Do ré mi fa sol la si

Während wir im deutschen und angelsächsischen Sprachraum Bezeichnungen für die Stammtöne verwenden, die auf dem Alphabet basieren, finden sich im romanischen Sprachraum Tonnamen, die sich aus der Solmisation entwickelt haben. Eine (tabellarische) Übersicht bietet Wikipedia. Oben abgebildet sind Tonnamen, wie sie in Frankreich Verwendung finden. Um Halbtöne auszudrücken, werden die Adjektive «dièse» für ♯ und «bémol» für ♭ verwendet.

Mittlerweile habe ich sie gelernt, habe obige Abbildung aber noch immer griffbereit in der Hosentasche.

Neuburgweier – Seltz mit dem Rad

Aufgrund des exzellenten Osterwetters bin ich schon gestern eine Strecke gefahren, die ich lange nicht gefahren bin. So auch heute. In Neuburgweier mit der Fähre übersetzen, mit Rückenwind entspannt gen Seltz, mit der Fähre «Saletio» nach Plittersdorf und mit leichtem Gegenwind zurück nach Neuburgweier.

Die Fähre in Neuburgweier hatte wohl Probleme mit den neuen Schlagbäumen. Einer der beiden blieb dauerhaft geschlossen, der andere dauerhaft geöffnet. In der Konsequenz mussten die Fahrzeuge die Fähre im Rückwärtsgang verlassen.

In Lauterbourg wurden in den vergangenen Jahren Industrieflächen erschlossen, weshalb die Streckenführung von vor ein paar Jahren unterbrochen ist. Die Daten in OpenStreetMap habe ich ensprechend korrigiert.

In Elchesheim-Illingen wird derzeit der Rheindamm ertüchtigt, weshalb sich auch hier ein paar Streckenanpassungen ergeben, deren Endergebnis allerdings vor Ort noch nicht ganz ersichtlich ist.

Früher Sommereinbruch zu Ostern

Bei Temperaturen jenseits der 22°C-Marke und gleichzeitig gesperrter Rheinbrücke bleibt ja nicht viel anderes übrig, als mit dem Rad zum Eismacher des Vertrauens in die Pfalz zu fahren :) .

Rheinbrücke gesperrt

Dieses (und das nächste) Wochenende ist die Rheinbrücke im Rahmen ihrer Sanierung für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt. Auf der Südtangente in Richtung Umleitung Brücke Germersheim waren zumindest an diesem Samstag Nachmittag keine besonderen Staus zu beobachten.

Freuen dürfte sich der Betreiber der beiden Fähren nördlich und südlich der Rheinbrücke. Er hat die Betriebszeiten bis in die späten Abendstunden verlängert.

Die Fähre zwischen Neuburg und Neuburgweiher befand sich heute Nachmittag im Dauerpendelbetrieb. Durch die Wartezeit von rund 30′ bedingt (ich hatte Schlimmeres erwartet und wäre notfalls auf die Fähre in Plitterdorf oder die Brücke in Wintersdorf ausgewichen) habe ich eine Stoppuhr mitlaufen lassen. Das Beladen dauert knapp 3′, eine einzelne Überfahrt dauert rund 2 ½’, das Entladen rund 1′. Die Fähre kann somit einen vollständigen Takt in rund 12′ leisten.

In Neuburg kann man derzeit die Wartezeit nutzen, um eine Gruppe von Biberratten beobachten, die sich auch an anderen Stellen entlang der Straße beobachten lassen.

Milder Winter, früher Frühling

Der diesjährige Winter war nicht besonders streng und die Temperaturen näherten sich schon früh der 20°-Marke. Pünktlich zur Zeitumstellung gab es heute Sonne satt und über 20°C. Da es bereits in den vergangenen Wochen für die ein oder andere Radtour gereicht hat, durfte sie heute schon etwas länger ausfallen.

