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Corona Ende November 2020

Ende November zeigen die jüngsten Maßnahmen zwar Wirkung, aber leider nicht in dem Maße, wie das nötig wäre. Die Fallzahlen stagnieren zwar, aber eben auf einem Niveau von rund 18.000 neu erkannten Infektionen pro Tag. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle erreicht zudem die höchsten Werte seit Beginn der Pandemie. Der thüringische Landkreis Hildburghausen hat neben Passau (dort wurden mittlerweile strenge Ausgangsregelungen verhängt) sehr hohe Infektionszahlen (Sieben-Tage-Inzidenz von 600) zu beklagen. Der linke Ministerpräsident Bodo Ramelow verurteilt indes die Corona-Verweigerer scharf.

Im hohen Norden finden sich noch ein paar wenige Landkreise, die derzeit recht gut dastehen. Insgesamt steht Deutschland jetzt schlechter da als unser Nachbarland Frankreich und auch der Abstand zu Spanien ist nicht mehr allzu groß.

Passend zur Situation wurden dieser Tage auch allgemein strengere Regelungen beschlossen, die insbesondere Sonderregelungen für die Feiertage beinhalten.

Die Pandemie wird uns auch das nächste dreiviertel Jahr beschäftigen. Ob uns das gefällt oder nicht.

Heftige Proteste gegen die Aktualisierung Infektionsschutzgesetzes

Aus Anlass der Aktualisierung des Infektionsschutzgesetzes, die recht zügig durch Bundestag und Bundesrat gebracht wurde, fand heute in Berlin eine Demonstration mit tausenden Teilnehmern statt, die schließlich durch die Polizei gewaltsam aufgelöst wurde.

Leider bestätigt sich somit meine Befürchtung, dass sich der Staat in der Pandemie gezwungen sehen könnte, sich gegen die eigenen Bürger stellen zu müssen.

Angeblich hätten sich die Demonstranten nicht an die gültigen Pandemiemaßnahmen (wie Mund-Nase-Bedeckungen und Abstandsgebote) gehalten und den Versammlungsort auch dann nicht verlassen, nachdem der Veranstalter die Demonstration offiziell für beendet erklärt hatte.

Medienvertretern zufolge sei die Polizei verhältnismäßig vorgegangen, indem sie beispielsweise alle Maßnahmen zeitig angekündigt und die Wasserwerfer nicht direkt auf die Demonstranten gerichtet, sondern nur zur Beregnung eingesetzt habe. Offensichtlich ist es auch zum Einsatz von Schlagstöcken und zu rund 100 Festnahmen gekommen.

Selbstverständlich müssen wir auch in Zeiten der Pandemie dem Versammlungsrecht und der Meinungsfreiheit einen hohen Stellenwert einräumen. Aus der Ferne lässt sich schlecht beurteilen, von wem denn nun die Aggressivität ausgegangen ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Gewaltbereitschaft je nach Perspektive eher bei den Demonstranten oder der Staatsgewalt gesehen wird.

Wer demonstrieren möchte, soll das tun dürfen und wird klug genug sein, sich an die Spielregeln zu halten. Wenn wir das nicht schaffen und es zur gewaltsamen Eskalation kommt, stimmt mich das traurig.

Sind die jüngsten Beschränkungen gerechtfertigt?

Die von uns zu stemmenden Kosten für die seit Montag gültigen Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit sind immens. Zudem leidet unsere Gesellschaft unter den Kontaktbeschränkungen. Selbstverständlich müssen wir uns fragen, ob wir damit ein sinnvolles Ziel verfolgen und ob dieses auch erreicht werden kann.

Ich schaue daher zurück auf die ersten Beschränkungen im Frühjahr. Wir hatten damit erreicht, dass die Infektionszahlen wieder auf ein handhabbares Maß gesunken waren. Die Politik hat sich engagiert, dass in der Urlaubszeit Reisen ermöglicht wurde. Wäre das nicht erfolgt, wäre die Reaktion der Bevölkerung potentiell nicht mehr steuerbar gewesen.

Nachdem die Infektionszahlen gedrückt waren, kam es hin und wieder zu lokalen Brennpunkten, an denen es zu vermehrten Infektionen kam. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie “gefährlich das Virus” ist. Besonders gefährlich ist das Virus aber nicht per se, sondern eher deshalb, weil bereits infektiöse Mitbürger das selbst nicht wissen, ob milder Symptome nicht wahrhaben wollen oder bewusst trotzt eindeutiger Symptome sich nicht testen lassen und weiter die Öffentlichkeit aufsuchen, weil sie auf die Konsequenzen ihrer Infektion (Quarantäne) “keine Lust haben”.

Welch enormen Schaden ein einzelner Infizierter beispielsweise durch einen Restaurantbesuch verursachen kann, lässt sich hier und hier nachlesen. Nach 60-90 Minuten hatte ein Infizierter 9 weitere Personen angesteckt.

