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Covid 2 – die Lage am zweiten Homeoffice-Mittwoch

Nach gut einer Woche hätte ich erwartet, dass die Reduktion sozialer Kontakte bereits einen ersten Einfluss auf die Fallzahlen zeigt. In den Medien finden sich dazu heute allerdings widersprüchliche Angaben, die von “keine Besserung in Sicht” bis “Kurve etwas flacher” (taz) reichen.

Die weitere Zunahme kann auch daran liegen, dass bis zum vergangenen Wochenende noch immer einige Mitbürger recht leichtsinnig waren und die Distanzregeln nicht im erforderlichen Maße eingehalten wurden. Dass dann am Sonntag Bund und Länder einheitliche, weiter einschränkende Regeln (im öffentlichen Raum nur noch Zweierpaare etc.) verordnet wurden, scheint daher nachvollziehbar. Rechnet man Inkubations, Ermittlungs- und Übermittlungszeiten zusammen, werden wir vielleicht am kommenden Sonntag sehen können, ob das Ganze was gebracht hat.

Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass sich die Menschen in meinem unmittelbaren sozialen Umfeld ganz gut mit der Situation arrangiert haben. Videoconferenzing ist wichtig, und glücklicherweise hält unsere Infrastruktur die enormen Datenmengen sogar recht gut aus. Würde die Internet- oder gar Stromversorgung zusammenbrechen hätte das allerdings vermutlich katastrophale Auswirkungen. Wir sollten auf Holz klopfen :) .

Covid 2 – die Lage am ersten Homeoffice-Freitag

Seit Montag habe ich die Wohnung nur für nötige Besorgungen verlassen. Das RKI vermeldete heute Vormittag weiterhin exponentielle Infektionsraten sowohl international als auch national. Die ersten Städte in der Umgebung, wie Landau oder Germersheim, verhängen weitere Sperren. Der Bund bereitet die Bürger zudem darauf vor, dass es ab Sonntag zu großflächigen Sperren kommen “kann”. Es steht zu vermuten, dass das somit bereits beschlossene Sache ist.

Bislang ist keiner aus meiner Familie betroffen. Ob ich selbst betroffen bin, weiß ich noch nicht, denn ich war bis Freitag noch im Büro. Aufgrund der teils langen Inkubationszeit muss ich somit noch abwarten.

Die Homeoffice-Tage machen zumindest mich ganz schön platt. Ich habe meine Masterworkstation weggeräumt und auf dem Ständer einen Steharbeitsplatz eingerichtet. Leider müsste ich den zur Höhenverstellung immer erst komplett abräumen, weshalb ich das nicht mache. Abends sind meine Füße platt und der Kopf komplett dicht. Üblicherweise ist man ja tagsüber auch immer wieder mal unterwegs. Das fällt jetzt komplett weg. Man schaut den ganzen Tag nur noch auf den Bildschirm. Dennoch bin ich derzeit dankbar darum, arbeiten zu können, ohne groß in physischen Kontakt mit anderen zu kommen. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Zustand noch Wochen, eher gar Monate andauern wird. Denn selbst wenn die Fallzahlen wieder nach unten gehen, sollten wie ja solange Vorsicht walten lassen, bis auch das letzte Infektionsnest halbwegs im Griff ist – weltweit. Ich vermute, dass das eher früher als später auch zur psychischen Belastung werden wird.

Schaun wir mal. So wie es aussieht werden wir umso schneller durch die Sache kommen, je mehr die Menschen das Abstandhalten diszipliniert durchhalten. Und die Politik beklagt leider dieser Tage, dass sich noch nicht alle Mitbürger an diese Regelung zu halten bereit sind.

Covid 2 – derzeitige Fallzahlen

Seit heute sitze ich, wie viele andere auch, im Homeoffice. Hier haben wir klar einen Vorteil gegenüber Arbeitnehmern, die ihre Arbeit ausschließlich durch physische Präsenz verrichten können. Noch exponierter sind diejenigen Mitmenschen, die in Bereichen arbeiten, die für die Versorgung von uns allen überlebensnotwendig sind. Dazu zählt das Gesundheitswesen, die Polizei, aber auch der Lebensmittelhandel, Lieferservices etc.

