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Der Notenanzeiger – Onyx Boox Max 2

Vor knapp einem Jahr hatte ich mir verschiedene Notenanzeigegeräte angesehen. Mittlerweile hat Onyx mit dem Max Boox 2 ein Nachfolgemodell zum Onyx Boox Max Carta herausgebracht. Im Vergleich zum Vorgängermodell verfügt das Gerät jetzt über einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Das Betriebssystem ist Android 6, und der Google Play Store ist vorinstalliert. Soweit ich gelesen habe lassen sich auch zusätzliche Repositories wie etwa f-droid.org einrichten. Das Gerät ist somit vergleichsweise offen und “zukunftssicher”, da es nicht von der Verfügbarkeit einer spezifischen Infrastruktur abhängt (ähnlich sieht es auch Sascha Segan von pcmag.com). Es bietet außerdem eigentlich alles, was man als Musiker von einem Notenanzeigegerät erwartet.

Das Gerät ist mit rund 800 € kein Schnäppchen. Der Gvido mit zwei Bildschirmen ist mittlerweile zu 1700 € (allerdings ohne Mehrwertsteuer) erhältlich. Zwei Boox Max 2 sind somit immer noch günstiger und bieten das deutlich offenere System. Dafür muss man darauf verzichten, dass die zwei Bildschirme beim Umblättern miteinander gekoppelt sind.

Das Max 2 sieht jedenfalls verlockend aus. Nur der Preis hindert mich derzeit an einem schnellen Zugriff.

Techniken des (Orgel) Übens

Playing the piano

Aus verschiedenen Quellen suche ich derzeit einige Übetechniken zusammen, die ich zum Einsatz bringen möchte. Die meisten davon sind nicht instrumentenspezifisch.

Motivation

Wenn sich Menschen die Zeit nehmen, ein Musikstück zu hören, so möchten sie es genießen. Wenn ich der Instrumentalist bin, habe ich somit die Aufgabe übernommen, für genau diesen Genuss zu sorgen. Ohne diese starke intrinsische Motivation wüsste ich nicht, wie ich die enorme Energie zur harten Übearbeit aufbringen sollte.

Da ich mit dem Üben sehr viel Zeit verbringe, muss das Üben mindestens genauso viel Spaß machen wie hinterher die Aufführung. Den Übevorgang betrachte ich daher mittlerweile als willkommene Meditation in Stunden der Freizeit.

(Fern)ziel

Derzeit ist es ein enormer Unterschied, ob ich Jazz spiele oder barocke Literatur.

Bei ersterem spiele ich locker und unbeschwert. Ich habe eine Melodie, eine Harmonie oder eine Rhythmik im Kopf und mein Bewegungsapparat überträgt sie automatisch auf das Instrument. Währenddessen kann ich dabei zuhören und dadurch das Spiel kontrollieren.

Ziel ist es somit, auch die Literatur so gut einzustudieren, dass der Bewegungsapparat vollkommen automatisiert die Musik spielt, die in meinem Kopf abläuft. Es ist daher nur konsequent, dass es nicht nur im angelsächsischen Raum üblich ist, die Stücke komplett auswändig vorzutragen.

Jon Laukvik hat es sehr schön zusammengefasst:

Der Übeprozeß führt, spieltechnisch gesehen, vom bewußten Tun zum unbewussten Geschehenlassen.

Fragmente bilden

Eine der wichtigsten Techniken, die ich neuerdings anwende, ist das Zerlegen des Stückes in kurze Fragmente. Die Länge der einzelnen Fragmente wird natürlich vom Schwierigkeitsgrad des Stückes abhängen. Grundsätzlich dürfte aber eine Länge von vier bis acht Takten eine gute Richtgröße darstellen.

Jon Laukvik empfiehlt, die Fragmente überlappend zu bilden, damit auch gleich die Übergänge von einem zum nächsten mitgeübt werden kann.

Außerdem achte ich darauf, dass die Fragmente immer aus vollständigen Takten bestehen. Notfalls füge ich bei Auftakten Füllnoten ein, so dass ich das Fragment nahtlos in Schleife mehrfach hintereinander im korrekten Puls üben kann, ohne abzusetzen.

Die Konzentration lässt nach wenigen Durchläufen sehr schnell nach. Mehr als vier bis fünf Schleifendurchläufe pro Fragment übe ich daher nur noch in Ausnahmefällen. Stattdessen gehe ich zu einem anderen Fragment, dann zu einem weiteren, und komme dann wieder zum zuerst geübten zurück. Um das Kurzzeitgedächtnis zu überlisten wähle ich dabei inzwischen eine zufällige Reihenfolge der Fragmente, eine Technik, die ich in »Optimal üben« fand. Gleichzeitig achte ich darauf, jedes Fragment mehrmals pro Übesitzung zu üben, also nicht nur einen Durchlauf, sondern später erneut.

In mehreren Quellen fand ich auch die Empfehlung, die Fragmente vom Ende des Stückes her zuerst zu üben, da der Schlussteil andernfalls am wenigsten trainiert würde.

