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Hochsommer im September 2020

Erneut hat uns der Hochsommer fest im Griff. Selbst nach Einbruck der Dunkelheit zeigt das Thermometer noch Temperaturen über 20°C an.

Ab übermorgen sollen die Tagestemperaturen dann unter 30°C im mittleren 20er Bereich liegen. Niederschläge sind jedoch bis Ende des Monats eher weniger zu erwarten.

Der Wolf in Deutschland

Allmählich gewöhnen wir uns daran, dass Canis Lupus hierzulande wieder sesshaft ist. Das Konfliktpotential war wohl in vergangenen Zeiten, in denen die Menschen noch viel stärker von manuell betriebener Land- und Forstwirtschaft abhängig waren, deutlich größer. Gänzlich frei von Konflikten wird aber das Teilen des Lebensraumes auch künftig nicht aussehen. Medienwirksam betroffen sind vor allem immer wieder Schäfer. Diese erhalten zwar Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen sowie Schadenersatzleistungen, allerdings ist mir nicht klar, in welchem Maße diese Hilfen zur Deckung der Kosten beitragen.

ARTE hat mit »Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?« einen Film mit beeindruckenden Aufnahmen ins Netz gestellt. Ob die Raubtiere dauerhaft wirklich so harmlos für den Menschen sein werden wie dargestellt bleibt abzuwarten. Auf eine Begegnung in freier Wildbahn wird der ein oder die andere sicher gern verzichten wollen. Bei ausgewachsenen Menschen und gesunden Tieren dürfte das Konfliktpotential grundsätzlich eher niedrig ausfallen. In Begleitung von Kind und/oder Hund könnte das schon anders aussehen.

Neulich, am Pfingstsonntag, in der Vulkaneifel

Corona-bedingt hält sich die Lust, mal für ein paar Tage irgendwo hinzufahren, in Grenzen. Jegliche Umwelt- und Klimavernunft an den Nagel hängend hat es aber heute für eine schöne Tagestour zum Eifeler Mühlsteinwanderweg gereicht.

Der “offizielle” Startpunkt liegt in Mendig am Lava Dome. Um ganz ehrlich zu sein sind aber die ersten Kilometer nicht sonderlich spannend und führen durch Wohngebiete und weitestgehend über asphaltierte Strecken. Das nächste Mal würde ich das Fahrzeug eher oberhalb des Geflügelhofes abstellen oder einen der an der Strecke liegenden Wanderparkplätze ansteuern. Bedingt durch den Pfingstsonntag und das tolle Wetter mit Temperaturen um die 20°C waren selbige auch gut, wenn auch nicht überbelegt. Auf der Strecke selbst waren zwar einige Leute unterwegs, man lief aber auch immer wieder streckenweise niemandem über den Weg. Die Beschilderung ist gut, aber teilweise auch irreführend. Ich war froh, einen GPX-Track auf dem Telefon dabeizuhaben, den ich irgendwo im Netz gefunden hatte.

Die Strecke gabelt sich gegen Ende. Ich bin die Variante bis zum Ettringer Lay gelaufen. Das waren ab Mendig, hin und zurück, gut 19 km. Da die Strecke weitestgehend sehr leicht zu begehen ist, habe ich sie in 4:15 h brutto geschafft. Einerseits ein netter Spaziergang, andererseits etwas schade, dass der Rückweg identisch zum Hinweg verläuft.

Auffällig war, dass in den Hecken und Trockenwiesen relativ wenige Insekten zu beobachten waren. Kaum Schmetterlinge, kaum Fluginsekten, keine Grashüpfer, einfach sehr wenig. Die bewirtschafteten Flächen waren weitestgehend tot. Selbst an den Wegrändern kaum Gräser und Blüten. Teils sind die Felder bis an den Wegrand bebaut und teils waren dann die Grünstreifen auch noch gemäht. Hätte es also doch ein Pflänzlein geschafft, der Intensivlandwirtschaft zu trotzen, so ist es dann doch noch dem Mähwerk zum Opfer gefallen. Die Spinne oben hat sich zwar in der Blüte grundsätzlich einen strategisch günstigen Ort ausgesucht, aber ob sie tatsächlich den gewünschten Besuch erhalten wird, wird ein wenig von ihrer Geduld abhängen.