Auf tagesschau.de finden sich mit Stand vom 16.03.2020 um 18:30 die folgenden weltweiten Corona-Fallzahlen:

  • Bestätigte Infektionen: 175.275
  • Aktuell Infizierte: 90.911
  • Tote: 6.706
  • Genesene Patienten: 77.658

90 Minuten später:

  • Bestätigte Infektionen: 179.073
  • Aktuell Infizierte: 93.921
  • Tote: 7.074
  • Genesene Patienten: 78.078

Diese Zahlen werden uns in den kommenden Wochen intensiv beschäftigen.

Ein Frühlingssonntag zu Zeiten des Corona-Virus

Bereits letzte Woche haben einzelne Unternehmen Mitarbeiter in die Telearbeit entlassen. Ab Morgen beginnen nun die Bundesländer, Bildungseinrichtungen zu schließen, um die weitere Verbreitung zu verlangsamen. Zur Stunde erwägt die Bundesregierung zudem erste Grenzschließungen.

So wie es aussieht, wird uns das Thema noch längere Zeit, vielleicht bis nächstes Jahr, beschäftigen. Schaut man sich die gravierenden Auswirkungen beispielsweise in Italien, wo das öffentliche Leben bereits fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, an, so dürfen wir mit Sicherheit auch gravierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft erwarten.

Nichtsdestotrotz durfte die gesamte Tier- und Pflanzenwelt heute einen wunderschönen Frühlingssonntag genießen. Gefühlt waren allerdings weit weniger Leute im Freien unterwegs, als das unter normalen Umständen zu erwarten gewesen wäre. Scheinbar sind viele Mitbürger aus Verunsicherung lieber zuhause geblieben.

Restaurierungsarbeiten im Rhododendronpark Kromlau

In der Kromlauer Rhododendronparkanlage finden sich zahlreiche Skulpturen aus Basaltstein. In einem kleinen etwas abseits gelegenen See steht eines der bekanntesten, die Rakotz- oder auch Teufelsbrücke. Sie wird begleitet von der Grotte und den “Orgelpfeifen”.

Das Ensemble befand sich in keinem guten Zustand. Die Grotte war schon vor Dekaden eingestürzt, die Brücke war nicht mehr ganz sicher und die schräg stehenden Basaltstelen standen vielleicht schräger als ursprünglich angelegt.

Seit einiger Zeit wird daher eifrig gebaut, weshalb des See abgelassen und das Areal durch einen Bauzaun gesichert ist. Derzeit sieht man somit vornehmlich Baumaterial und -maschinen, Gerüste und Sicherungsvorkehrungen.

Auch der Parkplatz ist derzeit komplett gesperrt und wird neu angelegt. In dem Zuge ist im Rohbau auch schon ein neues Infohäuschen entstanden. Da der Park frei zugänglich, der Unterhalt die Gemeinde Gablenz jedoch finanziell belastet, vermute ich, sie wird mit dem Parkplatz und Infopunkt versuchen, zumindest einen Teil der Betriebskosten zu decken.

Pfälzer Gemütlichkeit erleben – durch Straßensperrungen

Nachdem vor zwei Wochen das Bauzelt auf der Rheinbrücke abgebaut wurde und ich trotz zeitiger Abreise zu spät zum Konzert kam, schaue ich mir die Verkehrslage inzwischen rechtzeitig an. So hat mich letzte Woche die Sperrung der K15 auch nicht weiter überrascht und ich bin gleich über Kandel gefahren.

Heute war allerdings zusätzlich die Minfelder Ortsdurchfahrt gesperrt, wovon der Onlinedienst nichts wusste, wodurch eine etwas größere Umfahrung via Winden und Hergersweiler nötig wurde. Die ausgeschilederte Umleitung führte dann genauso wie die Onlinenavigation über Niederotterbach. Leider war dann aber die Umgehungsstraße Steinfeld/Kapsweyer gesperrt. Glücklicherweise verlief die Umleitung parallel zur Umgehung durch beide Ortschaften. Das bedeutete zwar zusätzlichen Zeitverlust, aber immerhin keine großräumige Umfahrung.

Dank zeitiger Abfahrt bin ich gerade noch rechtzeitig vor Ort angekommen, wenn auch nicht ganz so entspannt wie ich das gerne gewesen wäre. Üblicherweise schaffe ich die Strecke in 35′. Heute habe ich gut eine Stunde benötigt.