Solange es insgesamt relativ wenige Infizierte gibt, kommt es zu lokalen Brennpunkten dort, wo ein Infizierter unter günstigen Übertragungsbedingungen mit anderen Menschen in Kontakt kommt. Begünstigende Übertragungsbedingungen beinhalten geringen Abstand zu anderen Menschen (direkte Tröpfchenübertragung), Virenkonzentration in der Luft durch Atmung, Husten oder Niesen der infizierten Person (Aerosole) sowie Kontamination von Oberflächen durch die infizierte Person, mit denen anschließend noch nicht infizierte Personen in Kontakt kommen. Mittlerweile liegen nicht mehr einzelne Brennpunkte vor. Das Infektionsgeschehen hat sich inzwischen recht gleichmäßig verteilt. Selbst die nordöstlichen Bundesländer mussten einsehen, dass sie nicht verschont bleiben werden. Um den Prozess zu beschreiben, wird mittlerweile die Percolationstheorie herangezogen.

Bleiben wir beim Restaurantbeispiel. Wieso müssen die Betriebe jetzt geschlossen bleiben? Reicht es nicht, wenn sie sich an die bislang geltenden Regelungen halten? Ist das Risiko, dass hin und wieder ein lokaler Brennpunkt entsteht, nicht tragbar?

Ohne Genaueres zu wissen vermute ich, hinter der Schließung stehen mehrere Gründe.

  • Es gibt schlicht zu viele Betriebe, die sich nicht bzw. nicht im erforderlichen Maße an die Regelungen halten. Die Einhaltung der Regeln durch regelmäßige Kontrollen sicherzustellen ist schlicht nicht leistbar.
  • Selbst die Betriebe, die sich an die Regelungen halten möchten, schaffen das nicht gut genug, weil sie nicht sicherstellen können, dass die Regelungen fachlich korrekt umgesetzt werden. Darüberhinaus habe ich selbst in gut geführten Häusern in den letzten Wochen feststellen können, dass nicht ausreichend gelüftet wird, um die Aerosolbelatung niedrig zu halten. Nicht zuletzt hat man darauf als Gast bei kühler Witterung auch keine Lust.
  • Zu viele Gäste hinterlassen keine korrekten Kontaktdaten, die im Falle eines Infektionsgeschehens eine Nachverfolgung ermöglichen. Zu kontrollieren, dass die Gäste korrekte Daten hinterlassen, ist schlicht nicht leistbar.
  • Dem Unwillen, korrekte Kontaktdaten zu hinterlegen, leistet nicht zuletzt die Polizeit Vorschub. Die Daten werden mitnichten, wie den Gästen suggeriert wird, ausschließlich zur Pandemiebekämpfung, sondern auch zur Strafverfolgung eingesetzt. Hier leistet ausgerechnet die Polizei der Gesellschaft einen Bärendienst.
  • Die Gesundheitsbehörden haben somit schon kaum mehr Chancen, im Falle eines Infektionsgeschehens die möglicherweise Infizierten identifizieren zu können. Darüberhinaus hörte ich, dass die Betroffenen bei einer Befragung potentiell falsche Angaben machen. Wer möchte schon, dass ein guter Freund aufgrund der eigenen Aussage durch Vorbeugequarantäne Unannehmlichkeiten hinnehmen muss?

Andere Situationen, wie etwa kulturelle Ereignisse, sind noch schwieriger zu handhaben. Besonders problematisch ist der, aus guten Gründen, besonders geschützte Privatbereich.

Großflächig finden wir derzeit viele Infizierte vor. Ohne Gegenmaßnahmen steigt das Risiko enorm, dass plötzlich sehr sehr viele Brennpunkte entstehen und die Infektionsrate unaufhaltsam explodiert.

Die Maßnahmen sind fraglos unangenehm und sehr teuer. Sehr viele Infizierte, von denen viele monatelang ausfallen, sowie zahllose Tote und Langzeitgeschädigte bieten sich als Alternative an.

Die Maßnahmen sind aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar und sinnvoll, kommen erneut sehr sehr spät und sind alternativlos.

Wenn der Flughafen eröffnet sein wird…

Zur Feier der heutigen Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg »Willy Brandt« hat der Postillion die wichtigsten Meldungen der vergangenen Jahre zusammengestellt. Die wichtigste ist sicherlich, dass die Eröffnung deshalb so pünktlich stattfindet, damit man plangemäß mit den Abrissarbeiten beginnen kann, da das seit Baubeginn drastisch reduzierte Flugaufkommen einen wirtschaflichen Betrieb unmöglich mache. Wie die Gesellschaft zur Reinerhaltung der Deutschen Sprache mitteilt, soll für die Dauer des Abrisses auf jeden Fall am Futur III festgehalten werden.

Der Herbst-Lockdown

Seit Wochen steigen die Infektionszahlen immer weiter an. Auch wenn es die südlichen und westlichen Bundesländer früher und stärker betroffen hatte, so ist die Entwicklung eingetreten, wie man es erwarten konnte – die nördlichen und östlichen Bundesländer sind mehr und mehr genauso betroffen.