Fuß- und Fingersätze erarbeiten

Bei der Applikatur befinde ich mich in einer argen Zwickmühle. Zu Beginn des Übeprozesses weiß ich üblicherweise noch nicht, wie ich das Stück später einmal klingen lassen möchte. Also erarbeite ich erstmal einen Fingersatz, der ein weitestgehendes Legato ermöglicht. Dazu sind teils auch “Verrenkungen” wie Daumenuntersätze nötig. Jetzt beginne ich mit der Automatisierungsarbeit.

So wie ich das Stück besser kennenlerne, fange ich unter musikalischen Gesichtspunkten an, einzelne Noten kürzer als ihren Nennwert zu spielen, Ornamente wie Triller einzubauen und so weiter. Dadurch verändert sich leider der Fingersatz, der bereits automatisiert ist. Ich verliere also ein wenig des bereits geübten und muss es erneut automatisieren.

Ich gehe übrigens mit den “magischen Zahlen” im Notentext sparsam um. Fingersätze schreibe ich an Stellen, an denen eine Stimme einsetzt und an Stellen, bei denen der Fingersatz von der natürlichen Reihenfolge abweicht. Bei Daumenuntersätzen und Ähnlichem schreibe ich auch an die Note davor und danach den zu verwendenden Finger. Bei Trillern, die auf der Sekunde beginnen, schreibe ich den Finger in Klammern.

Langsam üben

Hieran versuche ich mich gerade zu gewöhnen – langsam üben. Jon Laukvik weist auf Seite 105 darauf hin, wie wichtig diese Technik für das Automatisieren der – korrekten – Bewegungsabläufe ist. Mir fällt es im Moment extrem schwer, das Tempo so stark zu drosseln. Laukvik empfiehlt übrigens auch im späteren Übestadium immer wieder mal langsam zu üben, sogar noch am Tag vor der Aufführung.

Mit Metronom üben

Ich habe viele Spieltische gesehen, aber sehr selten (wissentlich überhaupt nicht) ein Metronom. Sobald die Mechanik halbwegs läuft übe ich eine Weile mit Metronom. Ich habe dadurch immer wieder haarsträubende rhythmische Fehler ausmerzen können. Andererseits setze ich es auch schnell wieder ab, sobald ich mich sicher fühle, um mich nicht abhängig davon zu machen.

Übeaspekt wählen

Für jede Übesitzung sollte ich mich künftig für einen bestimmten Aspekt (ein “Ziel”) des Übervorgangs entscheiden. Zu Anfang der Erarbeitung eines Stückes wird es natürlich primär darum gehen, die richtigen Tasten zum richtigen Zeitpunkt zu drücken und wieder loszulassen. »Optimal üben« enthält allerdings eine Reihe von neuen Ideen für das fortgeschrittene Übestadium (wie beispielsweise verschiedene Variationen eines Fragmentes auszuprobieren), um die Spielsicherheit zu steigern.

Augen schließen, auswändig spielen

Je länger die Passagen sind, die man unabhängig von den Noten spielen kann, desto besser für den Fall, dass man beim Vortrag mal den Kontakt zu den Noten verliert. Vor kurzem habe ich daher begonnen, beim Wiederholen von Fragmenten gelegentlich die Augen zu schließen. Allerdings muss ich dabei höllisch aufpassen, mit dem vorhergesehenen Fingersatz weiter zu arbeiten, und nicht versehentlich einen anderen zu verwenden. Diese Technik darf ich daher nicht zu früh einsetzen.

Berg abbauen

Vor mir liegt sehr viel Arbeit, nämlich das Üben üben. Letztlich muss ich mein komplettes bisheriges Repertoire erneut üben, um es zuverlässig zu beherrschen. Denn ich muss sehr viele Dinge, die sich durch die beisherige mangelhafte Übetechnik eingeschliffen haben, wieder ausbügeln.

Ich bin gespannt, ob ich das durchziehen werde.

Weitere Quellen

Quellen zum Thema »Orgel üben«

Czerny Opus 821 Nr 1

Vor ein paar Wochen habe ich während eines kleinen Vortrages zweimal den Kontakt zu den Noten verloren, weil ich kurz auf die Tastatur schaute. Das Resultat ist die Horrorvorstellung eines jeden Musikers – nämlich das Aussteigen aus dem Stück.

Wie kommt es dazu, obwohl ich doch seit nurmehr gut zweieinhalb Jahren sehr viel Zeit in das Erarbeiten der Stücke investierte?

Falsche Übetechnik, so die triviale Antwort. Ich arbeite nach wie vor mit der Technik der rohen Gewalt, indem ich die Stücke immer wieder im Zieltempo von vorne bis hinten durchspiele. So lässt sich ein zuverlässiges Beherrschen der Stücke kaum bewerkstelligen, zumindest nicht mit absehbarem zeitlichen Aufwand.

