Wenn fern der Heimat die Nase kitzelt…

…fällt einem natürlich siedendheiß ein, was man nicht dabei hat. Also nimmt man sich vor, einen zweiten Nasenhaartrimmer für den Kulturbeutel zu besorgen. Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass der Akku genau dann leer sein wird, wenn man das Gerät braucht, ist hoch.

Groom Mate bietet mit dem Platinum XL ein aus nur zwei Teilen bestehendes, massives Gerät für den manuellen Betrieb an, das an ein Spezialwerkzeug aus der KFZ-Wekrstatt erinnert. Die Handhabung muss man kurz üben. Dafür hat man einen zuverlässigen Helfer mit hoher Ausfallsicherheit zur Hand.

Accidentally passing the PSK exam

After a training with Steve Porter, whom I really can recommend as an instructor, I passed the PSK I exam yesterday:

Assessment: Professional Scrum with Kanban (PSK I)
Date Completed: Jun 20 2018 9:43:03 PM GMT
Passed
Score: 97.0% (98 points scored out of 101 maximum points)

Usually I entitle some of my colleagues as »Nerds«. Now it’s up to them :) .

My worst performance ever

SAMSUNG CSC

Today I once again performed at the Dubois organ for some familiy members. Compared to 2015, 2016 and 2017, I felt relatively calm and well prepared. I played the program of about 35 minutes at home two days ago, yesterday, and one of the pieces this very morning at the target instrument. Not to mention the on-site practice sessions during the last couple of weeks.

Surprisingly, it turned into the worst performance I ever did – I lost contact to the sheet music two times. One time I had to resume the pièce, the other I finished a section a couple of bars earlier as intended. This very eve is the occasion to reflect what issues led to this situation.

  • Despite many practicing hours, I do not cope perfectly with the pieces yet.
  • The instrument is different than my practising instrument, so additional distractions happen every now and then.
  • The two points are based on my lack of professional practicing habits.

Interestingly, the pieces I play the longest failed most, whereas pieces I thought could fail worked better than expected. Here’s what I played this year:

  • Abraham van den Kerckhoven (1618-1702) – Cocquiel-Manuscript (1741) – Prelúdium & Fúga (en Ré mineur) – screwed up completely
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Chaconne (en fa mineur) – minor imperfections
  • Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749) – Premier Livre d’Orgue – Suite du lle Ton (en sol mineur, 1710)
    • Plein Jeu – minor imperfections
    • Duo – minor imperfections
    • Basse de Cromorne – screwed up completely
    • Récit de Nazard – minor imperfections
    • Caprice sur les Grands Jeux – minor imperfections
  • François Couperin (1668 – 1733) – Messe a l’usage des Paroisses (en sol mineur, Paris 1690) – Benedictus (Chromhorne en taille)

Ledertasche reparieren – mit Buchschrauben

Nach eineinhalb Jahren hat an meiner Ledertasche eine der vier Nieten nachgegeben, mit denen der Griff befestigt ist. Mich wundert das, denn ich nutze die Tasche bei weitem nicht täglich, und ich trage sie üblicherweise auch unter dem Arm, nicht am Griff. Vielleicht war die Niete nicht ganz in Ordnung oder das Messing ist schlicht zu weich für den Einsatzzweck.

Zufällig bin ich (im Klebeshop24) über eine spezielle Art der Hülsenschraube gestoßen – die Buchschraube. Bis auf die Tatsache, dass die Originalnieten auf “alt getrimmt” sind fällt die Reparatur kaum auf.

Neulich, als der Notenanzeiger versagte

Es gibt Momente, auf die man als Musiker gerne verzichten würde.

Ich hatte gelegentlich mit Android-Mobiltelephonen Schwierigkeiten dergestalt, dass plötzlich die eingelegte Speichererweiterungskarte als defekt angesehen wurde. Sie war dann zwar am Mac einwandfrei lesbar, aber nicht mehr im Telephon. Einmal ist das passiert, als ich die Routingsoftware nutzen wollte, deren Kartenmaterial ich auf der Karte abgelegt hatte.

Heute ist mir das mit dem sekundären Tablet passiert, als ich in Weißenburg am Instrument gespielt habe. Zwar kann ich die Passacaglia von Buxtehude auch mit nur einem Tablet spielen, allerdings muss ich dann an ein paar Stellen beim Umblättern einige Noten der linken Hand auslassen, was zu hässlichen Löchern im Stück führt.

