Freifahrt auf Kosten des KVV – wie man Kunden bei der Stange hält

Sorry to my international readers, this post is in german language. It is about the user friendlyness of the local public transport provider, KVV.

Gestern Abend stand ich nach einer Radtour mit meinem Rad an einer KVV-Haltestelle und wollte mit der S-Bahn zurück nach Karlsruhe fahren. Zwar gab es am Bahnsteig keinen Fahrkartenautomaten, aber einerseits finden sich üblicherweise in den Bahnen welche, und die Zugführer verkaufen notfalls ebenfalls Karten.

Leider war der Automat in der Bahn außer Betrieb und der Zugführer hatte auch keine Fahrkarten mehr. Er beschied mir daher kurzerhand, dass ich vom KVV eingeladen sei und nichts zu zahlen bräuchte. Ich hätte eher erwartet, dass er mich wieder aussteigen lässt. Der KVV aber nahm das fehlende Ticketangebot auf seine eigene Kappe. Das ist zumindest bemerkenswert.

Zuerst war ich verblüfft ob der Großzügigkeit. Unter dem Strich aber denke ich, dass der KVV so das bessere Geschäft macht. Gewiss, ihm entgeht die Einnahme einer Einzelfahrt. Aber künftig weiß ich als Kunde, dass der KVV mich notfalls auch dann transportiert, wenn es mir nicht gelingen sollte, ein Ticket aufzutreiben.

Hätte ich die Bahn wieder verlassen müssen, wäre ich wohl oder übel mit dem Rad zurück nach Baden gefahren. Künftig hätte ich den KVV dann gar nicht mehr in Betracht gezogen. So aber werde ich auch das nächste Mal gerne den KVV in Anspruch nehmen.

Fazit: Gestern Abend haben alle Beteiligten gewonnen (und ich meine damit nicht, dass ich umsonst fahren durfte).