Erneut überraschend spät wird daher ab nächster Woche ein erneuter “Shutdown” verhängt. Unter anderem schließen Restaurants und touristisches Reisen ist nicht mehr zulässig. Touristen müssen daher ab der nächsten Woche die Rückreise antreten. Bildungseinrichtungen bleiben vorerst geöffnet.

Die Einhaltung der Maßnahmen soll diesmal massiv überwacht werden. Die Politik verspricht, dass der private Wohnraum davon ausgenommen sei und die Maßnahmen dazu beitrügen, dass die Situation an Weihnachten wieder besser sei. Letzteres ist allerdings schlecht nachvollziehbar. Niemand kann vorhersagen, wie die Situation zu Jahresende aussehen wird.

Wie kann man die Situation und die Maßnahmen beurteilen?

  • Über den gesamten Sommer galten bereits etliche Schutzmaßnahmen, wie Abstandsregeln, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen an Orten hoher Frequentation (Supermarkt etc.), Hygieneregeln usw. Dass dennoch ein so enormes Infektionsgeschehen vonstatten ging lässt darauf schließen, dass die Regelungen in zu vielen Bereichen nicht eingehalten wurden. Dafür zahlt jetzt die gesamte Gesellschaft einen sehr hohen Preis.
  • Dieser Effekt lässt sich nicht nur in Deutschland beobachten. Andere Länder sind bereits deutlich stärker betroffen. Die Verweigerungshaltung könnte man somit ein Stück weit als normales menschliches Verhalten rechtfertigen. Andererseits kann man argumentieren, dass der Instinkt eines Individuums der momentanen Situation schlicht nicht gewachsen ist.
  • Die Maßnahmen kommen erneut sehr spät und werden dadurch teurer als wenn sie früher ergriffen worden wären. Möglicherweise hätte geholfen, wenn in den vergangenen Monaten Regelverstöße konsequenter unterbunden worden wären. Ich vermute allerdings, dass das schon alleine aus Kapazitätsgründen nicht leistbar gewesen wäre.
  • Mich persönlich schränkt der erneute Lockdown nicht sonderlich stark ein (bzw. ich empfinde es nicht so, weil ich die Maßnahmen als nachvollziehbar und notwändig erachte). Ärgerlich finde ich, dass er Mitbürger einschränkt, die sich bereits in den vergangenen Monaten durch angepasstes Verhalten engagiert haben. Ich denke beispielsweise an Gastronomen, die ihre Gäste konsequent an das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung erinnert haben und die jetzt ihre Pforten schließen müssen, weil zu viele selbiges eben nicht getan haben.
  • Die Situation wird sich bis Ende des Jahres nicht ausreichend entspannt haben, denn es wird nach wie vor zu viele Mitbürger geben, die nach Möglichkeiten suchen werden, die Maßnahmen umgehen zu können. Ich bin absolut kein Freund des harten Durchgeifens und setze stets auf die intrinsische Motivation jedes einzelnen. Jedoch erfordert die Situation, diejenigen, die keine Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen möchten, daran zu erinnern, dass sie Verantwortung übernehmen müssen. Es gibt Dinge, die jeder einzelne für sich entscheiden kann. Und es gibt Dinge, die eben nicht jeder einzelne für sich entscheiden kann.

Im Frühjahr war ich beeindruckt, wie die gesamte Gesellschaft an einem Strang gezogen hat. Die Politik hat in der Urlaubszeit ermöglicht, dass die Menschen reisen konnten. Leider sehe ich derzeit keine Anzeichen dafür, dass sich die Gesellschaft jetzt nochmals so solidarisch zusammenrauft wie im Frühjahr.

Herbsturlaub während massiv steigender Infektionszahlen


Projektbedingt hatte ich den Herbsturlaub um eine Woche verlegt – im Nachhinein betrachtet nicht die klügste Entscheidung. Am Freitag fand aufgrund der dieser Tage massiv steigenden Infektionszahlen ein Krisengipfel zwisdhen Bund und Ländern statt. Interesssnterweise hoben einzelne Länder dennoch am Samstag ihre Beherbergungsverbote auf. Ich habe mir daher eine Destination gesucht, die ähnlich dem Stadtkreis Karlsruhe noch nicht allzusehr von der derzeitigen Entwicklung betroffen war. Die Lage hat sich aber bis heute auch dort verschlechtert.

Mittlerweile meldete sich die Kanzlerin per Video. Eindringlich bitttet sie darin mehr oder minder um einen freiwilligen Lockdown. Unter anderem sollen die Büger sowohl ihre Kontakte als auch ihre Reisetätigkeit auf das absolut Notwendigste reduzieren. Man kann ihre Aussagen dahingehend interpretieren, dass das vorausgegangene Treffen mit den Länderchefs nicht in den gebotenen Maßnahmen mündete.