Dass ich meine Übetechnik dringend professionalisieren sollte, weiß ich schon länger. Zum Übevorgang selbst fand ich allerdings erstaunlich wenig Informationen, die mir weitergeholfen hätten. Daher seien hier Quellen gelistet, die ich derzeit verwende, um eine bessere Technik zu erarbeiten.

Aus diesen Quellen gilt es jetzt, für mich geeignete Techniken zusammenzusuchen und anzuwenden, soweit noch nicht erfolgt.

My worst performance ever

SAMSUNG CSC

Today I once again performed at the Dubois organ for some familiy members. Compared to 2015, 2016 and 2017, I felt relatively calm and well prepared. I played the program of about 35 minutes at home two days ago, yesterday, and one of the pieces this very morning at the target instrument. Not to mention the on-site practice sessions during the last couple of weeks.

Surprisingly, it turned into the worst performance I ever did – I lost contact to the sheet music two times. One time I had to resume the pièce, the other I finished a section a couple of bars earlier as intended. This very eve is the occasion to reflect what issues led to this situation.

  • Despite many practicing hours, I do not cope perfectly with the pieces yet.
  • The instrument is different than my practising instrument, so additional distractions happen every now and then.
  • The two points are based on my lack of professional practicing habits.

Interestingly, the pieces I play the longest failed most, whereas pieces I thought could fail worked better than expected. Here’s what I played this year:

  • Abraham van den Kerckhoven (1618-1702) – Cocquiel-Manuscript (1741) – Prelúdium & Fúga (en Ré mineur) – screwed up completely
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Chaconne (en fa mineur) – minor imperfections
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749) – Premier Livre d’Orgue – Suite du lle Ton (en sol mineur, 1710)
    • Plein Jeu – minor imperfections
    • Duo – minor imperfections
    • Basse de Cromorne – screwed up completely
    • Récit de Nazard – minor imperfections
    • Caprice sur les Grands Jeux – minor imperfections
  • François Couperin (1668 – 1733) – Messe a l’usage des Paroisses (en sol mineur, Paris 1690) – Benedictus (Chromhorne en taille)

Georg Böhm – Vater unser im Himmelreich

Im Bachwerkeverzeichnis sind drei Bearbeitungen des Luther’schen Chorals »Vater unser im Himmelreich« als BWV-760, BWV-761 und BWV-762 gelistet, wovon die ersten beiden inzwischen Georg Böhm zugeschrieben werden. Unter anderem hat Aldo Locatelli BWV-761 eingespielt.

Ich beschäftige mich derzeit mit BWV-760. Noten finden sich in einer weniger verzierten Fassung beispielsweise bei Breitkopf & Härtel als »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Orgel« von Klaus Beckmann. Auch von Bernard Greenberg gibt es eine weniger verzierte Version auf musescore.com.

Zum anderen findet sich ebenfalls bei Breitkopf & Härtel »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Tasteninstrumente« von Gesa (bzw. Johannes) Wolgast, die reich an Ornamenten ist. Das International Music Score Library Project bietet einen Scan der Ausgabe von 1927 an. Das Stück findet sich in Band 2 auf Seite 136. Menno van Delft hat das Werk an einem Instrument von Arp Schnitger ziemlich beeindruckend eingespielt.

Auf bach-cantatas.com finden sich verschiedene Melodiefassungen des Chorals, darunter ein Abzug des Werkes von Böhm, in dem die Melodietöne farblich hervorgehoben sind.

Die Pedalstimme besteht ausschließlich aus durchlaufenden Achtelnoten. Auch in der linken Hand finden sich viele Achtelnoten, die den Puls des Stückes stützen. Nur an wenigen Stellen finden sich ein paar Sechzehntelnoten. Die Solostimme der rechten Hand setzt am Ende des sechsten Taktes ein. Hier finden sich zahlreiche Ornamente wie Triller, Mordente, Vorschlagnoten und Umspielungen, die nicht einfach zu verstehen sind. Beim Üben kommt es sehr leicht vor, dass ich im Pedal – fast im wahren Sinne des Wortes – “aus dem Tritt” komme, also den durchlaufenden Puls verliere. Die Sechzehntelnoten interpretiere ich ternär – für mich ist das Stück ein gutes Indiz dafür, dass Notes inégales – »Die ungleichen Geschwister« auch den Komponisten im deutschen Sprachraum bekannt waren.

Ich bin gespannt, ob ich das Stück konzerttauglich hinbekommen werde.

Orgelschule zur historischen Aufführungspraxis – Jon Laukvik

Auf knapp dreihundert gleichermaßen großformatigen wie kleingedruckten Seiten liefert Jon Laukvik in Band 1 jede Menge Informationen zu Barock und Klassik. Ich habe die Version mit beiliegendem Notenheft erworben, in dem die nicht ganz so leicht zu beschaffenden Beispiele abgedruckt sind.

