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Der erste Corona-Sommer ist vorüber

Nachdem wir nach dem heißen und trockenen Sommer nochmal ein paar wunderschöne Spätsommertage genießen durften, werden die Temperaturen die nächsten beiden Wochen wohl erstmal deutlich unter 20°C liegen.

Obwohl es bisher sowohl tagsüber als auch nachts angenehm warm war, wird das Corona-Virus vom Menschen derzeit wieder stark verbreitet. In verschiedenen Städten (wie etwa in Hamm, Remscheid, Würzburg, Dingolfing oder München) liegt die Inzidenz innerhalb einer Woche wieder über (oder auch knapp unter) der kritischen Marke von 50 Fällen pro 10.000 Einwohner.

Anhand der Berichterstattung sieht es derzeit danach aus, als ob die Ursache dafür vor allem in Feiern unter Missachtung der derzeit üblichen Präventionsregeln zu finden ist. In Hamm soll eine mehrtägige Hochzeitsfeier für den Ausbruch gesorgt haben. Hier wird erwogen, die Veranstalter in Haftung zu nehmen.

Bundesweit werden heute 2143 neue Fälle vermeldet. Andere europäische Länder werden zunehmend zu Risikogebieten erklärt.

Interessant zu wissen wäre, woher der plötzliche Anstieg kommt. Gefeiert wurde über den gesamten Sommer, nicht erst jetzt. Unvorsichtig waren die Teilnehmer dabei sicher auch schon vorher. Ob die Ursache in Urlaubsrückkehrern zu suchen ist, die das Virus unwissentlich in die Breite getragen haben, ist erstmal unklar. Es steht jedenfalls zu befürchten, dass die Fallzahlen weiter zunehmen, da Feiern zunehmend in Innenräumen stattfinden werden. Keine angenehmen Aussichten für den Herbst und den Winter.

Neulich, als Corona-Viren Parties feierten

Weltweit nehmen die Corona-Fälle, beispielsweise in Österreich, Tschechien, Frankreich oder Israel (Lockdown), wieder deutlich zu. In Deutschland ist es noch vergleichsweise ruhig.

Derzeit berichten die Medien hauptsächlich über einen Fall aus Garmisch-Partenkirchen. Eine Frau in den 20ern sei aus dem Urlaub zurückgekehrt, aufgrund von Symptomen zum Test gegangen, in Quarantäne geschickt worden, am darauffolgenden Tag im Nachtleben aktiv gewesen und am darauffolgenden Tag mit einem positiven Ergebnis konfrontiert gewesen. Schnell wurde sie als “Superspreaderin” bezeichnet. Die Sachlage könnte sich allerdings auch als etwas weniger eingängig darstellen. So schreibt die Süddeutsche mittlerweile Corona-Tests in Garmisch-Partenkirchen: Überraschend negativ. Ungeachtet dessen ist Garmisch derzeit Corona-Brennpunkt.

Die Vorkommnisse zeigen vor allem, wie schnell das Virus weitergegeben wird und wie gefährlich es daher ist. Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen mag lästig sein, vor allem für Menschen, die das aus beruflichen Gründen den ganzen Tag über durchziehen müssen. Aber verglichen mit den Konsequenzen, die wir alle tragen müssen, wenn wir nicht darauf achten, stellen sie doch das deutlich kleinere Übel dar.

Wann und wo tauchte Corona eigentlich zum ersten Male auf?

Wikipedia behauptet bislang:

2017 wurde in Wuhan für 44 Millionen US-Dollar (300 Millionen Yuan) ein Biolabor für Forschungen an gefährlichsten Krankheitserregern (BSL-4) fertiggestellt.

Die weltweit ersten Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten und daran erkrankten, stammten aus Wuhan. Ende November 2019 traten dort die ersten Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung auf. Von Wuhan aus verbreitete sich das Virus binnen Monaten in der ganzen Welt.