Für mich sind ein paar Dinge unverständlich.

  • Die Fallzahlen steigen seit Wochen in allen Ländern Europas. Deutschland hinkt, diesmal könnte man fast sagen zum Glück, zwar etwas hinterher, aber die Entwicklung ist offensichtlich. Die lange befürchtete zweite Welle ist längst da und schlägt mit voller Energie auf. Die Maßnahmen, die wir heute ergreifen, weden frühestens in zwei bis vier Wochen Wirkung zeigen. Wir werden somit noch einige Wochen lang beobachten können, wie extrem sich die Fallzahlen erhöhen, wenn wir nichts oder zu wenig tun.
  • Mir ist nicht klar, wieso die Fallzahlen europaweit so massiv steigen. Nach wie vor nutzen wir alle im ÖPNV, Geschäften und sonstigen öffentlichen Bereichen mit hoher Menschenkonzentration die üblichen Nase-Mund-Bedeckungen. Wenn die Infektionszahlen europaweit steigen, dann heißt das für mich, dass es schlicht noch zu viele Gelegenheiten gibt, bei der sich Infizierte und noch nicht Infizierte ungeschützt zu nahe kommen. Gesch[äü]tzte Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie kann das sein?
  • Wer schon lange mal wieder ein Café ohne lästige Desinfektionsmittel im Eingangsbereich, Abstandsregeln oder Mund-Nase-Bedeckungen besuchen wollte, der wird in Görlitz am Obermarkt fündig. In der Stadt halten sich eigentlich alle an die Regeln, aber es gibt ganz offensichtlich Ausnahmen.
  • Wer aus beruflichen Gründen den ganzen Tag eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss, ist natürlich deutlich belastet. Bei anderen Mitbürgern, die die Bedeckung nur temporär tragen müss(t)en und das durchweg ablehnen, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Dinger sind billig, leicht, gut mitzuführen, problemlos zu tragen und helfen massiv, das Infektionsgeschehen zu begrenzen.

Nachdem die Situation so kritisch verläuft, bin ich heute zurückgereist. Die Fallzahlen steigen vor allem in den Kreisen südlich einer gedachten Linie von Cloppenburg bis zum Erzgebirgskreis. Im Stadtkreis Karlsruhe sind wir mit einer Inzidenz von rund 26 noch relativ gut ‘dran. Das wird aber voraussichtlich in wenigen Tagen nicht mehr so gut aussehen.

Der erste Corona-Sommer ist vorüber

Nachdem wir nach dem heißen und trockenen Sommer nochmal ein paar wunderschöne Spätsommertage genießen durften, werden die Temperaturen die nächsten beiden Wochen wohl erstmal deutlich unter 20°C liegen.

Obwohl es bisher sowohl tagsüber als auch nachts angenehm warm war, wird das Corona-Virus vom Menschen derzeit wieder stark verbreitet. In verschiedenen Städten (wie etwa in Hamm, Remscheid, Würzburg, Dingolfing oder München) liegt die Inzidenz innerhalb einer Woche wieder über (oder auch knapp unter) der kritischen Marke von 50 Fällen pro 10.000 Einwohner.

Anhand der Berichterstattung sieht es derzeit danach aus, als ob die Ursache dafür vor allem in Feiern unter Missachtung der derzeit üblichen Präventionsregeln zu finden ist. In Hamm soll eine mehrtägige Hochzeitsfeier für den Ausbruch gesorgt haben. Hier wird erwogen, die Veranstalter in Haftung zu nehmen.

Bundesweit werden heute 2143 neue Fälle vermeldet. Andere europäische Länder werden zunehmend zu Risikogebieten erklärt.

Interessant zu wissen wäre, woher der plötzliche Anstieg kommt. Gefeiert wurde über den gesamten Sommer, nicht erst jetzt. Unvorsichtig waren die Teilnehmer dabei sicher auch schon vorher. Ob die Ursache in Urlaubsrückkehrern zu suchen ist, die das Virus unwissentlich in die Breite getragen haben, ist erstmal unklar. Es steht jedenfalls zu befürchten, dass die Fallzahlen weiter zunehmen, da Feiern zunehmend in Innenräumen stattfinden werden. Keine angenehmen Aussichten für den Herbst und den Winter.

Neulich, als Corona-Viren Parties feierten

Weltweit nehmen die Corona-Fälle, beispielsweise in Österreich, Tschechien, Frankreich oder Israel (Lockdown), wieder deutlich zu. In Deutschland ist es noch vergleichsweise ruhig.