Ich konnte gestern nur kurz einen Blick hineinwerfen. Als Autodidakt konnte ich bereits die ersten Erkenntnisse gewinnen, sowohl in Bezug auf Aspekte, die mich in meiner bisherigen Arbeit bestätigen, als auch Dinge, die ich bisher überhaupt nicht berücksichtigt habe.

Besonders freue ich mich über die Hinweise zu den Messen von Clérambault, an deren Interpretation ich jetzt schon eine ganze Weile feile.

Ich habe ob des Preises von 75€ lange mit dem Kauf gezögert. Um so mehr freue ich mich, das Werk endlich vorliegen zu haben.

How to fix a broken PDF for online printing

I collected all of the classical pieces I’m currently playing in one PDF, mainly to get it printed by an online service, epubli.de.

The PDF consists of items from various sources. Several pages of sheet music have been downloaded, others have been typeset by myself and exported to PDF. Additionally there are two pages I exported from OpenOffice (Cover and a registration page).

I used the Preview app of Mac OS X (an amazing app, BTW, including a lot of cool hidden features) to put all pages into one huge document, and I used the very same application to add tons of annotations, mainly fingering and pedaling information.

A recent attempt to get the document printed online resulted in a non prinable document. The main reason of the issues appearently are the many annotations. After removing them, a lot of warnings of the upload form disappeared. But without my fingering and pedaling annotations, the printed sheet music is almost useless. An additionaly issue was the page size of the individual pages.

The provider recommended to use a tool to unify the page sizes. So I did:

  • docupub.de has the advantage that the annotations remain editable. Its disadvantage is that annotations in form of lines are misplaced after the conversion (text remained intact).
  • online2pdf.com did the job. Almost all issued disappeared. A minor drawback is the fact that the annotations are no longer editable in Preview app. Not an issue, but to keep in mind.

One further issue was that the upload did work in Safari (6.1.6 aka 7537.78.2), but not in Firefox (48.0.2). The web service immediately complained it was not a PDF file. I presume that it’s just an issue concerning the MIME type transmitted, but I do not know exactly.

I hope the printed result will look as expected. I’ll know in about two weeks.

KEBU on Analog Synthesizers

20170330_KebuImTollhaus

In this TEDx Talk, KEBU discloses some points why he prefers analog synths for his music. He mentions three major reasons which I’d like to second:

  • Sound: Compared to digital synthesis, each note (and even voice) on analog machines sounds slightly different, and the sound also changes depending on further parameters, like the temperature or age of an instrument. Some digital synths try to emulate this, e.g. by slightly detuning the oscillators over time or notes at each keypress. But I’ve barely heard convincing results so far. Thus I really like his example comparing digital and analog drum machine sounds.
  • Feel: He mentiones the unreliability and latency of software. Yes, it is phantastic what one can do nowadays with digital studio software (and I doubt there are many people who wanted to dismiss software completely). On the other hand, physical devices provide dedicated hardware controls. I meanwhile even prefer devices with keybeds of their own over rack mounted or desktop synths.
    One further issue is latency. I exclusively played digital synths during the 90ties. When I first touched an analog machine (the Roland SH-101), it felt completely different. There was an immediate response on each keypress. It’s quite interesting how a couple of milliseconds of latency impact ones playing.
  • Limitations: Removing options removes distraction, leading to focus and more creativity.

Der Notenanzeiger – elektronisches Papier

Nachdem sich eBook-Reader seit Jahren einiger Popularität erfreuen, könnte man erwarten, dass es auch welche im DIN A4-Format und vielleicht gar als DIN A3 geben sollte. Tatsächlich ist die Auswahl aber nicht sehr groß.

Sony bietet das DPT-RP1 mit 13.3″ als Nachfolger des DPT-S1 an. Die Vor- und Nachteile beim Anzeigen von Noten dürften ähnlich ausfallen wie mit einem Tablet – interessant somit erst für Werke, die länger als drei Seiten sind. Das Display scheint weniger zu spiegeln als übliche Tablet-Displays, ist jedoch auf externe Beleuchtung angewiesen. Das Umblättern scheint mit Tippen auf die linke oder rechte Hälfte des Bildschirms zu klappen. Um PDF-Dateien auf das Gerät zu übertragen muss man eine spezielle Software von Sony nutzen. Das DPT-S1 bot zumindest als Notnagel noch einen microSD-Kartenslot, der beim DPT-RP1 zu fehlen scheint. Beide Geräte sind in Deutschland nicht offiziell erhältlich. Und der “Ich kauf das mal spontan”-Wunsch hält sich ob des Preises von rund 700 $ auch in Grenzen.

Ein ganz ähnlicher eReader findet sich als Onyx Boox Max Carta, der eine etwas höhere Auflösung bietet als der Vorgänger Onyx Boox Max. Das Gerät besitzt keinen berührungsempfindlichen Bildschirm. Selbst zum Auswählen der anzuzeigenden Datei wird der mitgelieferte Stift benötigt. Zum Umblättern dienen zwei dedizierte Knöpfe am Frontrahmen. Wer als Musiker den Stift verliert oder zuhause liegen lässt, kann somit in Schwulitäten kommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sänger mit den beiden Knöpfen zum Umblättern gut zurechtkommen können. Am Piano oder der Orgel habe ich allerdings meist nur Bruchteile einer Sekunde Zeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den passenden Knopf so schnell sauber treffen würde. Wäre das Gerät deutlich günstiger, würde ich das mal ausprobieren.