Mittlerweile gibt es Hinweise, dass das Virus möglicherweise bereits am 16. November 2019 im Elsass aufgetreten ist, wie die Tagesschau vorgestern berichtete. Auch Wikipedia liefert entsprechende Hinweise:

Als Patient Null ist inzwischen ein 55-jähriger Mann aus der Provinz Hubei im Verdacht, der sich bereits am 17. November 2019 infiziert haben könnte. Mittlerweile wurde in Frankreich in der Nähe von Paris durch retrospektive Analyse ein Fall im Dezember 2019 nachgewiesen. Der Patient hatte keinerlei Verbindungen zu China/Wuhan, seine Frau arbeitete aber nahe dem Flughafen in einem Supermarkt. Einen noch früheren Verdacht auf Patientin Null gibt es auch im Elsass/Frankreich vom 16. November 2019.
Es zeigte sich also, dass nicht alle frühen COVID-19-Fälle mit dem Markt in Verbindung gebracht werden können und die Historie des Ausbruchs wohl komplizierter ist als ursprünglich angenommen.

Als Entstehungsort des Virus gilt nach wie vor Südchina, es wurde aber mutmaßlich schon vor den Ereignissen in Wuhan weltweit verbreitet. Dort fand es zwar zum ersten Male besonders gute Voraussetzungen für eine massenhafte Weiterverteilung (Superverbreitungsereignis), ähnliche Brennpunkte hätten sich aber wohl jederzeit auch andernorts entwickeln können.

Möglicherweise entstand das neue Virus durch Mutation in einem Wirtstier und wurde anschließend an Menschen weitergegeben. Bedingt durch den globalen Reiseverkehr kann es dann sehr schnell über große Distanzen verbreitet werden. Besonders übel an dem Virus ist wohl, dass Infizierte bereits ansteckend sind, selbst wenn Sie selbst noch keinerlei Symptome wahrnehmen. Beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten und Niesen werden infektiöse Tröpfchen abgegeben, die im “besten” Falle direkt in Mund und Rachen anderer Personen gelangen (“Tröpchenübertragung”). Die Viren bleiben wohl auch außerhalb des Körpers noch für einige Zeit ansteckend und können somit einerseits durch die Atemluft (Aerosole) als auch über kontaminierte Oberflächen (“Schmierinfektion”) aufgenommen werden.

Insofern scheinen die üblichen Gegenmaßnahmen allesamt sinnvoll zu sein:

  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung senkt das Risiko, dass Infizierte, die noch nicht wissen, dass sie infiziert sind, andere durch direkte Tröpchenübertragung anstecken. Inwieweit die “Masken” helfen, die eigene Aufnahme von Viren durch Aerosole zu reduzieren, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Sollte man sich in einem Raum befinden, dessen Luft bereits stark kontaminiert ist, besteht vermutlich nach wie vor ein hohes Risiko einer Infektion. Das hängt von der Filterfähigkeit der Maske und davon ab, wie dicht die Maske zum Gesicht hin abschließt. Mir ist nicht klar, inwieweit die Augen ebenfalls ein Einfallstor bilden.
  • Das Abstand halten zu anderen Menschen verringert ebenfalls das Risiko einer direkten Tröpfcheninfektion, denn vor allem größere Tröpfchen sinken recht schnell zu Boden. Die üblicherweise empfohlenen eineinhalb Meter scheinen mir allerdings nicht sonderlich großzügig bemessen zu sein.
  • Hygienemaßnahmen, wie das Waschen und Desinfizieren der Hände als auch die Hände möglichst aus dem Gesicht zu lassen, beugen Schmierinfektionen vor. Es hilft sowohl dabei, dass unwissentlich Infizierte Viren auf Oberflächen hinterlassen als auch dabei, dass noch nicht Infizierte von Oberflächen aufgenommene Viren an die eigenen Schleimhäute übertragen.
  • Geschlossene Räume sollten möglichst gut gelüftet werden, um eine mögliche Konzentration von Viren in der Atemluft gering zu halten.

Schön kuschelig warm

Erneut erleben wir einen heißen und trockenen Sommer. Das vergangene Wochenende habe ich daher bevorzugt in der – noch – kühlen Wohnung verbracht. Auch dieses Refugium hat sich allerdings am Dienstag, nach angenehmen 22°C in den Morgenstunden, im Verlaufe des Tages merklich aufgeheizt.

Heute Nachmittag gab es dann wenigstens ein kurzes Gewitter, so dass die Außentemperatur innerhalb kurzer Zeit von 34 auf 24°C gesunken ist. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist es allerdings noch immer unangenehm schwül.