Winter sale shoes – Monk and Oxford

Recently I had to replace some footwear. Due to winter sale I could not resist to afford some further basic models my wardrobe lacked, this time in flamboyant colours.

The first two are monkstraps in blue (stitched construction) and brown (Sacchetto construction). The latter two are oxfords in blue and bordeaux (welt construction). In case you have difficulties to distinguish Oxfords, Derbies and Blüchers, this video may help, especially when it comes to closed and open lacing systems.

What I’m still after is some wholecut. Eagerly waiting for an occasion :) .

Replacing footwear

Several shoes I bought a couple of years ago needed a replacement. Meanwhile I preferred brown color over black, Derbies over Blüchers, and instead of plein models I was brave enough to go for some brogues. The shoes are less formal than the previous ones, which usually is not a problem in the IT business. Actually, I’m still overdressed at most occasions, regardless of the hierarchical level involved. All models are Derbies, except for the loafer.

The first one consists of suede leather, the second of box calf. Both derbies are decorated by winged brogues.

Some would call this one a »Budapester« or »Karlsbader«. I’m not that convinced, since the Budapest shoe consists of futher attributes, e.g. the tip of the shoe almost is kept perpendicular to the ground.

Here’s a plein derby. As with the former two, its color is called »Testa di moro« (TdM).

A further Derby, this time in »captoe« style.

And one more, this time as a quarter brogue with captoe.

A traditional penny loafer in style of a Wildsmith Loafer. The front portion is designed in the style of a Norway. This shoe in this shape and color just looks that fantastic that I could not resist adding it to my collection.

Quick read – Lateral Leadership by Tim Herbig

In his »practical guide for agile product managers« Tim sheds some light on a weak point of product managers – the soft skills required to succeed in nowadays mainly agile working environments. More often than not I wholeheartedly agree in what he’s writing. In the projects I’ve done so far, I seldom have seen a product owner respectively manager who really was able to do leadership. Instead their behaviour often leads to conflict, especially in case they do not respect agile values and principles.

The book is quite short and can be read during one single eve. I recommend it to any manager responsible for creating working environments where people can do the best job they can, to product owners respectively managers who are still struggling with agile setups, and to scrum masters who want to improve their coaching service for their product owners.

Syncing Nextcloud contacts with macOS Mojave

The sync of Nextcloud contacts with macOS worked at least until Lion (aka 10.7), but got broken some day. At least with Mojave (aka 10.14) it is possible to configure it sucessfully. A posting on Github provides the information how to accomplish that. Here’s a replication:

  • Start the contacts app.
  • From the contacts menu, choose »Add Account«.
  • Choose »Other Contacts Account«.
  • Account Type: Advanced.
  • CardDAV.
  • Server Address: yourserver.com
  • Server Path (in case your nextcloud installation resides in a subdirectory): /nextcloud/remote.php/dav/principals/users/yournextcloudusername/
  • Port: 443
  • Use SSL: checked

That’s it, enjoy.

Hardware relief after 7 years

I’m still running a rather barbed Mid 2011 Mac Mini powered by Mac Os X Lion 10.7.5 as my home machine. An upgrade is long overdue, but the later models did not provide any significant benefit. Other Macs (like the iMac) could have been an option, though pricing and glossy displays didn’t really attract me.

I expected the Mini was about to being discontinued. But it isn’t, since Apple announced an upgraded model (available next week) yesterday. A big surprise.

The 2011 model got shipped with a 500GB HDD drive, a 256GB SSD being an option. The two 2018 models feature 128 GB SSD respectively 256 GB SSD per default, 500 GB SSD result in a price boost of 480 respectively 240 €. Compared to the price of current SSDs (128 GB about 25 €, 256 GB about 50 €, 500 GB about 80 €) those options appear a bit pricey (1.379 € respectively 1.489 €). Nevertheless it’s great that the new Mini is available as a replacement of a 7 year old machine.