An der ein oder anderen Umleitung hätte ich mir eine besser ausgeschilderte Verkehrs- und vielleicht auch eine andere Routenführung gewünscht. In der Pfalz habe ich mich aber mittlerweile an derlei Verkehrsituationen gewöhnt, so beispielsweise als die Rohrbacher Ortsdurchfahrt gesperrt war und man am besten den Einheimischen gefolgt ist, um zum Ziel zu kommen. So lernt man die pfälzer Gemütlichkeit schätzen. Wenn auch nicht unbedingt am Sonntag Nachmittag auf dem Weg zu einem Konzert im Elsass :) .

Lose Knöpfe an neuer Bekleidung

Zugegebenermaßen ist das Annähen von Knöpfen generell nicht mein Lieblingshobby. Umso mehr fällt mir auf, dass Knöpfe selbst bei neuer Kleidung schon lose geliefert werden. Das beobachtete ich bei diversen Hemden ebenso wie jetzt an einer Tuchhose. Wäre es billigste Ware aus dem Discounter würde ich ja sagen »You get what you pay for«. Das ist aber nicht der Fall.

Edit: Drei Tage später sind ein weiterer Hosenknopf und zwei Hemdknöpfe dazugekommen. Leider habe ich für letztere gerade keinen farblich passenden Zwirn zur Hand.

Rheinbrücke gesperrt

Dieses (und das nächste) Wochenende ist die Rheinbrücke im Rahmen ihrer Sanierung für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt. Auf der Südtangente in Richtung Umleitung Brücke Germersheim waren zumindest an diesem Samstag Nachmittag keine besonderen Staus zu beobachten.

Freuen dürfte sich der Betreiber der beiden Fähren nördlich und südlich der Rheinbrücke. Er hat die Betriebszeiten bis in die späten Abendstunden verlängert.

Die Fähre zwischen Neuburg und Neuburgweiher befand sich heute Nachmittag im Dauerpendelbetrieb. Durch die Wartezeit von rund 30′ bedingt (ich hatte Schlimmeres erwartet und wäre notfalls auf die Fähre in Plitterdorf oder die Brücke in Wintersdorf ausgewichen) habe ich eine Stoppuhr mitlaufen lassen. Das Beladen dauert knapp 3′, eine einzelne Überfahrt dauert rund 2 ½’, das Entladen rund 1′. Die Fähre kann somit einen vollständigen Takt in rund 12′ leisten.

In Neuburg kann man derzeit die Wartezeit nutzen, um eine Gruppe von Biberratten beobachten, die sich auch an anderen Stellen entlang der Straße beobachten lassen.

In gerade einmal 8 Stunden und 38 Minuten quer durch die Republik

Glücklicherweise fahre ich nur ausnahmesweise längere Strecken mit dem Auto, und dann üblicherweise privat, nicht dienstlich. Und so begab es sich, dass ich dieser Tage die seltene Gelegenheit hatte, unser Fernwegenetz einer kleinen Erkundungstour zu unterziehen.

Wie schon an Weihnachten letzten Jahres führte die Strecke von Karlsruhe in die Lausitz. Insgesamt waren das rund 673 Kilometer, die ich heuer in nur noch 8 Stunden und 38 Minuten Nettofahrzeit hinter mich bringen konnte. Dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sagenhaften 78 Kilometern pro Stunde. Wäre der ein oder andere Stau nicht gewesen, hätte ich wohl sogar noch etwas schneller sein können. Dazu beigetragen hat sicher das beachtliche Verkehrsaufkommen, einige Unfälle bzw. liegengebliebene LKW, vor allem aber die zahllosen Baustellen, die unser Wegenetz derzeit zieren. Was dieser Tage an Brücken und Fahrbahnbelägen erneuert wird, lässt in Kürze, also in wenigen Jahren, auf eine geradezu paradiesisch anmutende Infrastruktur hoffen.

Und den Rückweg von 689 Kilometern habe ich heute sogar in 8 Stunden und 13 minuten geschafft, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 84 km/h entspricht.