Laut Progognose sollen die Temperaturen jetzt allmählich fallen, auch wenn für Sonntag nochmal eine Hitzespitze droht.

Und wie geht’s Corona eigentlich so? International steigen die Fallzahlen weiterhin deutlich, während national die Reproduktionsrate nur knapp unter dem kritischen Wert 1 liegt und die Vorkommen nicht mehr lokal begrenzt sind, sondern wieder stärker in die Breite gehen. Russland hat vollmundig die Freigabe eines Impfstoffes bekanntgegeben, die allgemein auf Unverständnis stößt.

Für mich gilt nach wie vor: Menschenansammlungen meiden, auch sonst direkte Kontakte möglichst meiden und zumindest in Innenbereichen artig Maske tragen. Ich hadere daher noch, ob ich am Sonntag ein Konzert besuchen soll. Letzte Woche habe ich mich noch gedrückt. Aber ich glaube am Wochenende werde ich das Risiko mal auf mich nehmen.

Wo Daten sind, wecken sie auch Begehrlichkeiten

»Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat ja nichts zu befürchten.« lautet eine landläufige Meinung. Da Restaurants (und andere Veranstalter) derzeit coronabedingt Gästelisten führen, muss klar sein, dass diese auch für andere als die angedachten Zwecke herangezogen werden. Die Polizei verteidigt naturgemäß ihr Vorgehen.

Solange unser Rechtsstaat halbwegs funktioniert ist das noch nicht kritisch. Dennoch zeigt sich erneut, dass es nur einen Weg gibt, Missbrauch effektiv zu verhindern – indem Daten erst gar nicht gesammelt werden. Leider ist das in usnerer heute hochgradig digitalisierten und vernetzten Welt nahezu unmöglich.

Der Wolf in Deutschland

Allmählich gewöhnen wir uns daran, dass Canis Lupus hierzulande wieder sesshaft ist. Das Konfliktpotential war wohl in vergangenen Zeiten, in denen die Menschen noch viel stärker von manuell betriebener Land- und Forstwirtschaft abhängig waren, deutlich größer. Gänzlich frei von Konflikten wird aber das Teilen des Lebensraumes auch künftig nicht aussehen. Medienwirksam betroffen sind vor allem immer wieder Schäfer. Diese erhalten zwar Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen sowie Schadenersatzleistungen, allerdings ist mir nicht klar, in welchem Maße diese Hilfen zur Deckung der Kosten beitragen.

ARTE hat mit »Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?« einen Film mit beeindruckenden Aufnahmen ins Netz gestellt. Ob die Raubtiere dauerhaft wirklich so harmlos für den Menschen sein werden wie dargestellt bleibt abzuwarten. Auf eine Begegnung in freier Wildbahn wird der ein oder die andere sicher gern verzichten wollen. Bei ausgewachsenen Menschen und gesunden Tieren dürfte das Konfliktpotential grundsätzlich eher niedrig ausfallen. In Begleitung von Kind und/oder Hund könnte das schon anders aussehen.

Der schnellste Onlineverkauf aller Zeiten

Gestern kam eine Eismaschine an, weshalb ich den bisherigen Einsatz für meine Küchenmaschine nicht mehr brauche. Zu schade zum Entsorgen habe ich ihn auf einem Kleinanzeigenportal eingestellt, umgehend drei Anfragen erhalten (könnte am heißen Wetter gelegen haben) und mit einem Interessenten den Kauf abgeschlossen.

Üblicherweise beträgt die Verweildauer der Artikel im Portal Wochen, wenn nicht gar Monate. Wenige Stunden ist für mich eine ganz neue Erfahrung :) .

Kalendarischer Sommeranfang 2020

Nachdem es zur Schafskälte Anfang Juni nochmal kühl geworden war und sich die Natur über etwas Regen freuen durfte, ist es ab heute, passend zum kalendarischen Sommeranfang, wieder recht warm.

Und was macht Corona derzeit so?

Für die Corona-App erhält die Bundesregierung einiges an positivem Feedback. Der Datenschutz scheint grundsätzlich große Berücksichtigung gefunden zu haben. Der Quellcode der App ist via Github einsehbar.