Rheinbrücke gesperrt

Dieses (und das nächste) Wochenende ist die Rheinbrücke im Rahmen ihrer Sanierung für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt. Auf der Südtangente in Richtung Umleitung Brücke Germersheim waren zumindest an diesem Samstag Nachmittag keine besonderen Staus zu beobachten.

Freuen dürfte sich der Betreiber der beiden Fähren nördlich und südlich der Rheinbrücke. Er hat die Betriebszeiten bis in die späten Abendstunden verlängert.

Die Fähre zwischen Neuburg und Neuburgweiher befand sich heute Nachmittag im Dauerpendelbetrieb. Durch die Wartezeit von rund 30′ bedingt (ich hatte Schlimmeres erwartet und wäre notfalls auf die Fähre in Plitterdorf oder die Brücke in Wintersdorf ausgewichen) habe ich eine Stoppuhr mitlaufen lassen. Das Beladen dauert knapp 3′, eine einzelne Überfahrt dauert rund 2 ½’, das Entladen rund 1′. Die Fähre kann somit einen vollständigen Takt in rund 12′ leisten.

In Neuburg kann man derzeit die Wartezeit nutzen, um eine Gruppe von Biberratten beobachten, die sich auch an anderen Stellen entlang der Straße beobachten lassen.

Der Speierling

Wir haben heute mal alle Flurstücke inspiziert. Auf einem haben wir ein schönes Exemplar des seltenen gewordenen Speierlings stehen. Zum Holz kann man Wikipedia entnehmen:

Der Speierling hat ein sandfarben bis rötliches – dem der Elsbeere sehr ähnliches – Splintholz und ein oft bräunlich abgesetztes, hartes und zähes Kernholz. Mit einem Trockengewicht von 0,88 g/cm³ (Darrdichte) ist es das schwerste europäische Laubholz.[22] Es wird im Werkzeugbau und für den Bau von Musikinstrumenten (Dudelsäcke) geschätzt, zum Schnitzen und Drechseln verwendet, sowie als wertvolles Möbel- und Furnierholz (unter dem Namen „Schweizer Birnbaum“) gehandelt.

Die Guttauer Teiche

Auf dem Rückweg von Bautzen kam ich zufällig an den Guttauer Teichen vorbei, die Teil der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sind. Die großflächige Anlage besteht wohl schon seit Jahrhunderten und wird offensichtlich bis heute bewirtschaftet. So wurde aus einzelnen Teichen über den Winter das Wasser abgelassen.

Das Areal bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, weshalb hier ein Naturlehrpfad mit verschiedenen Tafeln und Aussichtspunkten angelegt ist. Verblüfft haben mich die überall zu findenden bis zu handflächengroßen Muschelschalen.

The minoan path from Mithi to Karydi

A couple of years ago a new hiking trail from Mithi to Karidi has been marked. Regardless wether it is true or not that it already has been used by the minoans, it’s a nice trip anyway.

It’s not an easy walk though. It’s almost constantly a steep incline to Karydi, and the surface consists of the typical stones of alpine hiking trails. I strongly recommend hiking boots instead of sneakers. I took the same way back to Mithi which was much easier than the incline. I thus recommend to visit the “attractions” (like the bat’s cave, the viewpoint and the shepard’s fridge) while returning.

That was a total of about eight kilometres, four hours (including rests) and one and a half litres of water.

The trail is marked by some wooden signposts and red dots sprayed on rocks. I didn’t find a free download of a gpx track, so here’s mine, recorded during the decline from Karydi to Mithi. OsmAND served me very well BTW.

Melanismus bei den Kreuzottern im Schwarzwald

Ich war lange nicht im Schwarzwald. Aufgrund der schwül-heißen Witterung in der Rheinebene versprach ich mir etwas Abkühlung, doch auch auf dem Ruhestein war es noch ganz schön heiß.

Auf den Wegen fanden sich einige schwarze Schlangen. Dass es sich dabei um Kreuzottern (»Höllenotter«) handelt, hat mich überrascht.

Schon fast Sommer – und das im April

20170409_Bienwaldweg

Über das Wetter in diesem Frühjahr kann man sich nicht beschweren. Gestern konnte man es am Grillplatz trefflich aushalten, und heute konnte man das erste mal ohne Jacke radfahren. Allerdings sollte man bereits achtsam sein, denn auch andere Erdenbürger wissen das sonnige Plätzchen auf der Bank im Wald sehr zu schätzen.

