Wie man sich in Prognosen betreffend der Zukunft irren kann…

Schon vor fünf Jahren war es eine Sensation, dass in Baden-Württemberg nach 58 Jahren ein Regierungswechsel vollzogen wurde. Dazu beigetragen hatten sicher das ein oder andere Ungeschick des damaligen Ministerpräsidenten, nicht zuletzt aber die Ereignisse in Fukushima.

Ich ging seinerzeit fest davon aus, dass bei der nächsten Wahl die damaligen Machtverhältnisse wiederhergestellt würden. Weit gefehlt. Die Grünen schafften es durch Fokussierung auf die Person ihres überaus populären Ministerpräsidenten, ein nahezu unglaubliches Ergebnis zu erreichen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen gesellschaftlichen Ereignisse grub zudem die Alternative für Deutschland den etablierten Parteien massiv Stimmen ab.

Die ersten Reaktionen der Protagonisten lassen allerdings auf eine schwierige Regierungsbildung schließen. Vor diesem Hintergrund erschließt sich mir der Sinn der Aussage

„Erst das Land, dann die Partei und erst ganz zum Schluss kommt die Person“

nicht unmittelbar.