Ein Wermutstropfen bleibt. Die Installation ist derzeit nur über die Stores der Betriebssystemanbieter möglich. Der Versuch, die App auf meinem Smartphone mittels AIDE zu bauen, schlug leider fehl. Selbst wenn das geklappt hätte, wäre die App ohne Play Store-Anbindung nicht funktionsfähig, da die App von den Play Services von Google abhängig zu sein scheint. Auch Sven hat sich Mitte letzter Woche damit auseinandergesetzt und bemängelt die Verletzung des Prinzips der Datensparsamkeit.

In Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh ist beim Fleischverarbeiter Tönnies ein neuer Corona-Brennpunkt entstanden. Von rund 6000 Personen wurde grob ein Fünftel, vornehmlich aus der Zerlegung, positiv getestet. 21 Patienten werden stationär behandelt, davon sechs auf der Intensivstation. Das sieht so aus, als ob Tönnies für sich von den kürzlichen Vorkommen in anderen Betrieben keine Lehren ziehen konnte, was auch ein Video von n-tv vermuten lässt. Die Schlachtung wurde eingestellt, wodurch dem Markt rund 20 Prozent an Fleischprodukten fehlt und die Schweinelieferanten ein Platzproblem bekommen. Eine beachtliche Konzentration an Marktmacht.

Am Donnerstag waren rund 700 Bewohner einer Göttinger Wohnanlage unter Quarantäne gestellt worden. Gestern scheint die Lage eskaliert zu sein, als sich die Bewohner gegen die Maßnahme zur Wehr setzten.

Das Robert Koch Institut verortet mittlerweile die R-Werte wieder oberhalb von zwei. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass einzelne lokale Ausbrüche sich bei den derzeit insgesamt relativ niedrigen Zahlen schnell bemerkbar machen. Die R-Werte bedürfen also, wie eigentlich immer bei Metriken, der Bewertung unter Zuhilfenahme weiterer Informationen.

Ab morgen läuft beispielsweise in Hessen wieder der reguläre Schulbetrieb an. Wir dürfen gespannt sein, ob und wenn ja welche Auswirkungen das in ein paar Wochen haben wird.

Bestell dein Blech.de

Um die Kommunikationselektronik im Flur zu verstauen, musste ich unter der Kommode einen Unterbau anbringen. Am Sonntag Nachmittag habe ich daher auf www.bestell-dein-blech.de die benötigten Maße gezeichnet. Am Montag erhielt ich ein Angebot, das ich gleich bestätigt habe. Am Dienstag ging dann die Versandbestätigung ein und heute wurde die Ware bereits geliefert.

Um ganz ehrlich zu sein, ich bin genauso baff über die Fertigungs- und Liefergeschwindigkeit wie vor ein paar Wochen, als ich Sandalen aus Italien kommen ließ. Natürlich habe ich die Wanne heute Abend gleich verbaut und die DSL-Geräte darin verstaut. Drei Tage von der “Idee bis zur Realisierung”. Das ist ordentlich.

Corona-Effekte am Pfingstsonntag

Nach wie vor sind Zusammenkünfte größerer Menschenmengen ein “gefundenes Fressen” für das Corona-Virus. In Bezug auf den Corona-Infektionsherd in einer Bremerhavener Gemeinde macht mittlerweile die Information die Runde, dass die Infektionen nicht direkt beim Gottesdienst, sondern durch nachfolgende Kontakte stattfanden. In Göttingen führten wohl größere Familienfeste zu einer starken Verbreitung.

Die üblichen Abstands- und Gesichtsbedeckungsregeln scheinen nach wie vor äußerst sinnvoll zu sein. Über letztere klagen mittlerweile die Mitarbeiter im gewerblichen Bereich. Das stundenlange Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung stellt nachvollziehbarerweise eine besondere Belastung dar. Ein generelles Weglassen, wie teils gefordert, wäre allerdings äußerst riskant. Hier werden somit kreative Lösungen, wie beispielsweise ausreichende Tragepausen, benötigt.

Derzeit zeigen zugleich die Vorfälle im privaten Bereich deutlich das hohe Risko. Wer die Corona-Maßnahmen ignorieren möchte, mag das tun, aber auch die Verantwortung dafür gegenüber den Mitbürgern übernehmen.

