Einfach so rinngekippt

Ich lese gerade in einem ARD-Bericht, die Ethikkommission empfähle, dass der radioaktive Abfall rückholbar eingelagert werden solle.

Ich gebe zu, dass ich diesbezüglich zu blauäugig war. Ich hielt es nämlich bisher für eine Sebstverständlichkeit, dass wir den Müll so einlagern, dass er von Generationen nach uns möglichst einfach wieder entnommen werden kann, beispielsweise falls sich ein Lager im Nachhinein als doch nicht geeignet erweisen sollte oder durch Erdstöße unbrauchbar wird. Scheinbar weit gefehlt. War der Plan wirklich, den Müll in Stahlfässern in das Salz zu kippen, zu warten bis der Stahl korrodiert ist und danach Salz über die Sache wächst? IMO unglaublich.

Ich habe den Eindruck, dass wir mit den Reststoffen aus der atomaren Wärmegewinnung umgehen wie mit etwas Gartenschnitt. Wenn Du nicht weißt, wohin damit, kipp ihn einfach in den Wald. Über die ökologischen Folgen denken wir später nach.

Mit gefällt diese Haltung nicht. Jeder rund um den Globus sollte es als seine Pflicht ansehen, diesen Planeten nicht mehr zu verschleißen als nötig. Das ist schon alleine eine Sache des Anstands und des eigenen Ehrgefühles. Und wer der christlichen Religionslehre zugeneigt ist, hat bezüglich der Erhaltung der Schöpfung eine ganz besondere Verantwortung übernommen.

Aktualisierung 2014-12-13: Beschädigte Atommüllfässer an 17 Standorten