Deutlich interessanter sieht der der Gvido, Modell DMC-W1 (D1) von Terrada Music Score Co. Ltd. aus. Hier finden sich gleich zwei nebeneinander angeordnete Displays. Ob das Gerät in der Praxis einen so guten Eindruck hinterlässt wie im Video würde ich gerne mal ausprobieren, insbesondere das Umblättern über die im Rahmen verbauten Infrarotsensoren. Auch hier verhindert allerdings ein Preis von rund 1600 $ zuverlässig einem spontanen Impulskauf.

Edit 2017-12-31: Mittlerweile ist das Gerät zum stolzen Preis von nur noch 2023,00€ auch in Europa zu haben.

Die Geräte von Scora sind eher konventionelle Tablets. Das Doble besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Solos. Man kann diese auch separat verwenden, was allerdings mit Zusatzkosten verbunden ist. In der Abbildung sehen die Displays eher nach 16:9-Displays als nach A4-Displays aus. Immerhin werden sie als matt beworben.

Im Angebot finden sich zudem die großen Maestro-Displays in verschiedenen Größen. Diese sind von einer externen Stromversorgung abhängig und eignen sich somit weniger als Mobilgeräte. Das erinnert mich an meine ersten Versuche mit einem konventionellen Touch-Display und einem Raspberry als Rechner :) .

Attribute hilfreicher Fingersätze

Um sich ein Stück Musikliteratur halbwegs zuverlässig erarbeiten zu können, bedarf es eines Fingersatzes (auch Applikatur genannt). Eigentlich sollte man meinen, es gäbe für jedes Stück einen optimalen Fingersatz, denn schließlich haben die meisten Organisten nunmal nicht mehr und nicht weniger als fünf Finger an jeder Hand. Tatsächlich hängt der Fingersatz von einigen Parametern ab, wie beispielsweise den persönlichen Fertigkeiten bzw. Vorlieben, der angestrebten Interpretation et cetera.

Wolfgang Rübsam gibt einige Hinweise zum Thema »Hilfreiche und sinnvolle Fingersätze«:

  • Er empfiehlt, sich vom zwanghaften Legato zu verabschieden. Das ist inzwischen auch meine Erkenntnis. Anfangs schreibe ich Fingersätze, die mir ein Anschlagen der Tasten ohne zeitliche Lücken ermöglichen. Je besser ich ein Stück verstehe, desto mehr stellt sich aber oft heraus, dass ein Legato in vielen Passagen gar nicht wünschenswert ist. Insofern kann man durchaus mal mit einem Finger von einer Taste zur anderen hüpfen. Recht wertvoll ist auch der Hinweis, dass ein Bindebogen nicht unbedingt ein Legato erfordert, sondern gegebenenfalls auch einen Spannungsverlauf darstellen kann.
  • Die Empfehlung, stumme Fingerwechsel (Substitution) zu vermeiden, verblüfft mich. Meist wende ich diese Technik auf längeren Noten an, so dass man entspannt die Zeit dazu hat. Auf kürzeren Notenwerten mag ich sie aber zugegebenermaßen auch nicht.
  • Ebenfalls verblüffend finde ich die Empfehlung, öfter mal die Finger zu überkreuzen statt den Daumen unterzusetzen. Tatsächlich habe ich das bereits ausprobiert (beispielsweise in einer Passacaille von Lully), fand es aber extrem unzuverlässig. Aber vielleicht liegt das bisher nur daran, dass ich diese Technik nicht gut beherrsche.
  • Die ein oder andere Terzgrätsche (3-4, 4-5) findet sich durchaus an einigen Stellen in meinem Fingersätzen. Ich werde dankbar prüfen, ob ich sie eliminieren kann. Auf Terzläufe mittels 2-4, 1-5, 2-4, 1-5 möchte ich allerdings ungern verzichten – mir hilft das an einigen Stellen enorm.
  • Meine Fingersätze stets zu hinterfragen praktiziere ich bereits seit längerem. Allerdings wirft mich das Ändern eines bereits gewohnten Fingersatzes auch erstmal wieder aus der Bahn. Das ist aber kein Argument, einen als suboptimal erkannten Fingersatz beizubehalten.

Als Autodidakt bin ich sehr dankbar für das Dokument, denn ich konnte einiges daraus mitnehmen. Und man findet allgemein ziemlich wenig Hinweise zu der Thematik im Netz.