Die Corona-Lage zu Pfingstbeginn 2020

Allgemein ist die Anzahl der Infektionen stark zurückgegangen. Im Stadtkreis Karlsruhe sind derzeit 5 Infektionen bekannt. Allgemein nimmt der Verkehr und die Reisetätigkeit wieder zu, zumal das Pfingstwochenende vor der Türe steht. Es ist allzu verständlich, dass die Achtsamkeit der Bevölkerung in Bezug auf die üblichen und nach wie vor geltenden Einschränkungen (Mund-Nase-Bedeckung, Abstand) abnimmt.

Lokal zeigt sich gleichzeitig, wie hoch das Risiko durch das hochansteckende Virus nach wie vor ist. Neben den Fällen der letzten Wochen ist erneut eine Kirchengemeinde betroffen, diesmal in Bremerhaven. Mittlerweile hat sich die Zahl der bestätigten Fälle von 20 auf 44 erhöht. Erwartet wird mittlerweile eine dreistellige Zahl.

Aufgrund der Vorkommnisse wird derzeit kontrovers diskutiert, wie groß das Risiko einer Ansteckung durch Aerosole ist. Sollte sich die Vermutung erhärten, wird das weitreichende Konsequenzen für die kommenden Monate haben. Falls nein, wären das verhältnismäßig gute Nachrichten.

Die Lage eine Woche vor Pfingsten

Zum dritten Mal in Folge zeichnet sich ein trockenes und heißes Jahr ab. Für Menschen, die gerne draußen sind, eine Wohltat, für die Natur, Landwirtschaft und so weiter weniger. Gestern hat es sich deutlich abgekühlt und über längere Zeit sogar leicht geregnet, allerdings dürfte sich die Niederschlagsmenge für die trockenen Böden kaum nennenswert bemerkbar gemacht haben. Morgen soll es nochmal ein klein wenig regnen, bevor es dann ab Dienstag wieder über einen längeren Zeitraum trocken bleiben und Tagestemperaturen über 20°C geben soll.

Und wie gehts Corona eigentlich so? Offensichtlich bringen die Corona-Lockerungen tatsächlich ein erhöhtes Infektionspotential mit sich. So haben sich laut ARD vor rund einer Woche (am 15. Mai) im Landkreis Leer etliche Mitbürger in einem Restaurant, vor rund zwei Wochen in Frankfurt bei einem Gottesdienst angesteckt. In letzterem Falle berichtet mittlerweile der Deutschlandfunk (und andere Medien) von 107 Infizierten.

Nachdem die Urlaubssaison vor der Türe steht und in der Gesellschaft die Unterstützung für die Corona-Maßnahmen abgenommen hat, dürfen wir gespannt sein, was in den kommenden Wochen passieren wird.

Restaurant- und Hotelbetrieb läuft wieder an

Abhängig vom Bundesland können Restaurant- und Beherbergungsbetriebe bereits wieder arbeiten oder den Betrieb in den nächsten Tagen wieder aufnehmen (tagesschau.de). Ein abendlicher Rundgang durch Karlsruhe zeigt denn auch, dass sich allenthalben darauf vorbereitet wird.

Einerseits ist das verständlich, vielleicht auch wichtig. Die Betriebe müssen wirtschaften können, die Menschen aus den eigenen vier Wänden kommen.

Andererseits ist die Sache äußerst riskant. Schon jetzt lässt sich beobachten, dass die üblichen Hygienemaßnahmen wie Abstand und Kontaktreduktion bei besten Wetter schon lange nicht mehr eingehalten werden. Die Wiedereröffnung wird ziemlich sicher die Infektionsrate wieder steigen lassen – alles andere grenzte an ein Wunder.

Es bleibt nichts weiter, als abzuwarten und die Entwicklung der zentralen Kennzahlen aufmerksam zu beobachten.

Versandqualität zu Zeiten von Corona

Die Paketdienstleister kämpfen derzeit mit einem hohen Paketaufkommen. Sie weisen denn auch darauf hin, dass bei Lieferungen derzeit mit höheren Wartezeiten zu rechnen sei. Speziell DHL erwähnt Sperrgutsendungen, die wohl mit niedriger Priorität bearbeitet werden.

Um ganz ehrlich zu sein funktionierte der Versand aus meiner Sicht in den letzten Wochen erstaunlich gut. Das gilt sowohl für getätigte Bestellungen, aber auch für ausgehende Sendungen. Speziell hervorheben möchte ich den online beauftragten Abholservice von DHL. Mehrfach wurden Sendungen, die Abends bis 22h beauftragt wurden, tatsächlich gleich am nächsten Tag abgeholt.

