Neulich, beim Déjà-vu

Demonstration (openclipart.org, public domain)

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Die Bundeskanzlerin bezeichnet die Vorkommnisse in der Türkei als “erschreckend” und den Kurs der dortigen Regierung als “viel zu hart“.

Ab morgen wird der US-amerikanische Präsident Barack Obama zu Besuch in Berlin weilen, weshalb die Sicherheitsstufe “eins plus” ausgerufen wurde.

Ich muss sofort an den Beitrag des Deutschlandfunks zum G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm denken, den ich in einem Posting zu den Vorkommnissen in Stuttgart 2010 schoneinmal erwähnte.

Für einen kurzen Moment hatte ich den Verdacht, dass Frau Merkel die unschönen Ereignisse in der Türkei dazu nutzen möchte, von ganz ähnlich gelagerten Problemen im eigenen Lande abzulenken. Aber es schien mir dann doch etwas zu weit hergeholt zu sein.

Denn bei den Bürgern der Türkei, die von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machen möchten, handelt es sich glücklicherweise schon noch um etwas anderes als bei einem prestigeträchtigen G8-Gipfel, einem mächtigen Präsidentenbesuch oder einem polarisierendem Bahnhofsprojekt in Schwaben.