Derzeit berichten die Medien hauptsächlich über einen Fall aus Garmisch-Partenkirchen. Eine Frau in den 20ern sei aus dem Urlaub zurückgekehrt, aufgrund von Symptomen zum Test gegangen, in Quarantäne geschickt worden, am darauffolgenden Tag im Nachtleben aktiv gewesen und am darauffolgenden Tag mit einem positiven Ergebnis konfrontiert gewesen. Schnell wurde sie als “Superspreaderin” bezeichnet. Die Sachlage könnte sich allerdings auch als etwas weniger eingängig darstellen. So schreibt die Süddeutsche mittlerweile Corona-Tests in Garmisch-Partenkirchen: Überraschend negativ. Ungeachtet dessen ist Garmisch derzeit Corona-Brennpunkt.

Die Vorkommnisse zeigen vor allem, wie schnell das Virus weitergegeben wird und wie gefährlich es daher ist. Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen mag lästig sein, vor allem für Menschen, die das aus beruflichen Gründen den ganzen Tag über durchziehen müssen. Aber verglichen mit den Konsequenzen, die wir alle tragen müssen, wenn wir nicht darauf achten, stellen sie doch das deutlich kleinere Übel dar.

Wann und wo tauchte Corona eigentlich zum ersten Male auf?

Wikipedia behauptet bislang:

2017 wurde in Wuhan für 44 Millionen US-Dollar (300 Millionen Yuan) ein Biolabor für Forschungen an gefährlichsten Krankheitserregern (BSL-4) fertiggestellt.

Die weltweit ersten Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten und daran erkrankten, stammten aus Wuhan. Ende November 2019 traten dort die ersten Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung auf. Von Wuhan aus verbreitete sich das Virus binnen Monaten in der ganzen Welt.

Mittlerweile gibt es Hinweise, dass das Virus möglicherweise bereits am 16. November 2019 im Elsass aufgetreten ist, wie die Tagesschau vorgestern berichtete. Auch Wikipedia liefert entsprechende Hinweise:

Als Patient Null ist inzwischen ein 55-jähriger Mann aus der Provinz Hubei im Verdacht, der sich bereits am 17. November 2019 infiziert haben könnte. Mittlerweile wurde in Frankreich in der Nähe von Paris durch retrospektive Analyse ein Fall im Dezember 2019 nachgewiesen. Der Patient hatte keinerlei Verbindungen zu China/Wuhan, seine Frau arbeitete aber nahe dem Flughafen in einem Supermarkt. Einen noch früheren Verdacht auf Patientin Null gibt es auch im Elsass/Frankreich vom 16. November 2019.
Es zeigte sich also, dass nicht alle frühen COVID-19-Fälle mit dem Markt in Verbindung gebracht werden können und die Historie des Ausbruchs wohl komplizierter ist als ursprünglich angenommen.

Als Entstehungsort des Virus gilt nach wie vor Südchina, es wurde aber mutmaßlich schon vor den Ereignissen in Wuhan weltweit verbreitet. Dort fand es zwar zum ersten Male besonders gute Voraussetzungen für eine massenhafte Weiterverteilung (Superverbreitungsereignis), ähnliche Brennpunkte hätten sich aber wohl jederzeit auch andernorts entwickeln können.

Möglicherweise entstand das neue Virus durch Mutation in einem Wirtstier und wurde anschließend an Menschen weitergegeben. Bedingt durch den globalen Reiseverkehr kann es dann sehr schnell über große Distanzen verbreitet werden. Besonders übel an dem Virus ist wohl, dass Infizierte bereits ansteckend sind, selbst wenn Sie selbst noch keinerlei Symptome wahrnehmen. Beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten und Niesen werden infektiöse Tröpfchen abgegeben, die im “besten” Falle direkt in Mund und Rachen anderer Personen gelangen (“Tröpchenübertragung”). Die Viren bleiben wohl auch außerhalb des Körpers noch für einige Zeit ansteckend und können somit einerseits durch die Atemluft (Aerosole) als auch über kontaminierte Oberflächen (“Schmierinfektion”) aufgenommen werden.

Insofern scheinen die üblichen Gegenmaßnahmen allesamt sinnvoll zu sein:

  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung senkt das Risiko, dass Infizierte, die noch nicht wissen, dass sie infiziert sind, andere durch direkte Tröpchenübertragung anstecken. Inwieweit die “Masken” helfen, die eigene Aufnahme von Viren durch Aerosole zu reduzieren, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Sollte man sich in einem Raum befinden, dessen Luft bereits stark kontaminiert ist, besteht vermutlich nach wie vor ein hohes Risiko einer Infektion. Das hängt von der Filterfähigkeit der Maske und davon ab, wie dicht die Maske zum Gesicht hin abschließt. Mir ist nicht klar, inwieweit die Augen ebenfalls ein Einfallstor bilden.
  • Das Abstand halten zu anderen Menschen verringert ebenfalls das Risiko einer direkten Tröpfcheninfektion, denn vor allem größere Tröpfchen sinken recht schnell zu Boden. Die üblicherweise empfohlenen eineinhalb Meter scheinen mir allerdings nicht sonderlich großzügig bemessen zu sein.
  • Hygienemaßnahmen, wie das Waschen und Desinfizieren der Hände als auch die Hände möglichst aus dem Gesicht zu lassen, beugen Schmierinfektionen vor. Es hilft sowohl dabei, dass unwissentlich Infizierte Viren auf Oberflächen hinterlassen als auch dabei, dass noch nicht Infizierte von Oberflächen aufgenommene Viren an die eigenen Schleimhäute übertragen.
  • Geschlossene Räume sollten möglichst gut gelüftet werden, um eine mögliche Konzentration von Viren in der Atemluft gering zu halten.