Auffälligkeiten konnte ich nur bei 2 Sendungen feststellen. Eine kleine Bestellung kam erst nach Wochen an. Ein Speergutpaket schaffte es zwar von Dienstag Abend bis Donnerstag morgen bis in die Zielstadt, lagerte dort aber mehrere Wochen bis zur Auslieferung (Laufzeit 29. April-25. Mai). Da es sich nciht um einen dringend benötigten Artikel handelte, war das gut verschmerzbar.

Bei allen anderen Sendungen fühlte es sich fast nach Normalbetrieb an. Ich habe keine Ahnung, wie die Dienstleister das geschafft haben.

Und wie geht’s Corona eigentlich so?

Grundsätzlich haben wir einen wunderschönen Frühling. Schon an Ostern war es extrem mild. Die Tagestemperaturen haben sich mittlerweile zwischen 20 und 25°C eingepegelt. Die Kehrseite ist allerdings, dass es am Niederschlag mangelt und die Böden daher zu trocken sind. Ein weiteres Risiko besteht in brandgefährdeten Wäldern.

Und wie geht’s Corona eigentlich so? Prächtig, könnte man sagen. Ich arbeite jetzt die sechste Woche (seit 16. März) ausschließlich von zuhause aus. Funktioniert deutlich besser, als ich erwartet hätte. Und ich bin mir der Vorzüge, die wir ITler derzeit haben, sehr sehr bewusst. Wir können von zuhause aus arbeiten und somit unsere (physischen) sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Andere Berufsgruppen sind deutlich exponierter und tragen ein weitaus höheres Infektionsrisiko. Ferner sind wir (noch) nicht in der Kurzarbeit und müssen daher nicht mit Einkommenseinbußen zurecht kommen.

Schauen wir auf die allgemeine Lage in Deutschland. Überraschenderweise haben die wochenlangen Kontaktreduktionsmaßnahmen nicht zu einer deutlichen Reduktion der Fallzahlen geführt. Noch immer steckt ein infizierter (fast) einen weiteren an. Corona hat es sich also in unserer Gesellschaft gemütlich gemacht und wird uns noch lange erhalten bleiben. Andererseits haben wir eben genau das geschafft, nämlich dass sich die Verbreitung linear stabilisiert hat und wir keine vollkommen unkontrollierte Explosion der Fallzahlen verzeichnen müssen.

Umso unverständlicher finde ich die derzeitigen Diskussionen in Politik und Wirtschaft nach einer Lockerung der Maßnahmen. Kleinere Geschäfte nehmen den Betrieb bereits wieder auf. Der Wunsch, die Writschaft zumindest auf Sparflamme am Köcheln zu halten ist verständlich. Die Konsequenzen müssen uns aber klar sein:

  • Wir nehmen billigend in Kauf, dass mehr Menschen infiziert und sterben werden, als wenn wir noch ein paar Wochen Disziplin walten lassen würden.
  • Wir helfen kurzfristig geringfügig der Wirtschaft, zahlen aber mittelfristig mehr.
  • Das Risiko steigt, dass erneut Infektionsherde entstehen und wir ein zweites Mal, dann umso heftiger, die Notbremse werden ziehen müssen, mit deutlich schlimmeren wirtschaftlichen Auswirkungen, als wenn wir jetzt noch ein paar Tage weiter durchhalten würden.
  • Die bisherigen Maßnahmen kamen bereits keine Sekunde zu spät, sprich wir wären günstiger weggekommen, hätten wir sie bereits früher eingeleitet.
  • Während Atemschutz (unverständlicherweise) mehrere Wochen mahnend abgelehnt wurde, wird er ab nächster Woche plötzlich flächendeckend verpflichtend. Das hätte deutlich früher kommen müssen (siehe letzter Punkt).

Ich hatte diese Woche den Eindruck, dass auf den Straßen wieder deutlich mehr los war als in den vergangenen Tagen. Die Dichte an Menschen nimmt wieder deutlich zu und damit auch das Potential weiterer Ansteckungen. Da wir die Auswirkungen anhand der Metriken immer erst mit deutlicher Latenz sehen können, bin ich sehr gespannt auf die Zahlen in den nächsten beiden Wochen. Sollten die Fallzahlen wieder steigen wage ich zu bezweifeln, dass die Befürworter der Maßnahmenlockerungen dafür Verantwortung übernehmen werden.