I expect that some tools I’m using won’t be available for macOs Mojave 10.14 (even the update from 10.13 caused some hickups on my business MacBook). Data migration would be a manual process, and some adapters will be required to connect exiting peripherials (while the new Mini provides excellent connectivity options anyway).

As a conclusion, thanks Apple for the upgrade. It’s much appreciated.

Die Crux mit dem Fingersatz

Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich begonnen, barocke Orgelliteratur zu spielen. Derzeit bin ich wieder intensiver an der Passacaglia von Dieterich Buxtehude (BuxWV 161) dran, die ich letztes Jahr zum Jahreswechsel schonmal geübt hatte. Damals dachte ich nicht, dass mich das Stück, im wahrsten Sinne des Wortes, noch so lange beschäftigen würde. Wie kann das sein?

Bis Juni diesen Jahres übte ich noch so, dass ich nur an wenigen kritischen Stellen Fingersätze in die Noten schrieb. Dazwischen vertraute ich darauf, dass meine Finger von alleine laufen, während ich das Stück im Kopf ablaufen lasse. Die Stücke übte ich stets, indem ich sie von vorne bis hinten durchspielte. Leider führt das nicht dazu, dass ich die Stück zuverlässig auf Anhieb spielen kann. Sie klappen immer erst beim dritten oder vierten Durchlauf “irgendwie”.

Inzwischen zerlege ich die Sücke in Fragmente, spiele stets mit dem gleichen Fingersatz, übe jedes Fragment mehrmals in Schleife und reduziere das Tempo so weit, dass ich jede Unzulänglichkeit sofort bemerke. Leider führt das noch immer nicht dazu, dass ich die Stücke zuverlässig erlerne. Es gibt Stellen, die zu spielen sich meine Finger schlicht weigern, egal wie oft ich sie übe und egal welchen Fingersatz ich bisher probierte.

Meine Fingersätze zielen darauf ab, alle Stellen vollkommen legato spielen zu können. Im Laufe der Zeit fange ich dann an zu entscheiden, wo ich bewusst nicht legato spielen möchte. So verfüge ich über den größtmöglichen Spielraum für die Interpretation. Zumindest theoretisch. Solange sich aber meine Finger weigern, habe ich exakt keinen Spielraum :) .

In seiner »Orgelschule zur historischen Aufführungspraxis« beschreibt Jon Laukvik ab Seite 36 den “Alten Fingersatz”. Dieser ist deutlich weniger auf Legato aus als der heutige, der Romantik bzw. Marcel Dupré entstammenden Technik mit vielen Daumenuntersätzen. Früher galt das Interesse viel stärker auf der Schwere der Zählzeiten als auf einem möglichst perfekten Legatospiel.

Heute bin ich zufällig über die Videoreihe »Von der Natürlichkeit der Fingerverteilung in der Musik von J.S.Bach« mit Ingo Bredenbach, bestehend aus Teil eins, zwei und drei, gestolpert, in denen er sich unter anderem auf Laukvik bezieht. Besonders spannend fand ich Teil 1 und die zweite Hälfte von Teil 3. Auch von Daniel Roth gibt es einen kurzen Ausschnitt zum Thema.

Ich werde versuchen mit den neuen Erkenntnissen nochmal an den Fingersätzen der Passacaglia zu arbeiten. Ob das die (Er)lösung bringt wird sich zeigen.

Saiteninstrumente mit Tastatur

Cristofori-Hammerflügel

Cristofori-Hammerflügel

Wenn man sich mit barocker Musikliteratur beschäftigt, stößt man immer wieder auf Bezeichnungen von Klaviaturchordophonen, bei denen man nicht genau weiß, welche Bauart genau gemeint ist. Das gilt umso mehr, wenn die Bezeichnungen in Fremdsprachen vorliegen. Hier eine kleine Übersicht der Hauptgruppen, die auch David Schrader in zwei Videos (erstes, zweites) in englischer Sprache vorstellt.