20170401_BienwaldZecke

Heute (und vielleicht noch morgen) ist erstmal der Höhepunkt erreicht, denn es soll Mitte der Woche und über Ostern hinweg wieder deutlich kühler werden.

Spontaneous Xmas Vacation 2015

After intense working days during november, I once again decided to leave germany during the christmas break by visiting Madeira. As last year, I tried to go hiking each day. Again most trips have been inspired by madeira-tipps.de (german language). Thanks a bunch to Oliver.

From Achada do Teixeira (1592 m) to Pico Ruivo (1862 m)

This is a convenient trip from a parking lot over a paved respectively stepped path. Hiking clothing is recommended anyway.
The path was not that crowded as expected, I guess mainly due to the foggy and cool weather conditions. At the end, near the Pico Ruivo shelter, more people populated the hill, since two other paths joined.

From Christo Rei to Fatima chapel (near Rabacal)

One more convenient trip, following the Levada do Paul. Most of the time there is direct sunlight, e.g. no trees. One passes, besides other things, a solar power plant and some rock caves. This trip provides some great views over the Atlantic Ocean.

There were not many other hikers populating this trail. One way requires about 1 hour.

From Encumeada pass to Folhadal

I’ve been here last year. The levada do Norte splits after a couple of meters. I followed the left hand branch, avoiding the branch that leads through a long tunnel. This time the tunnel was due :)
.

The tunnel is rather straight, so one can always see the light at the end. At both ends, the tunnel is more narrow than in the middle. In case other hikers already pass the tunnel in the opposite direction, there is no need to wait until they passed. There’s enough space inside.

The landscape on the other side of the tunnel is much different. It’s cooler and more humid.

Following the levada, soon the next longer tunnel will appear, where I returned. On the left hand side of its entrance, a nice fall invites for a rest.

From Rancho Madeirense to the Parque das Queimadas

This section of the way along the Levada do Caldeirao Verde is more than convenient. It’s just a leisure walk, ending at the Parque das Queimadas where you’ll find some picnick places and a toilet.

Optionally one can follow the levada further, but I made this a separate trip.

From Pico Aieiro to Pico Ruivo

This is the counter part of the abovementioned trip to Pico Ruivo. The path bifurcates in the middle section and is paved respectively stepped up to that point. The western part was closed during my visit, so I had to take the same way forth and back. After the crossing, the surface consists of ground, but is convenient to walk anyway.

There are a couple of tunnels to pass, some short, some longer. A torch is recommended.

During my visit, there was bright sunlight and some light wind – almost perfect. During the evening hours I noticed I didn’t cover my head during the trip. Ouch. Be warned :) .

From Parque das Queimadas to Caldeirão Verde

This trip is listed at madeira-tipps.de, but a description page is missing. It is the complement to the abovementioned tour from Rancho Madeirense to the Parque das Queimadas.

Appearently this levada is a very popular one. Today it was releatively quiet, but I met about 10 other hiking parties anyway. To be honest, it is really a nice trip. It features many aspects a levada hiker likes – nice old trees, the path sometimes covered with roots or stones, often leading over the top of the levada wall, deep cliffs, several tunnels, bridges, humid rocks covered with plants and a really nice fall at Caldeirão Verde.

The trail even further follows a levada up to the Caldeirão Inferno. I saved it for the next stay :) .

From Christo Rei along the levada do Paul

This trip was planned as a complement to the abovementioned trip from Christo Rei to the Fatima chapel. I hoped the clouds were low enough to get some sunshine at the upper regions of the island. Unfortunately, this was not the case. The trip was baffled by extreme fog and wind at Paul da Serra. A german proverb is like »Wie wir sehn, sehn wir, dass wir nichts sehn.« (translates to something like »As we can see, we do see, that we don’t see anything.«).

SAMSUNG CS

The perfect occasion for a lazy day :) .

Balcoes

Ribeiro Frio appears to be a hiking center; major hiking routes cross the village, there are a couple of picnick sites in the surroundings, and the main street is well covered with parking cars.