Und wie soll es jetzt weitergehen? Unzweifelhaft ist, dass wir in irgendeiner Form unser Wirtschaften auch unter widrigen Bedingungen am Laufen halten müssen. Für die nächsten Monate scheint daher eine Atemschutzpflicht sinnvoll zu sein. Das bedingt allerdings, dass die – weltweit – gewaltige Nachfrage auch befriedigt werden können muss. Und das ist derzeit nicht der Fall. Wir haben zudem die Mahnungen der vergangenen Jahre, für solche Fälle durch entsprechende Bevorratung vorzusorgen, schlicht ignoriert.

Bleibt also zu hoffen, dass in den nächsten Wochen durch entsprechende Produktionssteigerungen genügend Ware bereitgestellt werden kann. Masken, Abstands- und Kontaktvermeidungsgebote werden uns erhalten bleiben, bis wir eine breite Massenimpfung durchgeführt haben werden. Und wir dürfen beten, dass es bis dahin nicht zu Mutationen des Virus’ gekommen sein wird, andernfalls das Spiel von voerne beginnen wird.

Covid 2 – die Lage am zweiten Homeoffice-Mittwoch

Nach gut einer Woche hätte ich erwartet, dass die Reduktion sozialer Kontakte bereits einen ersten Einfluss auf die Fallzahlen zeigt. In den Medien finden sich dazu heute allerdings widersprüchliche Angaben, die von “keine Besserung in Sicht” bis “Kurve etwas flacher” (taz) reichen.

Die weitere Zunahme kann auch daran liegen, dass bis zum vergangenen Wochenende noch immer einige Mitbürger recht leichtsinnig waren und die Distanzregeln nicht im erforderlichen Maße eingehalten wurden. Dass dann am Sonntag Bund und Länder einheitliche, weiter einschränkende Regeln (im öffentlichen Raum nur noch Zweierpaare etc.) verordnet wurden, scheint daher nachvollziehbar. Rechnet man Inkubations, Ermittlungs- und Übermittlungszeiten zusammen, werden wir vielleicht am kommenden Sonntag sehen können, ob das Ganze was gebracht hat.

Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass sich die Menschen in meinem unmittelbaren sozialen Umfeld ganz gut mit der Situation arrangiert haben. Videoconferenzing ist wichtig, und glücklicherweise hält unsere Infrastruktur die enormen Datenmengen sogar recht gut aus. Würde die Internet- oder gar Stromversorgung zusammenbrechen hätte das allerdings vermutlich katastrophale Auswirkungen. Wir sollten auf Holz klopfen :) .

Covid 2 – die Lage am ersten Homeoffice-Freitag

Seit Montag habe ich die Wohnung nur für nötige Besorgungen verlassen. Das RKI vermeldete heute Vormittag weiterhin exponentielle Infektionsraten sowohl international als auch national. Die ersten Städte in der Umgebung, wie Landau oder Germersheim, verhängen weitere Sperren. Der Bund bereitet die Bürger zudem darauf vor, dass es ab Sonntag zu großflächigen Sperren kommen “kann”. Es steht zu vermuten, dass das somit bereits beschlossene Sache ist.

Bislang ist keiner aus meiner Familie betroffen. Ob ich selbst betroffen bin, weiß ich noch nicht, denn ich war bis Freitag noch im Büro. Aufgrund der teils langen Inkubationszeit muss ich somit noch abwarten.

Die Homeoffice-Tage machen zumindest mich ganz schön platt. Ich habe meine Masterworkstation weggeräumt und auf dem Ständer einen Steharbeitsplatz eingerichtet. Leider müsste ich den zur Höhenverstellung immer erst komplett abräumen, weshalb ich das nicht mache. Abends sind meine Füße platt und der Kopf komplett dicht. Üblicherweise ist man ja tagsüber auch immer wieder mal unterwegs. Das fällt jetzt komplett weg. Man schaut den ganzen Tag nur noch auf den Bildschirm. Dennoch bin ich derzeit dankbar darum, arbeiten zu können, ohne groß in physischen Kontakt mit anderen zu kommen. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Zustand noch Wochen, eher gar Monate andauern wird. Denn selbst wenn die Fallzahlen wieder nach unten gehen, sollten wie ja solange Vorsicht walten lassen, bis auch das letzte Infektionsnest halbwegs im Griff ist – weltweit. Ich vermute, dass das eher früher als später auch zur psychischen Belastung werden wird.