Der Notenanzeiger – zurück zum Papier

Von 2015 bis zum Sommer 2016 bestand mein Repertoire noch aus wenigen Stücken, die nicht länger als drei Seiten waren. Ich hatte sie ausgedruckt und nebeneinander aufs Notenpult gestellt. Das war zum Spielen praktisch, die Zettelwirtschaft erfordert früher oder später aber letztlich doch ein geeignetes Ablagesystem.

Inzwischen habe ich mich an drei längere Werke von sechs, acht und zehn Minuten gewagt. Die Noten bestehen jetzt aus deutlich mehr als drei Seiten. Ich habe die Stücke, nachdem die Fingersätze erarbeitet waren, ausschließlich mit einem Tablet, das annähernd A4-Größe bietet, gespielt. Es war initial nicht ganz einfach, eine funktionierende Werkzeugkette aufzubauen. Liegen die Noten aber endlich digital auf dem Tablett, komme ich bisher ganz gut damit zurecht. Vor allem bei längeren Werken finde ich das Umblättern am Tablet deutlich einfacher als physische Noten umzublättern. Allerdings gibt es immer wieder Noten, bei denen man weder mit Papier noch mit dem Tablet geeignete Stellen zum Blättern findet. Teilweise habe ich mittlerweile Stücke neu gesetzt, damit ich Einfluss auf diejenigen Stellen nehmen kann, an denen Umgeblättert werden muss.

Nach wie vor habe ich aber auch zwei- und dreiseitige Werke, bei denen es im Spielverlauf nahezu unmöglich ist, umzublättern. Das gilt vor allem für das Caprice sur les Grands Jeux von Clérambault, bei dem man mit dem Spielen derart beschäftigt ist, dass an ein Umblättern nicht zu denken ist.

Ich habe mir daher via epubli.de mein derzeitiges Repertoire in ein Büchlein drucken lassen. Zweiseitige Stücke liegen jetzt grundsätzlich auf einer Doppelseite, so dass Blättern komplett entfällt. Von dreiseitigen Werken habe ich nur die ersten beiden Seiten auf eine Doppelseite drucken lassen. Die dritte habe ich selbst ausgedruckt und mit Klebeband so eingefügt, dass ich sie zu Spielen ausklappen kann. Auch hier entfällt das Umblättern somit komplett.

Die längeren Werke habe ich auch in das Buch aufgenommen. Während ich aber mit dem Tablet so schnell blättern kann, dass der Spielfluss erhalten bleibt, gelingt mir das mit Papier überhaupt nicht. Ich werde also für längere Werke beim Tablett bleiben.

Obwohl ich ein Tablett mit ganz ordentlichem Display gefunden habe, ist der Kontrast des Druckwerkes, zumal das Papier matt ist und keinerlei Blend- und Spiegeleffekte auftreten, deutlich besser. Für einseitige Stücke werde ich daher ebenfalls beim Papier bleiben.

»7 Goldene Regeln des Orgelübens«

Wolfgang Rübsam gibt hier ein paar Tipps, die den Lernerfolg steigern können. Der Einstieg ist deutlich:

Organisten gelten gemeinhin als übfaul, nicht gerade übermotiviert zu harter und ausdauernd-disziplinierter Arbeit am Instrument

Ich war überrascht, dass er das Vermeiden von

Terzgrätschen der Fingergruppen 4-5 und 3-4

sowie

Unter- und Übersetzen

empfiehlt. Sieht danach aus, als dass ich demnächst ein paar meiner Fingersätze korrigieren werde.

An das Üben in Teilabschnitten und das Auswendiglernen der Werke habe ich mich noch immer nicht gewöhnt. Irgendwann werde ich auch hier noch den “inneren Schweinehund” überwältigen müssen.

Auch Cantus.org gibt ein paar Tipps, wie Unterricht aussehen sollte. Auch dieser Artikel wird mir bei der eigenen Übearbeit helfen.

Verblüfft hat mich, dass in beiden Artikeln der Hinweis auf die Wichtigkeit einer sauberen Rhythmik fehlt. Ein Metronom ist für mich ein unabdingbares Kontrollinstrument. Allerdings sollte man sich durch dauerhaften Gebrauch davon auch nicht abhängig machen.

Kleines Konzert auf der historischen Dubois-Orgel in Weißenburg

Ich bin außerordentlich dankbar dafür, dass ich hin und wieder auf dem wertvollen Instrument in Sts Pierre et Paul in Wissembourg spielen darf. Man sagt den deutschen Instrumenten den „Silber-“ und den französischen den „Goldklang“ nach. Das Cornet, das Plein Jeu (Prinzipalplenum) mit der tiefliegenden Fourniture (Mixtur), die Zungenstimmen wie Cromorne (Krummhorn) und nicht zuletzt das Grand Jeu klingen deulich anders als deutsche Instrumente. Zudem ist das Instrument im Vergleich zu jüngeren Vertretern drei Halbtöne tiefer und ungleich schwebend gestimmt.