Gehwegparken in Karlsruhe

Die Stadt Karlsruhe müht sich, dem allzu unkontrollierten Parken auf den Gehwegen Herr zu werden. Zu diesem Zwecke werden unter anderem, wie letzten Mittwoch, den 2. Mai 2018 in der Sachsenstraße, die legalen Parkmöglichkeiten auf der Straßenfläche markiert.

Am Dienstag fand ich an meinem Wagen die unten abgelichtete Mitteilung, obwohl ich artig in einer der markierten Boxen geparkt hatte. Ich nehme daher an, dass die Stadt Karlsruhe an diesem Tage allen in der Sachsenstraße Parkenden diese Mitteilung mitgegeben hat. Wie man obiger Abbildung entnehmen kann, haben sich tatsächlich noch immer nicht alle Verkehrsteilnehmer mit der Neuregelung angefreundet, obwohl sie eigentlich selbsterklärend ist.

Ich freue mich jedenfall über die Regelung. Speziell in der Sachsenstraße kamen bisher zwei Fußgänger kaum aneinander vorbei. Interessant wird sein, wie stark sich der Parkdruck durch den Wegfall etlicher Parkflächen erhöhen wird.

Nochmal Schnee in Karlsruhe

Anfang März fällt nochmal Schnee in Karlsruhe – selten genug. Ab morgen dürften sich die Minusgrade der vergangenen Woche erübrigt haben, auch wenn die Prognose für die kommenden Tage Regen und die kommende Woche »nur« Temparaturen im einstelligen Bereich vorhersagt.

Aggressivität abbauen

suitspunch

Wer die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen in der Lage ist, statt sie auf den Kontrahenten zu schieben, hat bereits einen, vielleicht sogar den, entscheidenden Schritt zur professionellen Konfliktbearbeitung unternommen. Dankbarerweise, da in bestimmten Situationen überlebensnotwendig, sind unsere Emotionen sehr sehr mächtig und schwer zu kontrollieren.

Wer sich selbst in aggressiven Siutuationen besser führen möchte, wird vielleicht in diesem Artikel fündig.

Endlich ist sie ‘raus…

SAMSUNG CSC

Die Erkenntnis, dass eine Korrektur der Zahnstellung auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll durchführbar ist, ist noch nicht allzu weit verbreitet. Ich hatte mich letztes Jahr dazu entschieden, um – unter anderem – einen Weisheitszahn nach vorne ziehen zu lassen, um eine Lücke zu schließen. Die fest verbaute Spange konnte kürzlich entfernt werden, um die Behandlung mit einer herausnehmbaren Schiene fortzusetzen.

Das Tragen der Apparatur ist mit der ein oder anderen Unannehmlichkeit verbunden. Immer wieder mal scheuert oder sticht etwas. Speisereste sammeln sich gerne überall dort, wo man es schlecht wegbekommt. Faserige Nahrung, wie beispielsweise Fleisch oder Ananas, wickelt sich gerne um die Drähte. Um es positiv auszudrücken: Spangenträger haben stets noch etwas Proviant bei sich :) .

Dennoch bin ich froh, mich zu dem Schritt durchgerungen zu haben.

Wie man sich in Prognosen betreffend der Zukunft irren kann…

Schon vor fünf Jahren war es eine Sensation, dass in Baden-Württemberg nach 58 Jahren ein Regierungswechsel vollzogen wurde. Dazu beigetragen hatten sicher das ein oder andere Ungeschick des damaligen Ministerpräsidenten, nicht zuletzt aber die Ereignisse in Fukushima.

Ich ging seinerzeit fest davon aus, dass bei der nächsten Wahl die damaligen Machtverhältnisse wiederhergestellt würden. Weit gefehlt. Die Grünen schafften es durch Fokussierung auf die Person ihres überaus populären Ministerpräsidenten, ein nahezu unglaubliches Ergebnis zu erreichen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen gesellschaftlichen Ereignisse grub zudem die Alternative für Deutschland den etablierten Parteien massiv Stimmen ab.

Die ersten Reaktionen der Protagonisten lassen allerdings auf eine schwierige Regierungsbildung schließen. Vor diesem Hintergrund erschließt sich mir der Sinn der Aussage

„Erst das Land, dann die Partei und erst ganz zum Schluss kommt die Person“

nicht unmittelbar.