag was impressive, though.

The last option was to buy a complete digital intrument, like the Johannus Studio (very cheap look-and-feel) or Opus. I played the latter one at the local trumpet store. The hardware was great, though the sound didn’t fit my taste at all.

I had about 8 weeks left until the concert and still no instrument to practice. I had one last chance by visiting Kisselbach to try their Gloria Klassik instruments available as two II/26, II/40 and III/52 instruments. I played the 240 and was overwhelmed. And I still am. Kisselbach shipped the instrument within a couple of days.

Compared to the 226, the 240 provides the typical stops necessary to play french music. The instrument provides 4 instruments to select from, 2 baroque, 2 romantic. Since the purchase, I never used anything than the Romantic 1 instrument.

The only thing I’m missing is that I’d like to invert the manuals. The upper contains all stops typical for a french “Positif de Dos”. Fantastic. But on a real instrument the Positif is the lower, not the upper manual. Some digital organs allow the user to swap the manuals via the menu. This instrument does not.

It’s not really an issue. Some practice using the target instrument is required anyway.

I’m more than content with the 240. It’s just what I wanted. And compared to the other options I had, it’s quite easy to use. Switch it on, sit down, and start playing.

L’Orgue Français – Marie-Claire Alain

Orgue Francais - Marie-Claire Alain

Trotzdem ich mich bereits seit einiger Zeit mit klassischer französischer Orgelliteratur beschäftige, habe ich erst kürzlich Marie-Claire Alain entdeckt. Ihr Lebenswerk, wie beispielsweise die aus 22 CDs bestehende Sammlung «L’Orgue Français», ist beachtlich. Vierhundertdreiundachtzig Stücke lang kann man die Leichtigkeit der Franzosen auf passenden Instrumenten eingespielt genießen.

Das Erarbeiten klassischer Musikliteratur

Organ of Santa Maria di Carignano Genoa

Vor nicht ganz eineinhalb Jahren habe ich begonnen, klassische französische Orgelmusik zu spielen. Im Moment erarbeite ich zwei Stücke von Abraham van den Kerckhoven.

Eine Lerntechnik sieht in etwa folgendermaßen aus:

  • Fingersatz erarbeiten und in die Noten schreiben.
  • Rechte Hand, linke Hand und Pedal separat üben, bis alles flüssig läuft.
  • Kombinatorisch immer zwei davon zusammen üben, bis alles läuft.
  • Alle zusammen üben, bis alles läuft.
  • Bei alledem immer den selben Fingersatz verwenden, damit er sich einprägt.

Ich habe das so nie ausprobiert. Aus meiner Erfahrung heraus vermute ich, dass diese Technik zu einer ziemlich guten Wiedergabe dessen führen kann, was auf dem Notenblatt steht.

Aber was ist mit den vielen Dingen, die nicht auf dem Papier stehen, also der Interpretation?

Ich gehe anders vor:

  • Die Muster im Stück suchen, Fingersatz erarbeiten und in die Noten schreiben.
  • Mit beiden Händen und Pedal unter Verwendung des erarbeiteten Fingersatzes immer wieder durch das Stück “quälen”, bis ich die Noten allesamt kenne. Zu diesem Zeitpunkt habe ich den Fingersatz bereits mehrfach überarbeitet.
  • Jetzt kann auch langsam das Metronom zum Einsatz kommen. Damit merke ich abrupt, was ich rhythmisch noch alles falsch mache. Ich versuche mich aber auch nicht abhängig vom Taktgeber zu machen, denn spätestens im nächsten Schritt kommen Ritardandi und Accelerandi hinzu.
  • Jetzt kann ich endlich anfangen, aus den Noten das Stück zu formen. Wo bilde ich Phrasen? Wo setze ich Zäsuren? Wo spiele ich legato? Wo verkürze ich Noten zur Akzentuierung? Wo bringe ich Ornamente (wie Vorschlagnoten, Nachschläge, Triller und so weiter) an? Wo kann ich Notes Inégales einsetzen? Wo will ich beschleunigen, wo verzögern? Das hat sehr viel mit aufkommenden Ideen, Ausprobieren und Verwerfen zu tun. Damit einhergehend muss ich auch den Fingersatz immer wieder anpassen.
  • Immer wieder spielen, spielen, spielen. Irgendwann bin ich auch so weit, dass ich mir selbst dabei zuhören kann. Passt das so? Klingt das gut? Kann der Komponist sich das so vorgestellt haben? Falls nein, was will ich nochmal ändern?

