Neulich, als die KarlsruherInnen ihren Oberbürgermeister wählten

Heute haben die KarlsruherInnen das Stadtoberhaupt für die kommenden acht Jahre bestimmt. Überraschenderweise fiel die Wahl so eindeutig aus, dass eine Nachwahl unnötig wurde.

Von den sieben Kandidaten konnten zwei als Spitzenreiter gesehen werden, und eigentlich galt eine Stichwahl schon als ausgemachte Sache. Die Wähler entschieden sich jedoch dafür, gleich im ersten Anlauf für Klarheit zu sorgen.

Die fünf übrigen Kandidaten erhielten ca. 10 % der Stimmen. Der von der Union unterstützte Kandidat konnte sich immerhin die beachtliche Unterstützung von ca. einem Drittel der Wähler sichern. Der von der SPD, den Grünen, der Piratenpartei und der KAL unterstützte Kandidat erreichte deutlich mehr als die Hälfte der Stimmen.

Das vorläufige Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Wahlberechtigte: 218.143
Wahlbeteiligung: 42,23%

Ingo Wellenreuther: 35,40 %
Friedemann Kalmbach 4,46 %
Sascha Toni Oehme 0,39 %
Dr. Frank Mentrup 55,25 %
Niko Fostiropoulos 2,36 %
Jürgen Wenzel 1,52 %
Michael Böhm al. Hr. Kruscht 0,44 %
Weitere Personen 0,14 %

Mit dem Ablauf der Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers endet somit die langjährige Dominanz der Union in der Karlsruher Stadtpolitik. Zugegebenermaßen haben mich meine Mitbürger einmal mehr überrascht. Ich bin gespannt, ob die Union die kommenden acht Jahre zu nutzen weiß, um einen integren Kandidaten aufzubauen, dem die KarlsruherInnen zutrauen, die Stadt zu führen.

Bis dahin wünsche ich dem heute gewählten Kandidaten bestes Gelingen, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.