Klavichord

Das Klavichord (englisch Clavichord, französisch Clavichorde) ist das älteste der drei Gruppen. Die Mechanik ist relativ simpel. Am Ende der Taste ist eine sogenannte Tangente aus Metall angebracht. Drückt man die Taste, schlägt die Tangente gegen die Saite und versetzt sie dadurch in Schwingung. Dabei bildet die an der Saite anliegende Tangente auch gleichzeitig den Steg, der die Länge der Saite und somit die Tonhöhe bestimmt. Durch diese Eigenheit ist es seit alters her möglich, sogenannte gebundene Klavichorde zu bauen, bei denen sich mehrere Tasten eine Saite “teilen”, also mehrere Tonhöhen von ein und derselben Saite erzeugt werden (bei monophonen Synthesizern würde man hier von “highest note priority” sprechen). Bundfreie Klavichorde finden sich erst ab Ende des 17. Jahrhunderts.

Im Gegensatz zu den beiden anderen unten aufgeführten Chordophonen kann man den Ton eines Klavichords auch nach dem Anschlagen noch beeinflussen. Beispielweise lässt sich durch Nachdrücken der Saite nach dem Anschlagen noch ein Vibrato erzeugen (vergleichbar dem Aftertouch an Synthesizern).

Da die Saiten in ihrem Schwingungsknoten erregt werden, klingen Klavichorde verhältnismäßig leise und sind daher weniger für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten geeignet. Allerdings existiert mit dem Clavinet eine jüngere, elektrisch verstärkte Variante.

Cembalo

Beim Cembalo (englisch Harpsichord, französisch Clavecin) werden die Saiten nicht angeschlagen, sondern mit Kielen angerissen bzw. gezupft. Solange die Taste gedrückt gehalten wird, schwingt die Saite frei und unbeeinflusst von der Mechanik, weshalb keine nachträgliche Beeinflussung des Tones mehr möglich ist.

Beim Klaviziterium (englisch Clavicytherium, französisch Clavicythérium) ist der Korpus senkrecht ausgestaltet.

Das Virginal (englisch Virginals, französisch Virginal) und das Spinett (englisch Spinet, französisch Épinette) sind jeweils kleinere Bauformen.

Hammerklavier

Beim Hammerklavier (englisch Fortepiano, französisch Piano-forte) werden Hämmer gegen die Saite geschleudert. Durch die Bauweise der Mechanik ist eine dynamische Spielweise mit “Lautstärkeabstufungen” (tatsächlich werden weitere Parameter beeinflusst) möglich. Als Erfinder gilt Bartolomeo Cristofori.

Für die frühen Hammerklaviere gab es sehr viele Bauformen und Mechaniken, die sich auf den Klang auswirkten. Sie sind daher klanglich nur bedingt mit den modernen, weitestgehend “standardisierten” Klavieren bzw. Flügeln zu vergleichen

Tangentenflügel

Tangentenklaviere (englisch Tangent piano, französisch Piano à tangentes) sind Hybridinstrumente, die Eigenschaften aller drei oben beschriebenen Instrumente beinhalten.

Der Speierling

Wir haben heute mal alle Flurstücke inspiziert. Auf einem haben wir ein schönes Exemplar des seltenen gewordenen Speierlings stehen. Zum Holz kann man Wikipedia entnehmen:

Der Speierling hat ein sandfarben bis rötliches – dem der Elsbeere sehr ähnliches – Splintholz und ein oft bräunlich abgesetztes, hartes und zähes Kernholz. Mit einem Trockengewicht von 0,88 g/cm³ (Darrdichte) ist es das schwerste europäische Laubholz.[22] Es wird im Werkzeugbau und für den Bau von Musikinstrumenten (Dudelsäcke) geschätzt, zum Schnitzen und Drechseln verwendet, sowie als wertvolles Möbel- und Furnierholz (unter dem Namen „Schweizer Birnbaum“) gehandelt.