Schön kuschelig warm

Erneut erleben wir einen heißen und trockenen Sommer. Das vergangene Wochenende habe ich daher bevorzugt in der – noch – kühlen Wohnung verbracht. Auch dieses Refugium hat sich allerdings am Dienstag, nach angenehmen 22°C in den Morgenstunden, im Verlaufe des Tages merklich aufgeheizt.

Heute Nachmittag gab es dann wenigstens ein kurzes Gewitter, so dass die Außentemperatur innerhalb kurzer Zeit von 34 auf 24°C gesunken ist. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist es allerdings noch immer unangenehm schwül.

Laut Progognose sollen die Temperaturen jetzt allmählich fallen, auch wenn für Sonntag nochmal eine Hitzespitze droht.

Und wie geht’s Corona eigentlich so? International steigen die Fallzahlen weiterhin deutlich, während national die Reproduktionsrate nur knapp unter dem kritischen Wert 1 liegt und die Vorkommen nicht mehr lokal begrenzt sind, sondern wieder stärker in die Breite gehen. Russland hat vollmundig die Freigabe eines Impfstoffes bekanntgegeben, die allgemein auf Unverständnis stößt.

Für mich gilt nach wie vor: Menschenansammlungen meiden, auch sonst direkte Kontakte möglichst meiden und zumindest in Innenbereichen artig Maske tragen. Ich hadere daher noch, ob ich am Sonntag ein Konzert besuchen soll. Letzte Woche habe ich mich noch gedrückt. Aber ich glaube am Wochenende werde ich das Risiko mal auf mich nehmen.

Wo Daten sind, wecken sie auch Begehrlichkeiten

»Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, hat ja nichts zu befürchten.« lautet eine landläufige Meinung. Da Restaurants (und andere Veranstalter) derzeit coronabedingt Gästelisten führen, muss klar sein, dass diese auch für andere als die angedachten Zwecke herangezogen werden. Die Polizei verteidigt naturgemäß ihr Vorgehen.

Solange unser Rechtsstaat halbwegs funktioniert ist das noch nicht kritisch. Dennoch zeigt sich erneut, dass es nur einen Weg gibt, Missbrauch effektiv zu verhindern – indem Daten erst gar nicht gesammelt werden. Leider ist das in usnerer heute hochgradig digitalisierten und vernetzten Welt nahezu unmöglich.

Der Wolf in Deutschland

Allmählich gewöhnen wir uns daran, dass Canis Lupus hierzulande wieder sesshaft ist. Das Konfliktpotential war wohl in vergangenen Zeiten, in denen die Menschen noch viel stärker von manuell betriebener Land- und Forstwirtschaft abhängig waren, deutlich größer. Gänzlich frei von Konflikten wird aber das Teilen des Lebensraumes auch künftig nicht aussehen. Medienwirksam betroffen sind vor allem immer wieder Schäfer. Diese erhalten zwar Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen sowie Schadenersatzleistungen, allerdings ist mir nicht klar, in welchem Maße diese Hilfen zur Deckung der Kosten beitragen.

ARTE hat mit »Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?« einen Film mit beeindruckenden Aufnahmen ins Netz gestellt. Ob die Raubtiere dauerhaft wirklich so harmlos für den Menschen sein werden wie dargestellt bleibt abzuwarten. Auf eine Begegnung in freier Wildbahn wird der ein oder die andere sicher gern verzichten wollen. Bei ausgewachsenen Menschen und gesunden Tieren dürfte das Konfliktpotential grundsätzlich eher niedrig ausfallen. In Begleitung von Kind und/oder Hund könnte das schon anders aussehen.

Der schnellste Onlineverkauf aller Zeiten

Gestern kam eine Eismaschine an, weshalb ich den bisherigen Einsatz für meine Küchenmaschine nicht mehr brauche. Zu schade zum Entsorgen habe ich ihn auf einem Kleinanzeigenportal eingestellt, umgehend drei Anfragen erhalten (könnte am heißen Wetter gelegen haben) und mit einem Interessenten den Kauf abgeschlossen.

Üblicherweise beträgt die Verweildauer der Artikel im Portal Wochen, wenn nicht gar Monate. Wenige Stunden ist für mich eine ganz neue Erfahrung :) .

Kalendarischer Sommeranfang 2020

Nachdem es zur Schafskälte Anfang Juni nochmal kühl geworden war und sich die Natur über etwas Regen freuen durfte, ist es ab heute, passend zum kalendarischen Sommeranfang, wieder recht warm.