The trip along the levada »Serra do Faial« to the viewpoint »Miradouro dos Balcões« is short but nice, though the levada to the Balcoes currently is out of operation.

Samsung Galaxy S3 as a GPS receiver

It was a mistake to leave my beloved Nokia N900 at home. Together with osm2go it still is the perfect on-site mapping gadget.

Instead I only had a Samsung Galaxy S3 with me. Its GPS receiver is rather poor and often cannot provide positioning data. It somehow works in the car (though not perfectly). But when hiking, even when placing it on top of the knapsack, it almost never got a GPS fix.

Osmand as a mapping application

I used osmand on the S3 for the following:

  • Car routing from the accomodation to the hiking destination.
  • Display the hiking trip as a GPX tracklog on top of the map.
  • Write a tracklog of the hiking trip and display it on top of the map.
  • Insert waypoints into the tracklog, to as to add mapping details to the openstreetmap data set at home.

For unkown reasons, Osmand was able to display the recorded track as long as I was in the car to the hiking destination. But as soon as I arrived there, osmand stopped routing (great) and it also stopped displaying the recorded trip on top of the map. I checked all preferences but didn’t find any option like ”Always display tracklog, even when no navigation is performed.”. Back at home I had to notice that Osmand did not only deny to display the track. It even didn’t record any trackpoints. It did, however, record the remarks I typed for mapping purposes.

I’m still scratching my head because I do not know what I did wrong so as to loose my tracklog data. It’s a pity when you record trips far away from home and you notice nothing was recorded back at home. Fortunately at least my annotations have been saved to the tracklog, so I was able to edit some minor details in the OpenStreetMap data set.

Camera

I still use the Samsung NX30 and I am quite pleased with it. However I adapted based on last year’s experience.

  • The lens I used last year was the EX-T50200CSB 50-200 mm. I much missed a wide angle. Thus I meanwhile bought the L18200MB 18-200 mm, despite its price tag. AFAIR I once read in a review that it is the “weakest Samsung lens so far”. Yes, it is not the best lens. But it allows me to go hiking without hte need to carry further lenses. Frankly, the quality is not the best. But I really enjoyed to have a lens with such an amazing zoom range at my fingertips.
  • Last year I left the tripod at home, so as to save luggage weight. I often missed it. This year the ball head was with me – and of great use, especially for taking pictures with longer exposure times (tunnels, water, fog).
    1. Verdict

      I didn’t expect so much fun. I thought I’ve seen the most interesting hiking trails last year. I learned that there was enough left to see, and I know there is still enough left for one further visit :) .

Der Rekordsommer 2015 neigt sich dem Ende entgegen…

Über das Abo von Die Zeit kam ich zu lightningmaps.org (leider stammen die Karten nicht von openstreetmap.org). Sehr schön kann man heute sehen, wie die Wolkendecke große Teile Frankreichs und Deutschlands überlagert, während es in einem großen Gebiet um Koblenz, das auch den Osten Frankreichs, Belgien und Luxemburg beinhaltet, noch wolkenfrei ist. Heftige Blitzansammlungen finden sich über Cuxhaven, dem Vogtland, über Toulouse und bei Poitiers.

Morgen soll es dann auch in Karlsruhe kühlenden Regen geben, so dass die Temperaturen deutlich unter die derzeitigen 30°C fallen. Den Rest der Woche soll es dann wolkig bei Temperaturen um die 20°C werden.

Diesen Sommer war es sogar mir zu heiß, weshalb ich nur sehr wenige Radtouren gefahren bin (so sind wir gestern bie schwülwarmem Wetter zum Konzert nach Wissembourg gefahren). Auf ????? war es teils angenehmer als hier.

Es wäre ja fast schon zu viel des Guten, aber vielleicht läuft es ja auch noch auf einen güldenen Herbst hinaus, damit ich die ein oder andere Tour nachholen kann.

Froschlurche im Frühjahr

Noch vor drei Wochen waren die Frösche mit dem Ablaichen beschäftigt:

Inzwischen sind die Kaulquappen geschlüpft. Zwar war es heute noch verhältnismäßig kühl und windig. Dennoch sind die Stechmücken bereits fleissig und belästigen neben dem Fotografen auch die Frösche:

Schon erstaunlich, wie viel Flüssigkeit sich das Insekt einverleibt. Scheint zu schmecken. Und der Frosch nichts zu merken. Sonst wäre er wohl auf Tauchgang.