Ich weiß nicht, warum das mit den Karten in unterschiedlichen Geräten immer mal wieder passiert. Es könnte an der Speicherkarte selbst liegen, am Kartenleseschacht oder einer Unzulänglichkeit des Betriebssystemes.

Ich werde jedenfalls einerseits die Notendateien künftig auf dem internen Speicher statt auf der Speicherkarte ablegen, andererseits die Karte durch ein anderes Modell ersetzen.

Gehwegparken in Karlsruhe

Die Stadt Karlsruhe müht sich, dem allzu unkontrollierten Parken auf den Gehwegen Herr zu werden. Zu diesem Zwecke werden unter anderem, wie letzten Mittwoch, den 2. Mai 2018 in der Sachsenstraße, die legalen Parkmöglichkeiten auf der Straßenfläche markiert.

Am Dienstag fand ich an meinem Wagen die unten abgelichtete Mitteilung, obwohl ich artig in einer der markierten Boxen geparkt hatte. Ich nehme daher an, dass die Stadt Karlsruhe an diesem Tage allen in der Sachsenstraße Parkenden diese Mitteilung mitgegeben hat. Wie man obiger Abbildung entnehmen kann, haben sich tatsächlich noch immer nicht alle Verkehrsteilnehmer mit der Neuregelung angefreundet, obwohl sie eigentlich selbsterklärend ist.

Ich freue mich jedenfall über die Regelung. Speziell in der Sachsenstraße kamen bisher zwei Fußgänger kaum aneinander vorbei. Interessant wird sein, wie stark sich der Parkdruck durch den Wegfall etlicher Parkflächen erhöhen wird.

Abschiedsgeschenke

Morgen verabschiede ich mich nach fast vier Jahren aus meinem bislang größten Projekt. Was man da so alles geschenkt bekommt…

:)

Ettlinger Orgelfrühling 2018 – Helmut Deutsch

Ein mit bis zu 30°C sehr heißes Aprilwochenende neigt sich dem Ende zu.

Heute Abend hat Helmut Deutsch den Ettlinger Orgelfrühling 2018 eröffnet. Er spielte die barocke Musik auf der Stieffell-Chororgel, den Rest des Konzertes auf dem Instrument von Matz & Luge. Das Programm:

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Fantasia in G-Dur aka Pièce d’Orgue (BWV 572) – Très Vitement, Gravement, Lentement
  • Johann Pachelbel (1653-1706) – Partite sopra il corale »Was Gott tut das ist wohlgetan«
  • Olivier Messiaen (1908-1992) – Livre du Saint Sacrement – Méditation Nr. X – «La Résurrection du Christ»
  • Olivier Messiaen (1908-1992) – Pourquoi cherchez-vous parmi les morts Celui qui est vivant
  • Sigfrid Karg-Elert (1877-1933) – Aus 66 Choralimprovisationen Op. 65 Nr. 26 – »Jesu hilf siegen, du Fürste des Lebens«
  • César Franck (1822-1890) – Grande pièce symphonique Op. 17

Ich bin ziemlich beeindruckt. Eine solche Qualität werde ich als Laie niemals liefern können.

Die Freuden der Fahrzeugunterhaltung

Rund 14 Jahre unterhielt ich kein eigenes Fahrzeug. Beruflich tut es ein Dienstwagen, privat war Carsharing vollkommen ausreichend. Einer der Vorteile des Carsharing ist, dass man sich um allfällige Wartungsarbeiten nicht zu kümmern brauchte.

Seit knapp zwei Jahren unterhalte ich wieder ein (gebrauchtes) Fahrzeug. Bei der Auswahl spielten Pannenstatistiken sowie Verbreitungsgrad des Fahrzeugs und des Triebwerks (in der Hoffnung auf ausgereifte Technik und gute Ersatzteilverfügbarkeit) eine Rolle. Seitdem darf ich mich um alle Belange wieder selbst kümmern. Zweimal jährlich Reifenwechsel, einmal jährlich Inspektionsservice, alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung und natürlich die schecht planbaren Reparaturarbeiten.