Und was macht Corona derzeit so?

Für die Corona-App erhält die Bundesregierung einiges an positivem Feedback. Der Datenschutz scheint grundsätzlich große Berücksichtigung gefunden zu haben. Der Quellcode der App ist via Github einsehbar.

Ein Wermutstropfen bleibt. Die Installation ist derzeit nur über die Stores der Betriebssystemanbieter möglich. Der Versuch, die App auf meinem Smartphone mittels AIDE zu bauen, schlug leider fehl. Selbst wenn das geklappt hätte, wäre die App ohne Play Store-Anbindung nicht funktionsfähig, da die App von den Play Services von Google abhängig zu sein scheint. Auch Sven hat sich Mitte letzter Woche damit auseinandergesetzt und bemängelt die Verletzung des Prinzips der Datensparsamkeit.

In Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh ist beim Fleischverarbeiter Tönnies ein neuer Corona-Brennpunkt entstanden. Von rund 6000 Personen wurde grob ein Fünftel, vornehmlich aus der Zerlegung, positiv getestet. 21 Patienten werden stationär behandelt, davon sechs auf der Intensivstation. Das sieht so aus, als ob Tönnies für sich von den kürzlichen Vorkommen in anderen Betrieben keine Lehren ziehen konnte, was auch ein Video von n-tv vermuten lässt. Die Schlachtung wurde eingestellt, wodurch dem Markt rund 20 Prozent an Fleischprodukten fehlt und die Schweinelieferanten ein Platzproblem bekommen. Eine beachtliche Konzentration an Marktmacht.

Am Donnerstag waren rund 700 Bewohner einer Göttinger Wohnanlage unter Quarantäne gestellt worden. Gestern scheint die Lage eskaliert zu sein, als sich die Bewohner gegen die Maßnahme zur Wehr setzten.

Das Robert Koch Institut verortet mittlerweile die R-Werte wieder oberhalb von zwei. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass einzelne lokale Ausbrüche sich bei den derzeit insgesamt relativ niedrigen Zahlen schnell bemerkbar machen. Die R-Werte bedürfen also, wie eigentlich immer bei Metriken, der Bewertung unter Zuhilfenahme weiterer Informationen.

Ab morgen läuft beispielsweise in Hessen wieder der reguläre Schulbetrieb an. Wir dürfen gespannt sein, ob und wenn ja welche Auswirkungen das in ein paar Wochen haben wird.

Bestell dein Blech.de

Um die Kommunikationselektronik im Flur zu verstauen, musste ich unter der Kommode einen Unterbau anbringen. Am Sonntag Nachmittag habe ich daher auf www.bestell-dein-blech.de die benötigten Maße gezeichnet. Am Montag erhielt ich ein Angebot, das ich gleich bestätigt habe. Am Dienstag ging dann die Versandbestätigung ein und heute wurde die Ware bereits geliefert.

Um ganz ehrlich zu sein, ich bin genauso baff über die Fertigungs- und Liefergeschwindigkeit wie vor ein paar Wochen, als ich Sandalen aus Italien kommen ließ. Natürlich habe ich die Wanne heute Abend gleich verbaut und die DSL-Geräte darin verstaut. Drei Tage von der “Idee bis zur Realisierung”. Das ist ordentlich.

Corona-Effekte am Pfingstsonntag

Nach wie vor sind Zusammenkünfte größerer Menschenmengen ein “gefundenes Fressen” für das Corona-Virus. In Bezug auf den Corona-Infektionsherd in einer Bremerhavener Gemeinde macht mittlerweile die Information die Runde, dass die Infektionen nicht direkt beim Gottesdienst, sondern durch nachfolgende Kontakte stattfanden. In Göttingen führten wohl größere Familienfeste zu einer starken Verbreitung.

Die üblichen Abstands- und Gesichtsbedeckungsregeln scheinen nach wie vor äußerst sinnvoll zu sein. Über letztere klagen mittlerweile die Mitarbeiter im gewerblichen Bereich. Das stundenlange Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung stellt nachvollziehbarerweise eine besondere Belastung dar. Ein generelles Weglassen, wie teils gefordert, wäre allerdings äußerst riskant. Hier werden somit kreative Lösungen, wie beispielsweise ausreichende Tragepausen, benötigt.

Derzeit zeigen zugleich die Vorfälle im privaten Bereich deutlich das hohe Risko. Wer die Corona-Maßnahmen ignorieren möchte, mag das tun, aber auch die Verantwortung dafür gegenüber den Mitbürgern übernehmen.

Die Corona-Lage zu Pfingstbeginn 2020

Allgemein ist die Anzahl der Infektionen stark zurückgegangen. Im Stadtkreis Karlsruhe sind derzeit 5 Infektionen bekannt. Allgemein nimmt der Verkehr und die Reisetätigkeit wieder zu, zumal das Pfingstwochenende vor der Türe steht. Es ist allzu verständlich, dass die Achtsamkeit der Bevölkerung in Bezug auf die üblichen und nach wie vor geltenden Einschränkungen (Mund-Nase-Bedeckung, Abstand) abnimmt.