Die beiden letzteren Bilder wurden mit einem Soligor 60-300mm Telezoomobjektiv mit Makrofähigkeiten aufgenommen. Die Fokussierung und Blendeneinstellungen müssen manuell vorgenommen werden, so dass man nicht auf den exzellenten Autofokus der Samsung NX30 zurückgreifen kann. Alle Bilder sind nachträglich geschnitten (»Crop«).

Der Nachteil des Soligor ist seine Größe beziehungsweise sein Gewicht. Obwohl ich ein ordentliches Stativ verwende, bewegt sich die Konstruktion – Zoom erfolgt durch Schieben, Scharfstellen durch Drehen – beim Fokussieren merklich. Ich hätte gerne eine Schelle am Objektiv statt am Kameraboden. Ohne Stativ (verstäkrt durch den fehlenden Autofokus) kann man mit dem Objektiv nicht arbeiten.

Ich mag das Objektiv dennoch sehr gerne. Einerseits deckt es einen Zoombereich ab, den Samsung mit seiner Objektivpalette (bis 200 mm) nicht abdeckt. Andererseits erlaubt es durch seine Eigenschaften eine Distanz von 700 mm zum Objekt, so dass die Objekte nicht flüchten – mit dem 60 mm Makroobjektiv von Samsung wäre das nicht möglich. Objekte wie Eidechsen oder Frösche sind dabei sehr lohnenswert. Denn sie verharren lange genug, dass man in Ruhe das Stativ ausrichten und Scharfstellen kann. Für Schmetterlinge und sonstige hektische Insekten ist es allerdings ungeeignet.

Alles so schön ruhig hier

Wir schreiben den fünften Juli zweitausendvierzehn. Am frühen Abend ist es ruhig im Schwarzwald. Sehr ruhig. Sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. Denn von Frankreich her nähern sich dunkle Wolken. Die einschlägigen touristischen Einrichtungen haben bereits geschlossen. Die Parkplätze sind leer, und im Gegensatz zu sonst stört kein hochtouriges Aufheulen irgendeines hochgezüchteten Motorrades die Stille. Nur ein einsamer Naturbursche sitzt auf einer Bank im Gebüsch und emuliert Troubadix, indem er auf seiner Leier eine Art Siegeshymne übt. Ob er singen wird? Ich weiß es nicht. Aber offensichtlich hat er, so wie ich, den Duft des Hochmoores dem Fußballspiel Frankreich gegen Deutschland vorgezogen.

Ob es sich oben um eine Heidel- oder eine Rauschbeere handelt, kann ich nicht sagen. Bei der nachfolgenden Walderdbeere kann man schön die Wirkung verschiedener Blendeneinstellungen sehen. Das erste ist bei weit geöffneter Blende (ƒ 6.3) aufgenommen und zeigt eine geringe Schärfentiefe. Das zweite ist mit weit geschlossener Blende (ƒ 16, das Objektiv unterstützt bis zu ƒ 32) und somit hoher Tiefenschärfe aufgenommen. Beim ersten ist zwar der Hintergrund stärker verschwommen, aber die Erdbeere (die eigentlich eine Sammelnuss ist) ist, wird speziell an den Rändern nicht komplett scharf dargestellt.

Da es zunehmend regnerisch und windiger wurde, wurde das Aufnehmen von Pflanzen immer schwieriger. Ich habe daher auf den Autofokus gesetzt und auch auf die Auflöseverzögerung verzichtet, denn dass eine Blüte mal mehr als 5 Sekunden stillhielt war eher die Ausnahme.

Auch die Insekten hatten sich weitestgehend zurückgezogen. Die wenigen, die noch zu sichten waren, waren ziemlich träge. Aufgrund des Lichtes ist allerdings schwarz nicht wirklich gut darstellbar. Vielleicht hätte ich das LED-Ringlicht nutzen sollen, aber es führt üblichwerweise zu verfälschten Farben (schön zu sehen an den letzten Juni-Bildern), weshalb ich es sparsam einsetze und heute überhaupt nicht genutzt habe.