Im Mai letzten Jahres hatte ich einige Stücke für meine Familie gespielt. Heute Mittag hatte ich erneut die Gelegenheit dazu. Hier die Auswahl:

  • Abraham van den Kerckhoven (1618 – 1702) – Preludium & Fuga sowie Fantasia in d
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Chaconne in f-Moll

Beim Üben im April sind die Stücke recht gut gelaufen. Leider nicht so letzten Sonntag. Gestern lief es besser, aber noch immer nicht so, als dass ich mich für heute Mittag gut vorbereitet fühlte. Allerdings ist es immer wieder so, dass es dann doch klappt, sobald es darauf ankommt. Dass ich in der Hektik des Spiels ein paarmal die Tasten nicht ganz sauber getroffen oder die Fingersätze nicht im wünschenswerten Maße berücksichtigt habe gehört wohl mit dazu. Erstaunlich gut bin ich mit dem verhältnismäßig kleinen Pedal zurechtgekommen.

Das Erarbeiten der Stücke hat mir im vergangenen dreiviertel Jahr sehr viel Freude, aber auch viel Arbeit bereitet. Daher werde ich jetzt erstmal eine kleine Pause einlegen. Ich vermute allerdings, sie wird nicht allzulange dauern.

Behringer Deepmind 12 – der neue Volks-Synthesizer?

ZittauKlaviaturBank

Ein Analogsynthesizer mit 12 Stimmen (sic!) für rund 1200€? Kann nichts taugen, so das schnelle Urteil. Dennoch hatte ich kürzlich beim Musikalienhändler des Vertrauens die Möglichkeit, den Deepmind 12 anzuhören.

Beim Durchhören der Werksklänge blieb zunächst die Skepsis. Die Patches waren reichlich mit dem Dressig der umfangreichen Effektsektion versehen – bei Digitalmaschinen war das oft ein Indiz dafür, dass der Grundklang eher “flach” ausfiel. Dank des Buttons “FX” direkt unter dem Display konnte man die Effekte aber ziemlich schnell abdrehen und sich auf den eigentlichen Klang konzentrieren. Ferner waren einige Klänge durch den Unison-Modus angedickt. Aber auch das ließ sich über das Panel schnell abstellen. Somit blieb der Grundklang des analogen Signalflusses übrig.

Die nächste Skepsis macht sich breit. Die Oszillatoren sind augenscheinlich in ihrer Wellenformpalette vergleichsweise eingeschränkt. Oszillator 1 liefert wahlweise Sägezahn und/oder Rechteckwellenformen. Letztere lässt sich in der Pulsbreite modulieren. Das Mischungsverhältnis der beiden Wellenformen ist nicht einstellbar. Sinus und Dreieck fehlen.

Jetzt würde man vielleicht einen identisch ausgestatteten zweiten Oszillator erwarten. Der ist allerdings noch spärlicher ausgerüstet und liefert lediglich eine Rechteckwellenform. Pulsbreitenmodulation fehlt. Dafür gibt es eine »Tone Mod« genannte Modulation, die ich so noch nie gehört habe. Spannend.

Eine Mixersektion fehlt ebenfalls. Lediglich der zweite Oszillator und der Rauschgenerator können in der Lautstärke geregelt werden. Und schon erreicht das Signal einen vierpoligen Tiefpassfilter. Hier kann man die Flankensteilheit auch auf 2 Pole umschalten. Das Audiosignal wandert anschließend durch den Verstärker und kann danach mit einem Hochpassfilter, der nur in der Eckfrequenz einstellbar ist, von störenden tieffrequenten Anteilen befreit werden.

Den Arpeggiator bzw. Sequencer habe ich mir nicht näher angesehen. Spannend fand ich allerdings die Modulationsbausteine. Die beiden Niederfrequenzoszillatoren bieten nämlich nicht nur die üblichen Standardwellenformen, sondern auch Sample & Hold sowie das von mir so geschätzte Sample & Glide. Besondere Freude bereitet der Blick auf die Hüllkurvensektion. Neben der Filter- und Verstärkerhüllkurve findet sich hier nämlich eine dritte – ein Feature, das Access dem Virus erst sehr spät spendiert hat. Die Kennlinien der Hüllkurvensegmente können “stufenlos” von logarithmisch über linear zu exponentiell “verbogen” werden. Das Sustainsegment kann steigend oder fallend ausgeprägt werden.

Zuguterletzt gibt es noch eine Modulationsmatrix, in der bis zu acht Modulationensverknüpfungen erstellt werden können. Die Liste der Modulationsziele kann sich sehen lassen und ermöglich es auch, andere Modulationsverknüpfungen, die Hüllkurven und Effektparameter zu modulieren.

Beeindruckend. Das Design zeugt von einer gesunden Portion Selbstbewusstsein. Angeblich ist es auch vom amzona.de-Leser-Synth “Tyrell” beeinflusst.

Die Verarbeitung erscheint äußerst robust. Gespart wurde offensichtlich an der Tastatur, die aber für die Preisklasse in Ordnung ist. Das Gehäuse mit der vieroktavigen Tastatur ist äußerst kompakt ausgefallen. Schön ist, dass die Stromversorgung über einen Eurostecker und nicht über ein externes Netzteil erfolgt.