Lokal zeigt sich gleichzeitig, wie hoch das Risiko durch das hochansteckende Virus nach wie vor ist. Neben den Fällen der letzten Wochen ist erneut eine Kirchengemeinde betroffen, diesmal in Bremerhaven. Mittlerweile hat sich die Zahl der bestätigten Fälle von 20 auf 44 erhöht. Erwartet wird mittlerweile eine dreistellige Zahl.

Aufgrund der Vorkommnisse wird derzeit kontrovers diskutiert, wie groß das Risiko einer Ansteckung durch Aerosole ist. Sollte sich die Vermutung erhärten, wird das weitreichende Konsequenzen für die kommenden Monate haben. Falls nein, wären das verhältnismäßig gute Nachrichten.

Die Lage eine Woche vor Pfingsten

Zum dritten Mal in Folge zeichnet sich ein trockenes und heißes Jahr ab. Für Menschen, die gerne draußen sind, eine Wohltat, für die Natur, Landwirtschaft und so weiter weniger. Gestern hat es sich deutlich abgekühlt und über längere Zeit sogar leicht geregnet, allerdings dürfte sich die Niederschlagsmenge für die trockenen Böden kaum nennenswert bemerkbar gemacht haben. Morgen soll es nochmal ein klein wenig regnen, bevor es dann ab Dienstag wieder über einen längeren Zeitraum trocken bleiben und Tagestemperaturen über 20°C geben soll.

Und wie gehts Corona eigentlich so? Offensichtlich bringen die Corona-Lockerungen tatsächlich ein erhöhtes Infektionspotential mit sich. So haben sich laut ARD vor rund einer Woche (am 15. Mai) im Landkreis Leer etliche Mitbürger in einem Restaurant, vor rund zwei Wochen in Frankfurt bei einem Gottesdienst angesteckt. In letzterem Falle berichtet mittlerweile der Deutschlandfunk (und andere Medien) von 107 Infizierten.

Nachdem die Urlaubssaison vor der Türe steht und in der Gesellschaft die Unterstützung für die Corona-Maßnahmen abgenommen hat, dürfen wir gespannt sein, was in den kommenden Wochen passieren wird.

Restaurant- und Hotelbetrieb läuft wieder an

Abhängig vom Bundesland können Restaurant- und Beherbergungsbetriebe bereits wieder arbeiten oder den Betrieb in den nächsten Tagen wieder aufnehmen (tagesschau.de). Ein abendlicher Rundgang durch Karlsruhe zeigt denn auch, dass sich allenthalben darauf vorbereitet wird.

Einerseits ist das verständlich, vielleicht auch wichtig. Die Betriebe müssen wirtschaften können, die Menschen aus den eigenen vier Wänden kommen.

Andererseits ist die Sache äußerst riskant. Schon jetzt lässt sich beobachten, dass die üblichen Hygienemaßnahmen wie Abstand und Kontaktreduktion bei besten Wetter schon lange nicht mehr eingehalten werden. Die Wiedereröffnung wird ziemlich sicher die Infektionsrate wieder steigen lassen – alles andere grenzte an ein Wunder.

Es bleibt nichts weiter, als abzuwarten und die Entwicklung der zentralen Kennzahlen aufmerksam zu beobachten.

Versandqualität zu Zeiten von Corona

Die Paketdienstleister kämpfen derzeit mit einem hohen Paketaufkommen. Sie weisen denn auch darauf hin, dass bei Lieferungen derzeit mit höheren Wartezeiten zu rechnen sei. Speziell DHL erwähnt Sperrgutsendungen, die wohl mit niedriger Priorität bearbeitet werden.

Um ganz ehrlich zu sein funktionierte der Versand aus meiner Sicht in den letzten Wochen erstaunlich gut. Das gilt sowohl für getätigte Bestellungen, aber auch für ausgehende Sendungen. Speziell hervorheben möchte ich den online beauftragten Abholservice von DHL. Mehrfach wurden Sendungen, die Abends bis 22h beauftragt wurden, tatsächlich gleich am nächsten Tag abgeholt.

Auffälligkeiten konnte ich nur bei 2 Sendungen feststellen. Eine kleine Bestellung kam erst nach Wochen an. Ein Speergutpaket schaffte es zwar von Dienstag Abend bis Donnerstag morgen bis in die Zielstadt, lagerte dort aber mehrere Wochen bis zur Auslieferung (Laufzeit 29. April-25. Mai). Da es sich nciht um einen dringend benötigten Artikel handelte, war das gut verschmerzbar.

Bei allen anderen Sendungen fühlte es sich fast nach Normalbetrieb an. Ich habe keine Ahnung, wie die Dienstleister das geschafft haben.