Einen Weberknecht habe ich bisher in freier Wildbahn noch nicht mit der Kamera erwischt. Wie die anderen Insekten heute nachmittag auch war er ziemlich bewegungsfaul. Ich konnte also in Ruhe störende Grashalme beiseite drücken, die Kamera umsetzen und immer wieder dicht an das Tier heranrücken.

Der absolute Glückstreffer war diese Libelle. Es hatte inzwischen kräftig abgekühlt und es blies ein leichter Wind. Ich konnte mit der Kamera bis auf weniger Millimetere an das Tier heran, ohne dass es sich daran gestört hätte. Bei ganz ähnlichen Witterungsbedingungen hatte ich bei ?????? eine Fangschrecke aufnehmen können.

Bemerkenswert, wie sich das Tier an den abgerissenen Grashalm klammert. Wenn ich mir vorstelle, dass es einen kräftigen Gewitterregen hätte geben können, weiß ich nicht, ob sie sitzengeblieben wäre oder sich ein geschützteres Örtchen gesucht hätte.

Man sieht den Bildern an, dass ich aufgrund der instabilen Wetterverhältnisse innerlich nicht ruhig genug war. Ich hätte aus obigen Situationen mehr machen können. Bei ruhigerem Wetter hätte ich mir pro Szene sicher das doppelte an Zeit gegönnt. Speziell die Libelle hätte ich deutlich besser einfangen könne, wenn es nicht inzwischen sehr kühl und windig geworden wäre. Dann hätte sie aber wohl auch nicht so lange still gehalten :) .

Halbzeit 2014

Nein, der Titel bezieht sich nicht auf die zurzeit laufende Fussballweltmeisterschaft, sondern darauf, dass wir mit diesem Wochenende bereits den längsten Tag des Jahres 2014 hinter uns gelassen haben. Ab sofort werden die Tage wieder kürzer.

Es ist sonnig und im Auto kaum auszuhalten. Im Freien weht stets ein leicht kühlender Wind, der das Vorwärtskommen mit dem Rad nicht unbedingt erleichtert. Bei der Talfahrt entlang der Tour de Murg stört das aber kaum. Auch wird man beim Überschreiten der Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg nicht nach Waffen durchsucht, sondern kann ganz entspannt eine Rast einlegen :) .

Hier mal wieder ein Beispiel für das Anlegen der Schärfeebene in der Makrofotografie. Im ersten Bild liegt die Schärfeebene auf dem Rücken, wodurch die Textur schön hervorgehoben wird. Der Kopf und der Grashalm sind bereits deutlich unscharf und der Hintergrund verschwimmt komplett.

Im zweiten Bild liegt die Schärfeebene etwas tiefer, so dass der Kopf schärfer ist (man versucht üblicherweise die Schärfeebene über die Augenpartie laufen zu lassen). Durch die schwarze Färbung kann man aber kaum etwas erkennen, weshalb es hier keinen großen Gewinn bringt. Der Grashalm ist ebenfalls etwas schärfer, der Rücken dafür deutlich weniger scharf.

Auf dem Bild kann man auch störende Staubkörner erkennen. Das lässt sich wohl in diesen Tagen nicht ganz vermeiden, wenn die Landwirte das Heu einholen und das Getreide kurz vor der Ernte steht.

In Wissembourg gab es, vermutlich wetterbedingt, eine kleine Störung – einen sogenannten Heuler im Hauptwerk. Ich nehme an, dass sich Bauteile, wie beispielsweise der Ton- oder Registertraktur, durch niedrige Luftfeuchtigkeit verzogen haben. Martin Gester ließ sich nicht beirren und trug die Literatur aus dem Barock und der Wiener Klassik souverän vor. Von der Auswahl der Stücke und Registrierung über die Stimmführung bis zur Spieltechnik gefiel uns einfach alles. Und das wunderschön runde, volle und weiche französische Krummhorn kam heute wundervoll zur Geltung. Super.

Fungi pics end of september 2013

SAMSUNG CSC

Due to some humid days fungi found perfect conditions for growth. Thus I visited the Bienwald, a forest I mapped a couple of years ago, south of Schaidt during the last weekend. I added some minor details to the openstreetmap data set, but the main purpose has been to learn more how to make good use of a mirrorless camera. The area I’ve chosen can be found between the Bildeiche and the Heilbach stream.

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