Güldener Oktober bei über 28° C

Nachdem es die letzten Wochen nach einem genauso trochenen Sommer wie letztes Jahr endlich etwas geregnet hatte, durften wir heute – mitten im Oktober – nochmal einen hochsommerlich warmen Tag mit über 28° C begrüßen. Genau das richtige, um bei wokenlosem Himmel die Pfälzer Kulturlandschaft zu genießen.

Allerdings kann man allenthalben den Verfall selbiger beobachten. Viele alte im Feld stehende Obst- und Nussbäume erhielten durch die Dürre den Todesstoß. Da auf die Früchte heute keiner mehr angewiesen ist, wird sie wohl niemand ersetzen. Ähnliches gilt für einige aufgegebene und verbuschte Streuobstwiesen. Auch der Ackerbau scheint nicht mehr überall zu lohnen. Immerhin wurden einige Brachflächen offensichtlich mit verschiedenen Wildblumen und Kräutern eingesät. Allerdings liegen die Parzellen isoliert zwischen großen Flächen konventionell bewirtschafteter Flächen. Da der Aktionsradius der Insekten begrenzt ist, bräuchte es längere Korridore, so dass sie sich auch ausbreiten können. Entlang der Feldwege wächst jedoch oft kaum ein Kräuterlein außer Gras. Die einzelnen Parzellen sind begrüßenswert. Um dem Insektenbestand und somit allen davon abhängigen Lebewesen nachhaltig zu helfen, wird das jedoch beileibe nicht ausreichen.

Nach der Radtour galt es dann natürlich noch einen Zwischenhalt bei den Selbstvermarkterlandwirten einzulegen, deren Lager derzeit prall gefüllt sind, sowie das obligatorische Care-Paket für bedürftige Anrainer bei Daniel Rebert mitzunehmen :) .

Das Außenthermometer zeigt jetzt um 19:00 h noch immer 20° C, und morgen soll es ähnlich aussehen.