Und wie klingt er jetzt? Trotz der eingeschränkten Oszillatoren überraschend vielseitig und überhaupt nicht langweilig. Das hatte ich nicht erwartet. Die 1024 Werksklänge bieten eine breite Palette an verschiedenen Klängen und sind, ich möchte sagen, liebevoll erstellt.

Ob der Features, des Klanges und nicht zuletzt des Preises dürfte der Deepmind 12 schnell etliche Käufer finden.

Eine letzte Skepsis bleibt noch immer. Irgendwo müssen die Ingenieure gespart haben. Rein äußerlich ist aber, abgesehen von der Tastatur, nicht ersichtlich an welcher Stelle.

Kebu live im Tollhaus

20170330_KebuImTollhaus

Auch wenn die Musik Kebus nicht ganz meinen Geschmack trifft, war es für mich als Synthesizerfetischisten doch ein Erlebnis, Ende März in einer Klangwand lauter Analoggeräte baden zu können – die Anlage hätte ruhig noch etwas höher ausgesteuert sein können.

Die Burg von Kebu ist wahrlich beeindruckend. Klanglich fand ich besonders den Alesis Andromeda A6 prägnant, ein Gerät, das ich bisher nicht sonderlich auf dem Radar hatte, zumal es schwierig zu programmieren gilt.

Edit: Inzwischen het er Mitschnitte ins Netz gestellt.

MIDI recording using an Android device

midicontrolkeyboard

Raspberry Pi 3

I used a Raspberry Pi 3 on top of one of my musical instruments to send program changes, record and playback MIDI as well as recording audio. A cardboard box did host the computer, its touch screen, the power supply, and a lot of cables went out of it (power chord, two MIDI chords, two audio chords, and sometimes a mouse and kayboard connected via USB).

Recording MIDI via Bluetooth LE on Android 6

I wanted to get rid of most of the hardware required by using an Android 6 device with its Bluetooth LE MIDI capabilities. I was looking for a basic MIDI recording application. Rather surprisingly, there was none that did fulfill my essential needs (simply record any MIDI message incoming via Bluetooth).

Recording MIDI via USB using Audio Evolution Mobile Studio

So I looked for apps that at least can record MIDI via USB. It turned out not to be an easy task. I finally selected Audio Evolution Mobile Studio. Of all the apps I inspected, it was the one that is closest to a traditional digital audio workstation.

It doesn’t use the native Android 6 MIDI subsystem. As a consequence, it can’t cope with MIDI over Bluetooth. So I’m still stuck with an USB OTG cable, a power supply for it, and a MIDI to USB cable. Additionally, USB MIDI support is not included when purchasing the app. A further “In-App” purchase is required to unlock this feature. Unfortunately it didn’t accept my preferred USB to MIDI device, the excellent Edirol UM-1S. It did accept the cheap device I bought I couple of months ago, though. This leads to a couple of issues. Firstly, the instrument in question sends a couple of program changes before recording. They appearently all arrive at the handset (since they appear in the MIDI file exported from Audio Evolution Mobile Studio). However some of them get lost each time I playback the MIDI file. Furthermore, the instrument sends a MIDI system exclusive command to reset all program changes before the actual program changes. This command does either not arrive at Audio Evolution Mobile Studio, or it denies recording them.

Audio Evolution Mobile Studio supports the traditional three track types: Audio, virtual instrument, pure MIDI. When pressing the record button, Audio Evolution Mobile Studio automatically creates a new audio track in case no other track is present or switched to recording mode. This behaviour can be switched off via the preferences.

When it comes to MIDI recording, the app shows some neat features that perfectly fulfill my needs. I created four MIDI tracks to record the Kisselbach Gloria Klassik 240. One for the Main organ (MIDI channel 1), one for the swell (MIDI channel 2), one for the pedal board (MIDI channel 3), and one for the program changes plus the volume controller (MIDI channel 12). Audio Evolution Mobile Studio allows to enable recording for multiple tracks at once, plus it allows to choose for each track which MIDI channel should be recorded by it. I was pretty impressed to detect this feature set, since I assume it is a very exotic request that someone wants to record multiple MIDI channels at once.

I already recorded some piece and exported it to MIDI. Obviously it didn’t write the track names to the MIDI file. But otherwise, everything seemed to work fine.

Verdict

Appearently Audio Evolution Mobile Studio does the one thing I need quite well. However, I did not get rid of the cables since it does not support the native MIDI subsystem as instruduced in Android 6. Further, it seems to ignore SysEx data and ignores track names when exporting MIDI. The latter two mean that I have to circumvent those issues by manually editing the resulting MIDI files. It’s annoying, but not really an issue.

Taking into account the many features the app provides, the price tag seems to be OK. For my needs, it’s a bit too expensive (not to mention the extra fee for the MIDI recording feature). I decided to buy it anyway due to the lack of alternatives.