Letzte Woche fielen dann auch der Reifenwechsel, der Inspektionsservice, ein Batterietausch (die bisherige war wohl noch die ab Werk verbaute), eine defekte Antriebswellenmanschette, neue Zündkerzen sowie der Tausch eines durch Steinschlag defekten Nebelscheinwerfers an.

Den größten Posten bildete allerdings der Tausch einer übersprungenen Steuerkette am 1.4-Liter TSI-Motor. Solche Probleme scheinen leider speziell am Touran gehäuft aufzutreten. Laut Volkswagen seien »die Kettenschäden bei dem mehr als zwei Millionen Mal verkauften 1.4 TSI seien auf einen Produktionsfehler bei einem Zulieferer zurückzuführen«. Dabei handele es sich lediglich »um einzelne Fälle«.

Für mich nicht ganz nachvollziehbar ist zumindest, wieso der Verschleiß nicht bei einer der letzten Inspektionen diagnostiziert wurde, sondern erst im Spätstadium im laufenden Betrieb (Kette ist bereits übersprungen, Aussetzer beim Beschleunigen, Motorkontrollleuchte leuchtete auf) bemerkt werden kann. Im Artikel ist zu lesen: »Ob in einem Auto eine fehlerhafte Steuerkette verbaut ist, kann erst festgestellt werden, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.«. Im Rahmen einer Inspektion hätte man sicher auch die Kette prüfen können. Das scheint allerdings keine schnell zu erledigende Sache zu sein. Die Kunden hätten sich wahrscheinlich geweigert, die zusätzlichen Kosten für den Produktionsfehler zu tragen, und VW hat die Kosten gescheut.

Alle Kosten (ich nutze Car Report) für das Fahrzeug aufsummiert (Anschaffung, Zubhör wie Radheckträger, Verschleißmaterial wie Reifen, Wartung, Betriebsmittel, Steuern, Versicherung und Gebühren, Treibstoff) belaufen sich bisher auf knapp 20.200 € oder umgerechnet ca. 1.000 € pro Monat. Die Laufleistung liegt bei rund 31.000 km. Das entspricht Kosten von ansehnlichen 65 ç pro Kilometer. Die defekte Steuerkette, die »eigentlich ein ganzes Autoleben lang halten« soll, schlägt immerhin mit rund 4 ç pro Kilometer zu Buche.

Die Rechnung hinkt natürlich, denn sie tut so, als ob das Fahrzeug schon morgen zu einem wirtschaftlichen Totalschaden würde. Tatsächlich sollte der Wagen aber noch drei bis fünf Jahre seinen Dienst tun.

Der Unterhalt eines privaten Fahrzeugs ist dennoch ein recht teures Vergnügen. In den vielen Jahren Carsharing habe ich sehr selten mehr als 200 € pro Monat gezahlt, meist deutlich weniger. Andererseits unternehme ich heute auch viel mehr mit dem Auto. Dank Heckradträger kann ich heute Radtouren fahren, die ich früher nur sehr umständlich hätte machen können.

Orgel, Oboe und Flöte am Weißenburger Instrument

Heute durften wir Pascal Reber (Orgel), Joëlle Stussi (Oboe) und Nathalie Cawdrey (Flöte) in Wissembourg hören. Hier das Programm:

  • François Couperin (1668-1733) – Messe pour les Paroisses – Offertoire sur les grands jeux
  • Giovanni Benedetto Platti (ca. 1697-1763) – Sonate en trio en Sol Majeur
  • Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Schmücke dich, o liebe Seele (BWV 654)
  • Georg Philipp Telemann (1681-1767) – Sonate en trio en la mineur
  • Johann Gottfried Walther (1684-1748) – Concerto en si mineur
  • Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) – Sonate en trio en ré mineur

Die drei Musiker waren offensichtlich sehr gut vorbereitet und haben ein Konzert geboten, dass uns noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

Georg Böhm – Vater unser im Himmelreich – Sheet music release

Georg Böhm used the chorale »Vater unser im Himmelreich« to write two pieces. Both have been attributed to Johann Sebastian Bach in former times. Thus they are also known as BWV-760 and BWV-761.

There are two editions of BWV-760 published by Breitkopf & Härtel. The later publication »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Orgel« of Klaus Beckmann contains far less ornaments than the earlier »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Tasteninstrumente« by Gesa respectively Johannes Wolgast. The International Music Score Library Project offers a Scan of the issue of 1927. The piece can be found in volume 2 on page 136. Menno van Delft played it on a historic instrument of Arp Schnitger.