Dieser Prozess dauert bei mit sehr sehr lange. Sobald ich weiß, wie ich das Stück spielen möchte, tendiere ich allerdings auch dazu, es beiseite zu legen und das nächste in Angriff zu nehmen. Oft beginne ich sogar schon mit dem nächsten Stück, während ich am letzten noch am Feilen bin. Was dazu führt, dass ich im Moment keines der Stücke aus meinem Repertoire “auf Zuruf” zuverlässig sauber wiedergeben kann und ich in der Woche vor einem Konzert intensiv nochmal die Stücke üben muss, die ich spielen will.

Das hätte ich gern anders.

Solange ich die Noten auf dem Pult habe merke ich, dass ich immer nur auf die jeweils zu spielende Stelle fixiert bin. Ich habe nicht präsent, was die nächsten paar Takte passieren wird. Weshalb ich immer wieder mal hängen bleibe. Also versuche ich immer einen Takt voraus zu lesen. Das ist allerdings äußerst mühsam, weshalb ich das immer nur für eine gewisse Zeit schaffe.

Im angelsächsischen Raum ist es stärker Usus, ein Konzert ohne Noten zu spielen, also die Stücke auswändig parat zu haben. Das würde ich gerne mal ausprobieren, ist im Moment aber noch mühsamer als das Vorauslesen beim Spielen. Ich habe die Idee daher erstmal beiseite gelegt. Aber nicht vergessen. Wenn ich “meine” Stücke mal etwas besser beherrsche, möchte ich das mal wenigstens an einem probieren. Zumal es das lästige Umblättern an oftmals ungünstigen Stellen im Notenbild komplett eliminieren würde.

Ein günstiges USB-MIDI-Interface kann Aufwand nach sich ziehen

USB-MIDI-Cable-3

Bisher betrieb ich an einem Raspberry Pi eine externe Edirol UA-25 USB-Soundkarte. Die ist wirklich topp und zuverlässig, braucht aber auch eine Menge Platz. Da ich momentan nur MIDI am Raspberry nutze und den Platzbedarf reduzieren wollte, erwarb ich ein günstiges USB-MIDI-Kabel für rund 12 €. Wie befürchtet funktionierte das nicht sonderlich gut – die Daten werden teils verfälscht übertragen. So führt beispielsweise das mehrfache Absenden einer Reihe der immer gleichen Programmwechselbefehle am Zielgerät zu sich ändernden Programmaufrufen.

Da ich das Kabel nur genau für diesen einen Zweck verwende und es auf ein paar Millisekunden nicht ankommt, lasse ich meine Software jetzt nach jedem Programmwechselbefehl eine kurze Pause einlegen. Das war relativ zügig erledigt und führte zum Erfolg. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das Kabel viel Freude bereitet, wenn jemand damit MIDI-Daten aus einem Sequencer an ein oder mehrere Klangerzeuger schicken möchte.

Nicolaus Bruhns – Præludium e-Moll

Bruhns Praeludium e-Moll

Vor langer Zeit hatte ich eine Aufnahme des folgenden Stückes. Fragmente davon gingen mir immer wieder mal durch den Kopf, aber ich hatte sowohl den Komponisten als auch den Titel des Stückes nicht mehr parat. Per Zufall bin ich während einer Recherche wieder darübergestolpert. Es handelt sich um das Præludium in e-Moll des norddeutschen Komponisten Nicolaus Bruhns, und zwar die “kleine“, denn es gibt ein weiteres Stück mit derselben Bezeichnung.

Auffällig an dem Stück ist der “zerstückelte Aufbau”. Fast könnte man sagen, es handelt sich um eine willkürliche Aneinanderreihung verschiedener Segmente. Eine “innere Kohärenz” ist jedenfalls nicht auszumachen. Den Beginn bildet ungewöhnlicherweise auch gleich ein Pedalsolo in Sechzehntelnoten.

Auf einem norddeutschen Instrument in ungleichschwebender Temperierung lässt sich das Stück recht authentisch wiedergeben. Thorsten Ahlrichs hat das Glück, ein solches Werk von Arp Schnitger zur Verfügung zu haben. Eine ziemlich gute Einspielung. Es wird eine Weile dauern, bis ich das auch so gut hinbekomme… :)

Das Regal

Frauenfield_Abbey,_Switzerland,_ca_1600_-_regal_organ

Neben dem Portativ findet sich unter den älteren Tasteninstrumenten auch das Regal. Den Klang hat man vielleicht schon eher mal gehört. Hier die Passacaglia in d von Johann Caspar Kerll, gespielt von Carsten Lorenz, Rottweil, oder »Fabordon del Quinto tono« von Antonio Cabezon, gespielt von Lynn Tabbert auf einem Instrument von Marcus Stahl (beide Dresden), oder ein Stück von Facoli gespielt auf einem Tischregal nach Dom Bedos.