Schaun wir mal. So wie es aussieht werden wir umso schneller durch die Sache kommen, je mehr die Menschen das Abstandhalten diszipliniert durchhalten. Und die Politik beklagt leider dieser Tage, dass sich noch nicht alle Mitbürger an diese Regelung zu halten bereit sind.

Covid 2 – derzeitige Fallzahlen

Seit heute sitze ich, wie viele andere auch, im Homeoffice. Hier haben wir klar einen Vorteil gegenüber Arbeitnehmern, die ihre Arbeit ausschließlich durch physische Präsenz verrichten können. Noch exponierter sind diejenigen Mitmenschen, die in Bereichen arbeiten, die für die Versorgung von uns allen überlebensnotwendig sind. Dazu zählt das Gesundheitswesen, die Polizei, aber auch der Lebensmittelhandel, Lieferservices etc.

Auf tagesschau.de finden sich mit Stand vom 16.03.2020 um 18:30 die folgenden weltweiten Corona-Fallzahlen:

  • Bestätigte Infektionen: 175.275
  • Aktuell Infizierte: 90.911
  • Tote: 6.706
  • Genesene Patienten: 77.658

90 Minuten später:

  • Bestätigte Infektionen: 179.073
  • Aktuell Infizierte: 93.921
  • Tote: 7.074
  • Genesene Patienten: 78.078

Diese Zahlen werden uns in den kommenden Wochen intensiv beschäftigen.

Ein Frühlingssonntag zu Zeiten des Corona-Virus

Bereits letzte Woche haben einzelne Unternehmen Mitarbeiter in die Telearbeit entlassen. Ab Morgen beginnen nun die Bundesländer, Bildungseinrichtungen zu schließen, um die weitere Verbreitung zu verlangsamen. Zur Stunde erwägt die Bundesregierung zudem erste Grenzschließungen.

So wie es aussieht, wird uns das Thema noch längere Zeit, vielleicht bis nächstes Jahr, beschäftigen. Schaut man sich die gravierenden Auswirkungen beispielsweise in Italien, wo das öffentliche Leben bereits fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, an, so dürfen wir mit Sicherheit auch gravierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft erwarten.

Nichtsdestotrotz durfte die gesamte Tier- und Pflanzenwelt heute einen wunderschönen Frühlingssonntag genießen. Gefühlt waren allerdings weit weniger Leute im Freien unterwegs, als das unter normalen Umständen zu erwarten gewesen wäre. Scheinbar sind viele Mitbürger aus Verunsicherung lieber zuhause geblieben.

Restaurierungsarbeiten im Rhododendronpark Kromlau

In der Kromlauer Rhododendronparkanlage finden sich zahlreiche Skulpturen aus Basaltstein. In einem kleinen etwas abseits gelegenen See steht eines der bekanntesten, die Rakotz- oder auch Teufelsbrücke. Sie wird begleitet von der Grotte und den “Orgelpfeifen”.

Das Ensemble befand sich in keinem guten Zustand. Die Grotte war schon vor Dekaden eingestürzt, die Brücke war nicht mehr ganz sicher und die schräg stehenden Basaltstelen standen vielleicht schräger als ursprünglich angelegt.

Seit einiger Zeit wird daher eifrig gebaut, weshalb des See abgelassen und das Areal durch einen Bauzaun gesichert ist. Derzeit sieht man somit vornehmlich Baumaterial und -maschinen, Gerüste und Sicherungsvorkehrungen.

Auch der Parkplatz ist derzeit komplett gesperrt und wird neu angelegt. In dem Zuge ist im Rohbau auch schon ein neues Infohäuschen entstanden. Da der Park frei zugänglich, der Unterhalt die Gemeinde Gablenz jedoch finanziell belastet, vermute ich, sie wird mit dem Parkplatz und Infopunkt versuchen, zumindest einen Teil der Betriebskosten zu decken.