Bernard Greenberg offers the Beckmann version via musescore.com. I used his work to transform the score into the Wolgast version by adding the ornaments according to the scan. The archive contains three files:

  • The three pages of the piece of the scanned document.
  • The Muse Score sheet music file (so you can taylor it to your likings).
  • A PDF of the score.

Have fun playing it.

Georg Böhm – Vater unser im Himmelreich

Im Bachwerkeverzeichnis sind drei Bearbeitungen des Luther’schen Chorals »Vater unser im Himmelreich« als BWV-760, BWV-761 und BWV-762 gelistet, wovon die ersten beiden inzwischen Georg Böhm zugeschrieben werden. Unter anderem hat Aldo Locatelli BWV-761 eingespielt.

Ich beschäftige mich derzeit mit BWV-760. Noten finden sich in einer weniger verzierten Fassung beispielsweise bei Breitkopf & Härtel als »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Orgel« von Klaus Beckmann. Auch von Bernard Greenberg gibt es eine weniger verzierte Version auf musescore.com.

Zum anderen findet sich ebenfalls bei Breitkopf & Härtel »Georg Böhm (1661-1733), Sämtliche Werke für Tasteninstrumente« von Gesa (bzw. Johannes) Wolgast, die reich an Ornamenten ist. Das International Music Score Library Project bietet einen Scan der Ausgabe von 1927 an. Das Stück findet sich in Band 2 auf Seite 136. Menno van Delft hat das Werk an einem Instrument von Arp Schnitger ziemlich beeindruckend eingespielt.

Auf bach-cantatas.com finden sich verschiedene Melodiefassungen des Chorals, darunter ein Abzug des Werkes von Böhm, in dem die Melodietöne farblich hervorgehoben sind.

Die Pedalstimme besteht ausschließlich aus durchlaufenden Achtelnoten. Auch in der linken Hand finden sich viele Achtelnoten, die den Puls des Stückes stützen. Nur an wenigen Stellen finden sich ein paar Sechzehntelnoten. Die Solostimme der rechten Hand setzt am Ende des sechsten Taktes ein. Hier finden sich zahlreiche Ornamente wie Triller, Mordente, Vorschlagnoten und Umspielungen, die nicht einfach zu verstehen sind. Beim Üben kommt es sehr leicht vor, dass ich im Pedal – fast im wahren Sinne des Wortes – “aus dem Tritt” komme, also den durchlaufenden Puls verliere. Die Sechzehntelnoten interpretiere ich ternär – für mich ist das Stück ein gutes Indiz dafür, dass Notes inégales – »Die ungleichen Geschwister« auch den Komponisten im deutschen Sprachraum bekannt waren.

Ich bin gespannt, ob ich das Stück konzerttauglich hinbekommen werde.

Die Guttauer Teiche

Auf dem Rückweg von Bautzen kam ich zufällig an den Guttauer Teichen vorbei, die Teil der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sind. Die großflächige Anlage besteht wohl schon seit Jahrhunderten und wird offensichtlich bis heute bewirtschaftet. So wurde aus einzelnen Teichen über den Winter das Wasser abgelassen.

Das Areal bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, weshalb hier ein Naturlehrpfad mit verschiedenen Tafeln und Aussichtspunkten angelegt ist. Verblüfft haben mich die überall zu findenden bis zu handflächengroßen Muschelschalen.

Im Schatten der Kühltürme

Nochten liegt relativ eingeschlossen in der Lausitz. Im Südwesten liegt das Kraftwerk Boxberg. Im Süden, Osten und Norden liegen Truppenübungsplätze. Noch weiter nördlich liegt schließlich der Tagebau, dem der Ort den Namen gab. Immerhin liegt seit den 1990er Jahren davor noch der Lausitzer Findlingspark Nochten, in dem man neben blühenden Pflanzen 7000 skandinavische Findlinge sehen kann.

Auf der anderen Seite des Tagebaus liegt Weißwasser, wo man vom Aussichtsturm am Schweren Berg einen Blick über das Gelände werfen kann.

Wer genug vom Tagebau gesehen hat, kann mit der Waldeisenbahn auf Schmalspurgleisen unter anderem bis nach Bad Muskau fahren.