Hier ein Zitat von Johann Mattheson:

…und ist recht Wunder, dass man hiesiges Ortes die schnarrenden, höchst ekelhaften Kegalen in den Kirchen noch beibehält…

In barocken Orgeln findet man gelegentlich entsprechende Regalregister. Hier ist ein Autor der Meinung:

Das in der Renaissance aufgekommene Brustwerk ist ideengeschichtlich ein an die Orgel angebautes Regalwerk, daher findet sich das Regal bis zum Barock vornehmlich im Brustwerk

Mit Regalen lässt sich allerdings nicht nur traditionelle Musik spielen, wie diese Aufnahme von Scotty Böttchers aus diesem Jahr eindrucksvoll belegt.

Das Portativ

Portativ

Sofern überhaupt dürften die meisten diesen Instrumententyp nur von mittelalterlichen Abbildungen her kennen. Noch seltener wird man es auch hören können, wie beispielsweise das Stück O Gloriosa Domina aus dem Buxheimer Orgelbuch, gespielt von Ernst Stolz.

An größeren Orgeln kann man, im Gegensatz zum Pianoforte, einzelne Töne bauartbedingt nicht in der Dynamik beeinflussen. Umso beeindruckender ist es, wie dynamisch das Portativ klingen kann, indem der Spieler durch das manuelle Betätigen des Balges den Luftdruck variiert. Christophe Deslignes bringt hier den Dynamikumfang auf einem Instrument von Marcus Stahl sehr beeindruckend zur Geltung. [1]

Die Instrumente werden auch andernorts noch gebaut, wie beispielsweise von Stefan & Annette Keppler (wolkenstayn.de). Der Deutschlandfunk stellte hierzu am 24.01.2014 einen Artikel ins Netz. Ganz besonders interessant finde ich als Fusion-Fan natürlich die “BlackEdition“,

Vorbereitet für spezielle Mikrofonierung mit Vorverstärker, Effektgerät und Funkstrecke. LED-Beleuchtung nach Wahl.

die mich sofort an die Stromharfe von Rüdiger Oppermann denken lässt :) .

[1] Das Stück erinnert mich an »Jewel Inside A Dream«, gespielt von Jan Hammer und Al DiMeola auf dem Album »Electric Rendezvous« im Jahre 1981.

Page turns by blink detection

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Recently I got interested in displaying sheet music electronically. I finally chose ComicsReader after adjusting its screen sensitivity a bit, though it requires to convert PDF scores to raster images in a cbz container.

I still dream of some touch free control for turning pages while playing the piano or organ. Voice control could have been an option, but Android currently does not allow application developers to use the built-in speech recognition continuously (but of cource hacks exist to circumvent the limitation).

But Android features face detection via Mobile Vision (though it was unavailable just at the time I tried using it), and most tablets feature a front facing camera. Google provides a tutorial how to use a pipeline to track barcodes and faces. Sample applications are available via Github. nesterov-n also provides a “Smiley” sample application.

The multiprocessor creates a Tracker instance for each face identity detected. Methods like onNewItem(), onUpdate() and onMissing() can be used to retrieve the face objects. The objects contain facial landmarks. Values between 0 and 1 provide information about the probability of smiling or wether the eyes are open. I wanted to check whether one (xor) eye was closed for a certain amount of time and to use this information to turn pages. Thus I used a fifo buffer to collect a certain amount of samples.

I got something to work in a spike, but it still is too unreliable. On the one hand closing one eye for a couple of seconds sometimes does not exceed the thresholds I was using. On the other hand false positives appeared every now and then, accidentally turning pages while playing though the head didn’t move at all.

It’s worth being investigated further, though. I’m currently playing a piece of six pages, and hands-free page turns by eye blinks were more than welcome during the test runs.

Two incarnations of an analog dream

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At winter Namm 2016 Tom Oberheim and Dave Smith rather surprisingly released the OB-6, a six voice polyphonic analog synthesizer with a 4 octave key bed. Some immediately requested for a desktop module, and yesterday it “suddenly” appeared.

A couple of weeks ago I was allowed to play the OB-6 at the local trumpet store (last year I played the Sub 37) and I was quite impressed. During the last couple of years, after many years working with digital synths stuffed with plenty of parameters, I learned that a good piece of analogue craftsmanship with a limited set of features can overrule the digital ones at least when it comes to traditional subtractive sounds. I hope I can play the Minimoog Model D as soon it is available for resellers.